FAQs Stromsparen
Fragen & Antworten – Strom sparen und Klima
schützen
Mit jeder Kilowattstunde
Strom, die
eingespart wird, werden in Deutschland bei Bezug von konventionellem
Strom durchschnittlich 600 Gramm weniger Kohlendioxid in die Luft
geblasen. Das ist gut für das Klima, aber auch für
den
Geldbeutel.
Übrigens: Ein
Wechsel zu Ökostrom reduziert die CO2-Emissionen um weitere 90
Prozent.
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Der
hohe Energieverbrauch erwärmt das Weltklima und führt
zu intensiveren Wetterkatastrophen.
Jeder kann Energie sparen. Foto: Archiv
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Wie findet man
Stromfresser?
Den Stromverbrauch eines Gerätes findet man leicht mithilfe
eines
handlichen Strommessgeräts heraus. Solche Messgeräte
werden
beispielsweise von vielen Stromanbietern und den Verbraucherzentralen
kostenlos verliehen.
Der Preis eines Messgeräts liegt je nach Modell zwischen 10
und 50
Euro. Das Gerät wird zwischen Steckdose und Stromverbraucher
gesteckt. Der Stromtarif kann eingegeben werden. Angezeigt werden dann
Stromverbrauch und -kosten.
Wo erfährt man,
welche Haushaltsgeräte besonders sparsam sind?
Gerade besonders sparsame Kühlschränke, Wasch- oder
Geschirrspülmaschinen werden nicht von allen
Geschäften
geführt. Durch die folgenden Internet-Datenbanken
können Sie
Ihren Rechercheaufwand reduzieren:
www.ecotopten.de
und
www.spargeraete.de
Was bedeuten die
Energie-Effizienz-Klassen?
Neue Haushaltsgroßgeräte wie
Kühlschränke und
Waschmaschinen müssen seit 1998 mit dem EU-Label ausgezeichnet
werden. Auf dem Label ist unter anderem die Energieeffizienz des
Gerätes gekennzeichnet. Die Klasse A steht für
niedrigen, die
Klasse G dagegen für sehr hohen Verbrauch.
Vor allem Kühl- und Gefriergeräte wurden in den
letzten
Jahren wesentlich effizienter. Deshalb werden besonders energiesparende
Geräte mit den Energieeffizienzklassen A+ und A++
ausgezeichnet.
Gegenüber der Klasse A verbrauchen vergleichbare
Geräte der
Klasse A++ nur noch etwa halb soviel Strom.
Damit es für die Verbraucherinnen und Verbraucher wieder
übersichtlicher wird, wird die EU bis 2012 die
Effizienzklassen
neu festlegen. Bis 2012 wird auch der „Blaue Engel“
energieeffiziente und klimafreundliche Haushaltsgeräte
kennzeichnen. Für etwa 100 Produktgruppen werden dann auch
entsprechende Vergabegrundlagen entwickelt sein.
Strom sparen beim Kühlen
Wie kann beim
Kühlen und Gefrieren Strom gespart werden?
Kühl- und Gefriergeräte sind für rund 1/5
des
Stromverbrauchs in privaten Haushalten verantwortlich. Da sie Tag und
Nacht in Betrieb sind, ist es hier besonders wichtig, auf einen
energiesparenden Einsatz zu achten. Das fängt schon bei der
Kaufentscheidung an.
Wie viel Stromkosten
können eingespart werden, wenn man ein Kühl- und
Gefriergerät der Klasse A statt B kauft?
Der Stromverbrauch eines Gerätes der Klasse B ist etwa doppelt
so
hoch wie der eines Gerätes der Klasse A+. Rechnet man den
Verbrauch auf sechs Jahre hoch, so kann man über 200 Euro an
Stromkosten einsparen.
Beispiel: Ein
Kühl- und
Gefriergerät der Klasse B (250 l) verbraucht im Jahr
ungefähr
400 kWh. Ein Gerät der Klasse A+ der gleichen
Größe
verbraucht 200 kWh. Daraus ergibt sich eine Einsparung von ca. 200 kWh,
was bei einem Strompreis von 18 Cent/ kWh 36 Euro jährlich
entspricht.
