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FAQs Stromsparen

Fragen & Antworten – Strom sparen und Klima schützen

Mit jeder Kilowattstunde Strom, die eingespart wird, werden in Deutschland bei Bezug von konventionellem Strom durchschnittlich 600 Gramm weniger Kohlendioxid in die Luft geblasen. Ein Wechsel zu Ökostrom reduziert die CO2-Emissionen um weitere 90 Prozent.

Ich möchte Strom sparen. Was kann ich tun?

  • Kühlen kostet: Den größten Stromverbrauch im Haushalt haben Kühlgeräte. Hier kann man ohne Investitionen Summen um die 50 Euro sparen: Platzieren Sie Kühlschrank und Tiefkühltruhe an eine möglichst kühle Stelle. Die Kühlschrankrückseite (Wärmetauscher) sollte mindestens 5 cm von der Wand entfernt stehen, so dass die Luft frei zirkulieren kann. Eine regelmäßige Reinigung der Rückseite verringert zusätzlich den Energieverbrauch Ihres Kühlschrankes, da eine Staubschicht isolierend wirkt. Stellen Sie Kühlschrank und Tiefkühltruhe nicht auf unnötig tiefe Temperaturen (7 Grad für Kühlschrank und minus 18 Grad für die Tiefkühltruhe reichen aus). Schließen Sie die Kühlschranktür so schnell wie möglich, enteisen Sie den Kühlschrank rechtzeitig und schalten Sie ihn bei längerer Abwesenheit ab. Kühlschränke ohne ein Sternegefrierfach verbrauchen rund ein Drittel weniger Energie. Wenn es der Platz zulässt, kann auf kombiniertes Kühlen und Gefrieren verzichtet werden. Eine Gefriertruhe ist zu bevorzugen, denn sie verbraucht bei gleichem Nutzvolumen 12% weniger Strom als ein Gefrierschrank. Beim Kauf eines Kühlgeräts sollten Sie auf das Energieeffizienz-Label der EU achten: Das Gerät sollte ab 2011 die Klasse A+++, mindestens aber A+ erreichen. Diese Geräte sind deutlich effizienter als die der Klasse A!

  • Beleuchtung: Vermeiden Sie Glühlampen und Halogenglühlampen. Besonders effizient sind Leuchtstoffröhren, LED-Leuchtdioden und Kompaktleuchtstofflampen (=“Energiesparlampen“). LEDs können, wie auch viele Energiesparlampen - beliebig oft an- und ausgeschaltet werden, was wiederum zum Strom sparen beiträgt. LEDs eignen sich besonders für Räume, die oft, aber nur kurz benutzt werden, also zum Beispiel Flure oder Treppenhäuser.

  • Wäsche auf der Leine trocknen: Benutzen Sie nach Möglichkeit keinen Wäschetrockner, denn Wäschetrockner haben einen extrem hohen Energieverbrauch. Deshalb werden sie meistens der Energie-Effizienz-Klasse C zugeordnet. Eine vierköpfige Familie muss mit Stromkosten von ca. 150 Euro pro Jahr rechnen. Einmal Wäschetrocknen (Klasse C) verbraucht rund so viel Strom wie viermal Wäschewaschen (Klasse A), und dreimal so viel Strom wie ein Waschgang im Geschirrspüler (Klasse A).

  • Wäschetrockner effizienter nutzen: Wenn auf den Wäschetrockner nicht verzichtet werden kann, sollte die Wäsche nach Material, Dicke und Größe sortiert getrocknet werden, denn der einheitlichere Trockenverlauf reduziert die Trockenzeit. Eine Abschaltautomatik beugt dem Übertrocknen der Wäsche vor und spart gleichzeitig Strom. Gut geschleudert ist halb getrocknet. Deshalb ist auf eine hohe Schleuderzahl der Waschmaschine zu achten. 1200 bis 1400 Umdrehungen in der Minute gelten als ideal. Das volle Flusensieb des Wäschetrockners sollte geleert werden, um Laufzeit und Energie einzusparen.

