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LED - die moderne Energiesparlampe
Was sind LED?
LED steht für "Licht emittierende Diode". Diese Dioden sind
Halbleiterkristalle, welche durch Strom zum Leuchten gebracht werden. Die Dioden
erzeugen kein weißes Licht. Spezielle Leuchtstoffbeschichtungen sorgen für die gewünschten Lichtfarben.
LED befinden sich in ständiger Weiterentwicklung und werden künftig
in der Beleuchtung eine große Rolle spielen. Es sind bereits
LED-Lampen in der Form von Glühlampen im Handel, die in die genormten E27
und E14 Sockel von Haushaltsleuchten passen. Es gibt sie auch als Strahler
zur punktuellen Ausleuchtung. Sie sind mittlerweile für jeden Einsatzbereich
im Haushalt erhältlich.
Was ist der Vorteil von LED im Vergleich zu Energiesparlampen?
LED enthalten kein Quecksilber. Wenn eine Lampe zu Bruch geht, werden keine
Schadstoffe frei.
LED sind nicht temperaturabhängig. Energiesparlampen müssen sich
erst erwärmen, um ihre maximale Helligkeit zu erreichen. Vor allem bei
niedrigen Temperaturen kann das mehrere Minuten dauern. LED dagegen sind sofort
maximal hell und funktionieren bei Hitze und Kälte gleich gut. (Es gibt aber auch Energiesparlampen, die sofort gezündet werden, die so genannten Kaltstartlampen).
LED sind schaltfest, sie können also beliebig oft an und ausgeschaltet
werden. Bei Energiesparlampen verkürzt häufiges und kurzes Anschalten
die Lebensdauer.
Wieviel Strom verbrauchen LED? LED-Lampen verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom als Glühlampen.
Sie erreichen eine Effizienz von weit über 70 Lumen pro Watt, das heißt
eine sehr große Lichtstärke bei sehr geringem Stromverbrauch.
Die folgende Tabelle vergleicht eine 60-Watt-Glühlampe mit einer Energiesparlampe
und einer LED-Lampe entsprechender Lichtstärke (etwa 590-650 Lumen).
Glühlampe
Energiesparlampe
LED-Lampe
Leistung
60 Watt
18 Watt
10 Watt
Lebensdauer
1000 Std.
10.000
20.000 Std.
Anschaffungskosten
1 Euro
8 Euro
40 Euro
Stromkosten pro Jahr
(Brenndauer 1000 Std.
Strompreis 23 ct/kWh)
13,80 Euro
4,14 Euro
2,30 Euro
Gesamtkosten pro Jahr
14,80 Euro
4,94 Euro
4,30 Euro
Je nach Brenndauer und Anzahl der Leuchten lassen sich also mit
Energiesparlampen
oder LED leicht über 100 Euro im Jahr sparen.
Welche LED entspricht welcher Glühlampe?
Jeder Lampenhersteller ist verpflichtet, die Lichtleistung in Lumen auf der Verpackung anzugeben. Da viele Verbraucher mit den Lumenwerten aber noch nichts anfangen können, wird oft auch die entsprechende Leistung einer Glühbirne in Watt angegeben. Die folgende Tabelle zeigt, wie viel Lumen den gewohnten Watt-Angaben einer Glühlampe entsprechen.
Leistung Glühlampe
in Watt
Lichtstrom
in Lumen
25
circa 180-200
40
350-390
60
590-650
75
800-890
100
circa 1150-1270
Sind LED-Lampen dimmbar?
Wie Energiesparlampen sind auch nicht alle LED dimmbar. Es gibt aber welche
- und die sind auf der Verpackung mit einem Dimmersymbol ("dimmable")
gekennzeichnet.
Gibt es LED in allen Lichtfarben?
Grundsätzlich lassen sich mit LED alle Farben des Spektrums darstellen.
Allerdings gibt es keine Halbleiterdiode, die weiß leuchtet. Durch die Kombination verschiedenfarbiger Leuchtdioden bzw. LED-Chips in
einer Lampe wird die gewünschte Farbtemperatur erzeugt.
Mittlerweile gibt es LED-Lampen in hellweißer (Tageslicht) oder
in warmweißer Lichtfarbe. Warmweiße LED haben allerdings eine geringere
Lichtausbeute als kaltweiße, sie verbrauchen also mehr Strom.
Emittieren LED Elektrosmog?
Ja, es treten elektrische Felder mit Netzfrequenz und z.T. deutliche höherfrequente
Anteile auf. Die Emissionen der vom Magazin Öko-Test im November 2011 untersuchten
LED-Lampen lagen über dem, was die auch von uns empfohlene TCO-Norm für
Computermonitore erlaubt. Die Hersteller sind gefordert, die Produkte zu verbessern.
Mögliche individuelle Feldreduzierung kann geschaffen werden durch:
Abstand:
Da die von den Lampen ausgehenden Felder mit der Entfernung abnehmen, kann die
Befeldung über einen Vorsorgeabstand von ein bis zwei Metern reduziert werden.
geerdete Metallausführung
Bei Lampen, welche sich nahe am Körper befinden (z. B. Schreibtisch- und
Leselampen), können Metallschirme feldabschwächend wirken, insbesondere,
wenn die Leuchte geerdet, d. h. über einen dreipoligen Schuko-Stecker mit
Schuko-Kabel angeschlossen ist.