Worauf ist bei einem
Neukauf zu achten?
Über einen Vergleich der jeweiligen Verbrauchsangaben
lässt
sich das sparsamste Gerät identifizieren. A++ Geräte
verbrauchen bis zu 45 Prozent weniger Energie als Geräte der
Klasse A. Ein A++ Gerät ohne No-Frost-Funktion, bei dem mit
einem
Mehrverbrauch von ungefähr 30 Prozent durch Vereisung und
Abtauen
zu rechnen ist, weist trotzdem einen geringeren Energieverbrauch auf
als Geräte der Klasse A+ mit Froststopp. Es ist also in jedem
Fall
ratsam, sich für ein Gerät der Klasse A++ zu
entscheiden
– der höhere Anschaffungspreis amortisiert sich
durch den
geringeren Energieverbrauch.
Worin unterscheiden sich
Kühlschrank, Kühl-Gefrier-Kombination mit Sternefach,
Gefrierschrank und Gefriertruhe?
Kühlschränke ohne ein Sternegefrierfach verbrauchen
rund ein
Drittel weniger Energie. Wenn es der Platz zulässt, kann auf
kombiniertes Kühlen und Gefrieren verzichtet werden. Eine
Gefriertruhe ist zu bevorzugen, denn sie verbraucht bei gleichem
Nutzvolumen 12% weniger Strom als ein Gefrierschrank.
Beeinflusst der Standort
eines Kühl- oder Gefriergerätes den Energieverbrauch?
Kühlgeräte sollten an einem kühlen
Plätzchen
stehen, also nicht neben Geräten, die Wärme
abstrahlen, wie
Spülmaschine, Heizkörper oder Herd. Direkte
Sonneneinstrahlung sollte ebenfalls vermieden werden. Ist dies
unumgänglich, dann empfiehlt sich die Dämmung der
Seitenwände des Gerätes zum Beispiel mit Styropor.
Die
Kühlschrankrückseite (Wärmetauscher) sollte
mindestens 5
cm von der Wand entfernt stehen, so dass die Luft frei zirkulieren
kann. Eine regelmäßige Reinigung der
Rückseite
verringert zusätzlich den Energieverbrauch Ihres
Kühlschrankes, da eine Staubschicht isolierend wirkt.
Welche
Kühlraumtemperatur ist optimal für Lebensmittel und
Stromrechnung?
Eine durchschnittliche Kühlschrank-Innentemperatur von
7°C
reicht für das Frischhalten von Lebensmitteln aus. Ein
spezielles
Eis- und Kühlschrankthermometer gibt es schon ab 2 Euro im
Handel,
ist in den neueren Modellen aber auch teilweise schon integriert. Eine
richtige Lebensmittellagerung ist entscheidend für die
optimale
Ausnutzung der aufgebrachten Energie, da die Temperatur im
Kühlraum nicht einheitlich ist. Oben: Käse; Mitte:
andere
Milchprodukte wie Quark und Sahne; Unten Glasplatte: leicht
Verderbliches wie Wurst und Fleisch; Unten im Schubfach: Obst und
Gemüse; Tür: Eier, Butter und Getränke. In
Gefrierschränken liegt die optimale Temperatur bei
-18°C
– auch dies lässt sich mit einem Thermometer
kontrollieren.
Heimisches Tiefkühlgemüse hat viermal so viel Energie
verbraucht wie ihre frischen Artgenossen, aber immer noch weniger als
importierte Gewächshausware aus dem Ausland.
Wie kann der
Stromverbrauch noch gedrosselt werden?
Langes und häufiges Öffnen des Kühlschrankes
oder
Gefriergerätes sollte vermieden werden. Warme Speisen sollte
man
erst draußen auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
Wenn man
Gefrorenes langsam im Kühlschrank auftauen lässt,
nützt
man den Kälteaustausch optimal. Vereiste
Gefrierfächer sind
Stromfresser und jeder Millimeter Eisschicht lässt den
Stromverbrauch ansteigen – regelmäßiges
Abtauen oder
No-Frost Geräte schaffen Abhilfe.