  • Waschmaschine immer komplett füllen: Der Stromverbrauch eines älteren Modells ist in den meisten Fällen unabhängig von der Füllmenge und auch bei einer modernen Maschine mit Mengenautomatik wird beim ½ - Sparprogramm mit halber Füllung nur rund ein Drittel Energie gespart und nicht etwa die Hälfte. Egal wie alt oder neu die Waschmaschine ist, es lohnt sich immer, die Trommel voll zu machen. Dasselbe gilt auch für den Wäschetrockner.

  • Wasserkocher statt Herd: Ein elektrischer Wasserkocher benötigt deutlich weniger Energie als das Erhitzen auf dem Herd. Dabei sollte immer nur soviel Wasser erhitzt werden, wie gerade benötigt wird.

  • Herd statt Ofen: Ein Backofen braucht bis zu viermal soviel Energie wie eine Kochstelle. Wenn möglich, ist der Herd dem Ofen vorzuziehen. Zum Aufbacken kann z.B. ein Toaster benützt werden.

  • Ofen sinnvoll nutzen: Wenn möglich nutzen Sie Umluft, die Backtemperatur kann dann 20 bis 30 Grad niedriger eingestellt werden. Umluft ist somit effizienter als Ober- und Unterhitze. Vorheizen des Backofens ist bei neueren Öfen normalerweise nicht nötig - 20% Energie können so eingespart werden. Bevorzugt sollten dunkle Backformen und –bleche aus Metall oder Edelstahl verwendet werden, da sie die Wärme besser aufnehmen als helle Keramikgefäße. Zur Kontrolle sollte man besser durch das Sichtfenster schauen anstatt die Ofenklappe zu öffnen, da die warme Luft schnell entweicht und dann neu erwärmt werden muss.

  • Induktionsplatte statt Elektroherd? Mit einem Anschlusswert von 8 bis 10 kW ist ein Elektroherd der größte Stromfresser unter den Haushaltsgeräten. Ein moderner Gasherd benötigt halb so viel Energie wie ein strombetriebener Herd. Ein Glaskeramikkochfeld ist im Vergleich zu den klassischen Gusseisenplatten 10 bis 20% effizienter. Eine Induktionskochplatte verfügt über die beste Energieausnutzung. In unmittelbarer Nähe der Induktionsplatte ist das Magnetfeld allerdings relativ hoch. Außerdem werden spezielle Induktionskochtöpfe benötigt.

  • Töpfe: Der Topf sollte genauso groß sein, wie die Herdplatte, der Topf- beziehungsweise Plattenboden sollte eben sein, damit der Kontakt zur Platte lückenlos ist. Ein gut schließender Deckel ist wichtig, damit möglichst wenig Dampf entweicht und die Energie optimal genützt wird. Mit einem Schnellkochtopf können bis zu 70% Zeit und 60% Strom eingespart werden - bei großen Mengen und langer Gardauer lohnt es sich besonders.

  • Spülmaschine statt Handspülen: Eine Spülmaschine ist um ein Vielfaches sparsamer als von Hand zu spülen. Vorspülen des Geschirrs, bevor es in den Geschirrspüler geräumt wird, ist unnötig. Grobe Essensreste zu entfernen, reicht vollkommen aus, und bei fest geschlossener Tür trocknen Speisereste auch nicht an. Grundsätzlich gilt natürlich: erst Anstellen, wenn die Maschine voll ist.


Gibt es eine Energiesparberatung für einkommensschwache Haushalte?
Der Stromspar-Check ist eine Initiative für Menschen, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen. Einkommensschwache Haushalte werden also von Stromsparhelfern kostenlos zum sparsamen Umgang mit Strom und Wasser beraten und bekommen unentgeltlich Soforthilfen wie Energiesparlampen oder schaltbare Steckerleisten. Bisher ist der Stromspar-Check an 70 Standorten bundesweit vertreten.