Alle Leuchten mit zweipoligem Anschlusskabel (Euroflachstecker), unabhängig
ob mit Glühlampen, Energiesparlampen oder LEDs bestückt, sind von elektrischen
Feldern umgeben, welche bereits bei Anliegen der Netzspannung, also auch bei ausgeschalteter
Leuchte, vorhanden sind. Für die üblichen, einpoligen Schnurschalter
gilt: Steckt man den Stecker so in die Steckdose, dass die Phase geschaltet wird,
wird das elektrische Feld in der näheren Umgebung der ausgeschalteten Lampe
stark reduziert, weil die Spannung nicht mehr bis zur Leuchte, sondern nur noch
bis zum Schalter kommt (vgl. Skizze "kurzer Weg"). Der Elektriker kann
die Phase ermitteln und Ihnen die feldarme Position des Steckers zeigen. Vor allem
bei Nachttischlampen kann dies zu einer deutlichen Entlastung während des
Schlafs führen.
Kurzer
Weg: Die Spannung (rot) endet bereits nach kurzem Weg am Schalter. Das
elektrische Feld umgibt den rot gekennzeichneten Bereich.
Langer
Weg: Die Spannung liegt im gesamten Leitungsweg, auch an der Lampe, an.
Sind ansonsten gesundheitliche Aspekte zu beachten?
Bezüglich ihrer biologischen Wirkung auf den Menschen unterscheidet sich
LED-Strahlung nicht von der Strahlung herkömmlicher Lichtquellen. LED-Lampen enthalten
auch keine giftigen Metalle, wie Quecksilber. Allerdings sollte man nicht über
längere Zeit direkt in LEDs blicken, da dies die Gefahr einer photochemischen
Verletzung der Netzhaut mit sich bringt. LED-Leuchten sollten also auch nicht
direkt auf das Gesicht anderer Personen gerichtet werden.
Wie sieht es mit der Lebensdauer von LED-Lampen aus?
Die Helligkeit von LED lässt im Laufe der Zeit nach.
Die Leuchtdioden werden nach und nach schwächer, fallen aber normalerweise
nicht plötzlich aus. Die von den Herstellern angegebene Leuchtdauer (die
mittlere Nennlebensdauer) bezieht sich in der Regel auf die Anzahl der Betriebsstunden,
bis die Leuchte noch 70 Prozent der ursprünglichen Helligkeit hat.
Laut Herstellerangaben halten einige LED bis zu 50.000 Stunden. Bei einer mittleren
Nutzungsdauer von 3 Stunden pro Tag würde eine Lampe damit 50 Jahre halten.
LED sind generell sehr robust, bestimmte Formen haben jedoch ein Problem mit
Überhitzung. Denn LED wandeln einen großen Teil der elektrischen Leistung in
Wärme um. Diese Wärme muss von der Diode abgeführt werden. Bei den
LED-Lampen, die wie Glühbirnen geformt sind, werden viele LED-Strahler
kugelförmig zusammengepackt, um die Rundum-Abstrahlung wie bei einer
Glühlampe zu erreichen. Bei dieser Konstruktion ist das Abführen der
Wärme kompliziert, daher gehen vor allem billige LED-Lampen manchmal vor der deklarierten
Lebensdauer kaputt.
Bei Tests der Stiftung Warentest haben jedoch die LED-Birnen der großen
Markenhersteller in der Haltbarkeit sehr gut abgeschnitten.
Haben LED eine gute Gesamt-Ökobilanz?
Bisher sind keine herstellerunabhängigen Studien verfügbar.
Eine Studie von OSRAM und Siemens zur Gesamt-Ökobilanz von LED-Lampen,
die alle Material- und Energieströme von der Herstellung bis zur Ende der
Nutzungsdauer einbezog, hatte zum Ergebnis, dass 98 Prozent der Gesamtenergie
bei der Erzeugung von Licht verbraucht werden, nur zwei Prozent entfielen auf
die Produktion. LED-Lampen sind demnach sowohl in der Nutzung, als auch in der
Herstellung sehr effizient.
Zu beachten ist allerdings, dass für den Bau von LED seltene Erden verwendet
werden, von denen es weltweit nur wenige Lagerstätten gibt. Sieben Prozent dieser wertvollen Ressourcen gehen in die Produktion
von Leuchtmitteln.
Wo kann ich LED kaufen?
Immer mehr Fachgeschäfte und Baumärkte haben die neuen Stromsparer im Sortiment.
Im Internet finden sich mehrere Anbieter, die sich ausschließlich auf
den Verkauf von LED spezialisiert haben und oft eine größere
Anzahl von Modellen anbieten.
Wie entsorge ich LED-Lampen?
Da LED Elektronikbauteile und seltene Erden enthalten, müssen sie im Wertstoffhof
als Elektronikschrott entsorgt werden.