Strom sparen beim Waschen
Stimmt es, dass eine
halbvolle Maschine auch halb so viel Energie und Wasser verbraucht?
Nein. Der Stromverbrauch eines älteren Modells ist in den
meisten
Fällen unabhängig von der Füllmenge und auch
bei einer
modernen Maschine mit Mengenautomatik wird beim ½ -
Sparprogramm
mit halber Füllung nur rund ein Drittel und nicht etwa die
Hälfte an Energie gespart. Egal wie alt oder neu die
Waschmaschine
ist, es lohnt sich immer, die Trommel voll zu machen. Dasselbe gilt
auch für den Wäschetrockner.
Verbraucht ein
Wäschetrockner wirklich soviel Strom?
Ja. Wäschetrockner haben einen extrem hohen Energieverbrauch.
Deshalb werden sie meistens der Energie-Effizienz-Klasse C zugeordnet.
Eine vierköpfige Familie muss mit Stromkosten von ca. 150 Euro
pro
Jahr rechnen. Einmal Wäschetrocknen (Klasse C) verbraucht rund
viermal so viel Strom wie einmal Wäschewaschen (Klasse A), und
dreimal so viel Strom wie ein Waschgang im Geschirrspüler
(Klasse
A).
Beispiel: Um 5 kg
Wäsche
schranktrocken zu bekommen, braucht ein Wäschetrockner ca. 3,5
kWh
Strom. Bei wöchentlich bis zu fünf-maliger Benutzung
kann
sich das auf etwa 900 kWh bzw. 160 Euro im Jahr summieren.
Wie ist das Trocknen der
Wäsche am energieeffizientesten?
Die gute alte Wäscheleine ist garantiert Kohlendioxid-neutral
und spart Stromkosten!
Wenn auf den Wäschetrockner nicht verzichtet werden kann, sind
folgende Tipps zu beachten: Es ist von Vorteil die Wäsche nach
Material, Dicke und Größe zu sortieren, denn der
einheitlichere Trockenverlauf reduziert die gesamte Trockenzeit. Eine
Abschaltautomatik beugt dem Übertrocknen der Wäsche
vor und
spart gleichzeitig Strom.
Gut geschleudert ist halb getrocknet. Deshalb ist auf eine hohe
Schleuderzahl der Waschmaschine zu achten. 1200 bis 1400 Umdrehungen in
der Minute gelten als ideal. Das volle Flusensieb des
Wäschetrockners sollte geleert werden, um Laufzeit und Energie
einzusparen.
Nicht jedes Wäschestück muss gebügelt
werden. Es lohnt
sich aber die Bügelwäsche nach
Bügeltemperatur
vorzusortieren und mit der niedrigsten zu beginnen.
Strom sparen beim Kochen
Welcher Herd verbraucht
am wenigsten Strom?
Mit einem Anschlusswert von 8 bis 10 kW ist ein Elektroherd der
größte Stromfresser unter den
Haushaltsgeräten. Ein
moderner Gasherd benötigt halb so viel Energie wie ein
strombetriebener Herd. Wenn ein Gasanschluss vorhanden ist, lohnt sich
ein Gasherd, denn der etwas höhere Anschaffungspreis ist
schnell
wieder reingeholt. Gas ist zudem schneller und besser regulierbar.
Es gibt auch Kombi-Herde, so dass sich der Herd praktisch an wechselnde
Kochvorhaben anpasst.
Ein Glaskeramikkochfeld ist im Vergleich zu den klassischen
Gusseisenplatten 10 bis 20% effizienter. Eine Induktionskochplatte
verfügt über die beste Energieausnutzung, das
Glaskeramikfeld
bleibt kalt und die Wärme wird nur im Topf selbst erzeugt. In
unmittelbarer Nähe ist das Magnetfeld allerdings relativ hoch.