Wie findet man Stromfresser?
Den Stromverbrauch eines Gerätes findet man leicht mithilfe eines Strommessgeräts heraus. Solche Messgeräte werden von vielen Stromanbietern und den Verbraucherzentralen kostenlos verliehen. Der Preis eines Messgeräts liegt zwischen 10 und 50 Euro. Das Gerät wird zwischen Steckdose und Stromverbraucher gesteckt. Der Stromtarif kann eingegeben werden. Angezeigt werden dann Stromverbrauch und -kosten. Wichtig ist, dass der Messbereich des Strommessgeräts nicht erst bei 5 Watt beginnt, sonst können Sie kleinere Verbraucher nicht prüfen.


Was bedeuten die Energie-Effizienz-Klassen?

Kühlschränke, Waschmaschinen und Co müssen mit dem EU-Label ausgezeichnet werden. Das Label gibt Auskunft darüber, wie energieeffizient ein Gerät arbeitet. Es ermöglicht auf einen Blick verschiedene Geräte innerhalb einer Gerätegruppe zu vergleichen und hilft so bei der Auswahl. Seit seiner Einführung in 1998 hat das EU-Label wesentlich zur Steigerung der Energieeffizienz von Haushaltsgeräten beigetragen. Folglich konnte es dauerhaft für hocheffiziente Produkte keine ausreichende Differenzierung mehr bieten. Eine Überarbeitung wurde notwendig. Seit 20.12.2010 gilt nun europaweit ein neues EU-Label zur Kennzeichnung des Stromverbrauchs von Elektrogeräten.

Das Erscheinungsbild des neuen EU-Labels ist im wesentlichen unverändert geblieben. Es unterteilt wie bisher die Geräte in Effizienzklassen, die zur besseren Orientierung durch Farbbalken gekennzeichnet sind. Die Farbbalken reichen von Dunkelgrün (geringer Stromverbrauch) bis Rot (hoher Stromverbrauch). Die Effizienzklassen (ursprünglich G - A) wurden ein weiteres Mal angepasst. Neu ist auch die Darstellung produktspezifischer Informationen am unteren Rand des Labels, wie z.B. maximale Geräuschentwicklung oder Volumen des Geräts.

Das neue EU-Label betrifft nur die Produktgruppen Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler und Waschmaschinen sowie Fernsehgeräte. Hier wurden neue Effizienzklassen eingeführt.
Für Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler und Waschmaschinen gilt nun A+++ als höchste Effizienzklasse. Zuvor galt für Kühl- und Gefriergeräte A++ und für Geschirrspüler und Waschmaschinen A als höchste Effizienzklasse. Für Fernsehgeräte wurde das Label erstmals verbindlich eingeführt, wobei Geräte mit niedrigem Energieverbrauch zunächst mit der Klasse A gekennzeichnet sind. Die Skala der Effizienzklassen für Fernsehgeräte soll schrittweise um A+ (2014), A++ (2017) und A+++ (2020) erweitert werden. In Vorbereitung ist auch die Auszeichnung weiterer Produktgruppen, wie Staubsauger oder Warmwasserbereiter, mit einem einheitlichen EU-Label.

Für das neue EU-Label gilt eine 12-monatige Übergangsfrist, in der Geräte im Handel, die noch mit dem alten Label ausgezeichnet sind, nicht sofort umetikettiert werden müssen. Spätestens ab 20.12.2011 dürfen dann nur noch Geräte, die mit dem neuen EU-Label versehen sind, in Verkehr gebracht werden.

Wo erfährt man, welche Haushaltsgeräte besonders sparsam sind?
Gerade besonders sparsame Kühlschränke, Wasch- oder Geschirrspülmaschinen werden nicht von allen Geschäften geführt. In der Internet-Datenbank www.ecotopten.de und www.spargeraete.de finden Sie aktuelle Marktübersichten über die stromeffizientesten Geräte.


