Umweltinstitut München e.V.
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Anforderungen an Altbauten

<h2>Anforderungen an Altbauten</h2>

Auch bezüglich der Altbausanierung macht die EnEV Vorgaben: Änderungen bei beheizten oder gekühlten Räumen sind so auszuführen, dass geänderte Wohngebäude insgesamt die jeweiligen Höchstwerte des Jahresprimärenergiebedarfs Jahresprimärenergiebedarf
Der Primärenergiebedarf umfasst den gesamten energetischen Aufwand zur Deckung des Energiebedarfs des Gebäudes. Dabei wird auch der Energieeinsatz für die Gewinnung, sowie die Verluste bei Umwandlung und Transport berücksichtigt. Zur Bestimmung des Jahresprimärenergiebedarfs für die Erstellung eines Energieausweises wird der Primärenergiebedarf pro m2 und Jahr gemessen und mit dem Grenzwert aus der EnEV verglichen.
und des spezifischen Transmissionswärmeverlustsspezifischer Transmissionswärmeverlust
Der spezifische Transmissionswärmeverlust beschreibt die Wärmemenge, die durch die Außenfläche des Gebäudes bei einem bestimmten Temperaturunterschied zwischen Innen und Außen über die Gebäudehülle verloren geht. Dieser Wert wird für die Erstellung eines Energieausweises erfasst und mit dem Grenzwert der EnEV verglichen.
um nicht mehr als 40% überschreiten.

Diese Anforderungen gelten als erfüllt, wenn die in Anlage 3 festgelegten WärmedurchgangskoeffizientenWärmedurchgangskoeffizient
Der Wärmedurchgangskoeffizient beschreibt die Wärmedurchlässigkeit eines verwendeten Materials pro m2 Fläche unter Berücksichtigung der Temperaturdifferenz zwischen dem Innenraum und der äußeren Umgebung.
der betroffenen Außenbauteile nicht überschritten werden.

Diese Anforderungen gelten nicht für Änderungen, die

  1. bei Außenwänden, außen liegenden Fenstern, Fenstertüren und Dachflächenfenstern weniger als 20%  der Bauteilfläche gleicher Orientierung oder
  2. bei anderen Außenbauteilen mehr als 20%  der jeweiligen Bauteilfläche

betreffen.

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                                                 Einfamilienhaus bei Krefeld, Baujahr 1969
 

Für Sanierung im Bestand gilt also, dass Bauteile, die ohnehin ausgetauscht werden sollen – ab einem bestimmten Ausmaß der Erneuerung – durch Bauteile ersetzt werden, die den
Bestimmungen der EnEV genügen. Hier sollen die Bauteile aufgelistet werden, bei deren Erneuerung unter Umständen auf die Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten Wärmedurchgangskoeffizient
Der Wärmedurchgangskoeffizient beschreibt die Wärmedurchlässigkeit eines verwendeten Materials pro m2 Fläche unter Berücksichtigung der Temperaturdifferenz zwischen dem Innenraum und der äußeren Umgebung.
  geachtet werden muss.

Diese sind:

  • Außenwände
  • Fenster, Fenstertüren und Dachflächenfenster
  • Außentüren
  • Decken, Dächer und Dachschrägen – Regelungen für
  • Steildächer
  • Flachdächer

  • Wände und Decken gegen unbeheizte Räume und gegen Erdreich
  • Vorhangfassaden

Bei einer Sanierung sollte bedacht werden, dass durch die ergriffenen Maßnahmen ein ausreichender Luftaustausch nicht mehr gewährleistet sein könnte. Ein ungünstiger Luftaustausch kann zur Kondensation der Luftfeuchte an den Wänden führen und somit die Schimmelbildung begünstigen.

Für Sanierungsmaßnahmen müssen Nachweise erbracht werden. Diese Nachweise können später zur Erstellung des Energieausweises herangezogen werden.

 

Wenn Sie die Rechtsbelege benötigen, können Sie sich hier den Text mit Rechtsquellen als pdf-Datei herunterladen. Weitergehend stehen die original Gesetzestexte des EnEG sowie der EnEV über juris zum Download zur Verfügung.