Außerdem werden spezielle Induktionskochtöpfe
benötigt.
Spielt die Wahl des
Topfes eine Rolle im Energieverbrauch?
Ist die Herdplatte nur ein bis zwei Zentimeter
größer als
der darauf stehende Topf, gehen rund 20% der Energie verloren. Deshalb
sollten Töpfe und Pfannen passend zur Kochstelle
ausgewählt
werden. Der Topf- beziehungsweise Plattenboden sollte eben sein, damit
der Kontakt zur Platte lückenlos ist. Ein gut
schließender
Deckel ist wichtig, damit möglichst wenig Dampf entweicht und
die
Energie optimal genützt wird. Mit dem Schnellkochtopf
können
bis zu 70% Zeit und 60% Strom eingespart werden - bei großen
Mengen und langer Gardauer lohnt es sich besonders. Als Schmankerl
bleiben so auch noch besonders viele Vitamine und Mineralien erhalten.
Wann soll der Herd am
Besten ausgeschaltet werden?
Da die klassische Kochplatte eine hohe Speicherkapazität
besitzt,
kann der Herd frühzeitig abgeschaltet und die
Restwärme
genützt werden. Bei Körnern und Reis genügt
es, wenn
nach wenigen Minuten Kochen die Platte abgeschaltet, und dann bei
geschlossenem Deckel 20 bis 30 Minuten fertig gegart wird.
Hülsenfrüchte kann man einfach vorquellen lassen und
so die
Garzeit verkürzen.
Welche Funktionen sollte
ein neuer Backofen aufweisen?
Generell verbraucht ein herkömmlicher Backofen 25 Prozent mehr
Strom als einer mit Umluftfunktion. Bei einer Neuanschaffung sollten
ausschließlich Backöfen der Klasse A
gewählt werden.
Außerdem sollte auf ein möglichst geringes Volumen
sowie auf
die Angabe des Stromverbrauchs pro Nutzung (normiert auf Temperatur pro
Zeiteinheit) geachtet werden.
Ist Vorheizen des
Backofens wirklich nötig?
Vorheizen des Backofens ist in den seltensten Fällen unbedingt
nötigt - 20% Energie können so eingespart werden.
Bevorzugt
sollten dunkle Backformen und –bleche aus Metall oder
Edelstahl
verwendet werden, da sie die Wärme besser aufnehmen als helle
Keramikgefäße. Zur Kontrolle sollte man besser durch
das
Sichtfenster schauen anstatt die Ofenklappe zu öffnen, da die
warme Luft schnell entweicht und dann neu erwärmt werden muss.
Backofen oder Herd?
– Das ist hier die Frage.
Ein Backofen braucht bis zu viermal soviel Energie wie eine
herkömmliche Kochstelle. Wenn möglich ist der Herd
dem Ofen
vorzuziehen. Zum Aufbacken kann z.B. ein Toaster benützt
werden.
Helfen Wasserkocher den
Stromverbrauch zu senken?
Ein elektrischer Wasserkocher ist dem Erhitzen auf dem Herd
vorzuziehen, da die Energie direkt genützt wird. Dabei sollte
immer nur soviel Wasser erhitzt werden, wie gerade benötigt
wird.
Strom sparen beim Spülen
Wie viel kann beim Kauf
einer Spülmaschine der Klasse A statt B eingespart werden?
Beim Kauf einer typischen Spülmaschine der Klasse A statt B
kann
eine Familie 20 Euro jährlich an Stromkosten einsparen.
Beispiel: Eine
Spülmaschine der
Klasse B verbraucht 1,24 kWh pro Spülvorgang. Wird die
Maschine
bei einem 4-Personen-Haushalt fünfmal die Woche angeschaltet,
so
verbraucht sie im Jahr 322,4 kWh. Eine Spülmaschine der Klasse
A
dagegen verbraucht nur 208 kWh. Es werden 20 Euro jährlich
gespart.
Wie kann man beim
Spülen Energie sparen?