Wo kann man eine Übersicht stromsparender Geräte aus der Büro- und Unterhaltungselektronik finden?
Auf www.office-topten.de bietet die Deutsche Energie Agentur (dena) eine Datenbank mit den energieeffizientesten Computern am Markt.

Auf der Webseite des Labels Blauer Engel können Sie gezielt nach klimaschonenden Geräten suchen.


Wie sieht der Stromverbrauch von Kleingeräten aus?
Der Energieverbrauch von vielen kleineren Elektrogeräten addiert sich im Durchschnitt zu stattlichen 20% des Haushaltstroms. Die entscheidende Frage ist, ob Kleingeräte, wie ein Handmixer, wirklich benötigt werden, eventuell sogar energiesparend, wie zum Beispiel der Wasserkocher, oder ob die kleinen „Helfer“ schlichtweg überflüssig sind und nur Stauraum und Strom vergeuden, wie Brotschneidemaschine, Nasenhaartrimmer, elektrischer Dosenöffner und Tischstaubsauger.


Wie groß ist der Stromverbrauch durch Stand-by?
Die Jahresproduktion zwei größerer Atom- oder Kohlekraftwerke entspricht den Leerlaufverlusten deutscher Haushalte und Büros, insgesamt 20,5 Milliarden Kilowattstunden im Jahr. Dabei lassen sich die Verluste durch Stand-by leicht eliminieren: Den Stecker des heimlichen Stromfressers ziehen, oder eine schaltbare Steckdose bzw. Steckdosenleiste anschaffen. Selbst wenn Geräte scheinbar ausgeschaltet sind, verbrauchen sie noch Strom, wenn der Schalter den Stromkreis nicht zwischen der Steckdose und dem Netzteil sondern erst dahinter im Gerät unterbricht. Mit einem Strommessgerät lassen sich diese heimlichen Stromfresser entlarven.


Verbraucht ein Computer viel Strom, wenn man ihn eingeschaltet lässt, ohne daran zu arbeiten?
Benutzt man einen Computer längere Zeit nicht, gibt es zwei Alternativen: Den Stand-by-Modus und den Ruhezustand.

Im Stand-by-Modus werden viele Komponenten, zum Beispiel Monitor und Festplatten abgeschaltet, die Hauptstromversorgung bleibt jedoch bestehen und die Daten bleiben im Arbeitsspeicher. Der Vorteil: Das System ist auf Tastendruck sofort wieder da. Der Nachteil: Bei einem Stromausfall sind sämtliche nicht gespeicherten Daten verloren, zudem verbraucht der Rechner weiterhin relativ viel Strom. Daher eignet sich der Stand-by-Modus nur für kurze Abwesenheiten.

Im Ruhezustand dagegen wird der gesamte Inhalt des Arbeitsspeichers in einer Container- Datei auf der Festplatte gespeichert, danach wird der Rechner ausgeschaltet. Vorteil gegenüber dem Herunterfahren: Das Hochfahren geht deutlich schneller, außerdem finden Sie das System in dem Zustand wieder vor, in dem Sie es zuletzt benutzt haben. Manche Rechner verbrauchen im Ruhemodus allerdings noch geringfügig Strom.


Ist die neue Generation der Fernsehgeräte sparsamer geworden?
Je größer die Bildschirmdiagonale desto mehr Strom verbraucht ein Fernsehgerät in der Regel. Plasma-Fernseher verbrauchen oft mehr als Röhren- oder LCD-Modelle. Da es bei Fernsehgeräten noch keine normierte Kennzeichnungspflicht gibt, muss im Laden gezielt nach dem Stromverbrauch gefragt werden. Es lohnt sich auch, anhand von Produktunterlagen des Herstellers verschiedene Modelle miteinander zu vergleichen. Beim Kauf eines neuen Fernsehers sollte man auch auf einen richtigen Ausschalter achten. Einige Geräte verfügen über eine Auto-Power-Off-Funktion und schalten sich nach einer vorgegebenen Zeit automatisch ab. Mit einem energieeffizienten Fernseher lassen sich pro Jahr über hundert Euro sparen.


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