Eine Spülmaschine ist um ein Vielfaches sparsamer als von Hand
spülen. Vorspülen des Geschirrs, bevor es in den
Geschirrspüler geräumt wird, ist unnötig.
Grobe
Essensreste zu entfernen, reicht vollkommen aus, und bei fest
geschlossener Tür trocknen Speisereste auch nicht an.
Grundsätzlich gilt natürlich: erst Anstellen, wenn
die
Maschine voll ist.
Wie sieht der
Stromverbrauch von Kleingeräten aus?
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Foto:
Ulrich-Raithel
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Der Energieverbrauch von vielen kleineren Geräten,
wie
Kaffeemaschine, elektrische Zahnbürste, Handmixer und Co. in
unseren Häusern addiert sich im Durchschnitt zu stattlichen
20%
des Haushaltstroms. Die entscheidende Frage ist, ob
Kleingeräte,
wie ein Handmixer, wirklich benötigt werden, eventuell sogar
energiesparender sind wie am Beispiel des Wasserkochers oder ob die
kleinen „Helfer“ schlichtweg
überflüssig sind und
nur Stauraum und Strom vergeuden, wie Brotschneidemaschine,
Nasenhaartrimmer, elektrischer Dosenöffner und
Tischstaubsauger.
Wie groß ist
der Stromverbrauch durch Stand-by?
Die Jahresproduktion zwei größerer Atom- oder
Kohlekraftwerke entspricht den Leerlaufverlusten deutscher Haushalte
und Büros, insgesamt 20,5 Milliarden Kilowattstunden im Jahr.
Dabei lassen sich die Verluste durch Stand-by leicht eliminieren: Den
Stecker des heimlichen Stromfressers ziehen, oder eine schaltbare
Steckdose bzw. Steckdosenleiste anschaffen. Selbst wenn Geräte
scheinbar ausgeschaltet sind, verbrauchen sie noch Strom, wenn der
Schalter den Stromkreis nicht zwischen der Steckdose und dem Netzteil
sondern erst dahinter im Gerät unterbricht. Mit einem
Strommessgerät lassen sich diese heimlichen Stromfresser
entlarven.
Was ist der Vorteil von
Steckdosenleisten?
Bei einer Steckdosenleiste können mehrere Geräte
angeschlossen werden, die mit einem Schalter an- und ausgestellt
werden. Wenn man den Ausschaltknopf betätigt, wird allen
Geräten gleichermaßen der Strom entzogen. Dazu
gehören
also auch Geräte, die im Aus-Zustand noch Strom ziehen
würden. Für den Bürobetrieb gut geeignet
sind
Master-Slave-Steckdosenleisten. Diese sind zwar praktisch zu bedienen,
aber der sogenannte Master bleibt immer am Strom angeschlossen.
Für Umweltbewusste und den Hausgebrauch sind die
Einschaltleisten
ökologisch und ökonomisch die bessere Lösung.
Wo kann man eine
Übersicht stromsparender Geräte aus der
Büro- und Unterhaltungselektronik finden?
In der tagesaktuellen Online-Übersicht der "Gemeinschaft
Energielabel Deutschland" (ein Zusammenschluss von
Umweltverbänden
und Energieagenturen)
Verbraucht ein Computer
viel Strom, wenn man ihn eingeschaltet lässt, ohne daran zu
arbeiten?
Auch im Ruhezustand verbraucht ein PC fast soviel Strom, wie wenn er
benutzt wird. Der Monitor schaltet sich zwar in den Stand-by Modus, die
anderen Bestandteile aber laufen weiter. Der Anschlusswert eines
typischen Computers liegt bei 100 - 200 Watt. Bei einer
längeren
Pause lohnt sich das konsequente Abschalten. Die
Gerätelebensdauer
wird dadurch nicht verkürzt, wie häufig vermutet.
Beispiel: Ein Computer
mit 150 Watt
Anschlussleistung läuft jeden Tag drei Stunden, ohne dass er
benutzt wird. In dieser Zeit verbraucht er 0,45 kWh. Mit dieser Energie
könnte ein kleines Zimmer etwa einen Tag lang mit einer
Energiesparlampe (20 Watt) beleuchtet werden.
Ist die neue Generation
der Fernsehgeräte sparsamer geworden?
Je
größer die Bildschirmdiagonale, je höher
die
Auflösung und je ausgefeilter die Technik, desto mehr Strom
verbraucht ein Fernsehgerät in der Regel. Plasma-Fernseher
verbrauchen oft mehr als Röhren- oder LCD-Modelle. Da es bei
Fernsehgeräten noch keine normierte Kennzeichnungspflicht
gibt,
muss im Laden gezielt nach dem Stromverbrauch gefragt werden. Es lohnt
sich auch, anhand von Produktunterlagen des Herstellers verschiedene
Modelle miteinander zu vergleichen. Beim Kauf eines neuen Fernsehers
sollte man auch auf einen richtigen Ausschalter achten. Einige
Geräte verfügen über eine
Auto-Power-Off-Funktion und
schalten sich nach einer vorgegebenen Zeit automatisch ab.
Worin
unterscheiden sich normale Glühbirnen von Energiesparlampen?
Energiesparlampen haben eine etwa zehn Mal höhere Lebensdauer
als
Glühbirnen. Glühbirnen benötigen
für die gleiche
Lichtmenge zudem fünfmal soviel Strom wie eine
Energiesparlampe.
Es lohnt sich beim Kauf einer Energiesparlampe auf Markenprodukte zu
setzen. Diese halten rund 10.000 Stunden (bei täglich drei
Stunden
Brenndauer mehr als zehn Jahre), zehnmal länger als
Glühbirnen.
Beispiel: Für
eine Betriebsdauer von 10.000
Stunden werden 10 Glühbirnen zum Anschaffungspreis von
insgesamt
10 Euro benötigt. Bei Verwendung von 60 Watt
Glühbirnen
fallen dann Stromkosten von 120 Euro an. Entschließt man sich
statt dessen zu einer Energiesparlampe gleicher Helligkeit zum
Anschaffungspreis von 5 Euro, dann fallen für die gleiche
Brenndauer 22 Euro Stromkosten an. Die Einsparung beträgt 103
Euro
oder 294 kg CO2 bei Bezug von konventionellem Strom.
Energiesparlampen
haben den Schönheitsfehler, dass sie Quecksilber enthalten.
Deshalb müssen sie unbeschädigt der geordneten
Entsorgung
oder einem Recycling zugeführt werden. Die Lampen
müssen am
Wertstoff- oder Recyclinghof abgegeben werden.
Ein neues Leuchtwunder,
Leuchtdioden (LED), erobern langsam den Wohnbereich. LED-Modelle
liefern die gleiche Helligkeit wie Glühlampen,
benötigen
jedoch nur ein Zehntel der Energie und halten sogar 50.000 Stunden.
Selbst Energiesparlampen haben im Vergleich zu LEDs schlechtere Karten.
LEDs enthalten zudem kein Quecksilber und sind leicht zu recyceln.
Allerdings wird es noch etwa zwei Jahre dauern bis die LEDs marktreif
sind und so angeboten werden können, dass sie in die
üblichen
Fassungen passen.
Für welchen Akku
soll man sich entscheiden?
NiMH
(Nickel-Metallhybrid)-Akkus sind vorteilhafter als NiCd
(Nickel-Cadmium)-Akkus, denn sie sind deutlich umweltfreundlicher,
haben eine längere Lebensdauer und sind nur unwesentlich
teurer.
Akkus und Batterien dürfen auf keinen Fall im
Hausmüll
landen. Sie müssen bei Wertstoffhöfen oder im Handel
zurückgegeben werden. Generell gilt, dass Akkus wesentlich
umweltfreundlicher sind als Batterien, da sie mehrmals verwendet werden
können. Die Kosten für die Anschaffung eines
Ladegerätes
sind schnell wieder reingeholt.
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