Fragen & Antworten - StromsparenWichtigstes Argument zum Energiesparen ist neben dem Geldsparen der hohe Kohlendioxid-Ausstoß bei der Stromerzeugung und damit der zunehmende Treibhauseffekt. Mit jeder Kilowattstunde gespartem Strom aus deutscher Durchschnittsproduktion werden rund 600 Gramm weniger Kohlendioxid in die Luft geblasen.  Der hohe Energieverbrauch erwärmt das Weltklima und führt zu intensiveren Wetterkatastrophen. Jeder kann Energie sparen. Foto: Archiv
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Was bedeuten die Energie-Effizienz-Klassen? Neue Haushaltsgroßgeräte wie Kühlschränke und Waschmaschinen müssen seit 1998 mit dem EU-Label ausgezeichnet werden. Auf dem Label ist unter anderem die Energieeffizienz des Gerätes gekennzeichnet. Die Klassen A, bzw. A+ und A++ stehen für niedrigen Energieverbrauch, die Klasse G dagegen für sehr hohen Verbrauch. Mit diesem Label möchte die europäische Union den Verkauf von energiesparsamen Haushaltsgeräten unterstützen. Wie viel Stromkosten können eingespart werden, wenn man ein Kühl- und Gefriergerät der Klasse A statt B kauft? Kühl- und Gefriergeräte verbrauchen viel Strom, weil sie 24 Stunden am Tag in Betrieb sind. Ein Gerät der Klasse A+ allerdings verbraucht nur rund die Hälfte wie ein Gerät der Klasse B. Rechnet man den Verbrauch auf sechs Jahre hoch, so kann man über 200 Euro an Stromkosten einsparen. Beispiel: Ein Kühl- und Gefriergerät der Klasse B (250 l) verbraucht im Jahr ungefähr 409 kWh. Ein Gerät der Klasse A+ mit der gleichen Größe verbraucht 212 kWh. Daraus ergibt sich eine Einsparung von ca. 200 kWh, was bei einem Strompreis von 17 Cent/ kWh 35 Euro entspricht. Wie viel kann bei einem Kauf einer Spülmaschine der Klasse A statt B eingespart werden? Beim Kauf einer typischen Spülmaschine der Klasse A statt B kann eine Familie 20 Euro jährlich an Stromkosten einsparen. Beispiel: Eine Spülmaschine der Klasse B verbraucht 1,24 kWh pro Spülvorgang. Wird die Maschine bei einem 4-Personen-Haushalt fünf mal die Woche angeschaltet, so verbraucht sie im Jahr 322,4 kWh. Eine Spülmaschine der Klasse A dagegen verbraucht nur 208 kWh. Es werden 20 Euro jährlich gespart. Eine Kilowattstunde Strom reicht z.B. für: • 70 Tassen Kaffee kochen • Sieben Stunden fernsehen • Einen Tag Kühlschrank nutzen • Einen Kuchen backen • 15 Hemden bügeln • Ein Mittagessen für vier Pers. kochen • Eine Maschine Wäsche waschen • 90 Std. Licht einer Sparlampe (11 W) • 17 Std. Licht einer Glühlampe (60 W) • 40 Std. Musik hören (25 W) Um diese Kilowattstunde herzustellen, müssen Sie z.B. auf einem Hometrainer 10 Stunden lang strampeln. |
Verbraucht ein Wäschetrockner wirklich soviel Strom? Ja. Wäschetrockner werden meistens der Energie-Effizienz-Klasse C zugeordnet, weil sie einen extrem hohen Energieverbrauch haben. Bei einer Familie betragen die Stromkosten ca. 150 Euro pro Jahr. Einmal Wäschetrocknen (Klasse C) verbraucht rund vier mal so viel Strom wie einmal Wäschewaschen (Klasse A), und drei mal so viel Strom wie ein Geschirrspüler (Klasse A). Beispiel: Um 5 kg Wäsche schranktrocken zu bekommen, braucht es ca. 3,5 kWh. Bei wöchentlich fünf-maliger Benutzung des Wäschetrockners werden 900 kWh bzw. 150 Euro im Jahr verbraucht. Wo erfahre ich vor dem Neukauf, welche Haushaltsgeräte besonders sparsam sind? Gerade besonders sparsame Kühlschränke, Wasch- oder Geschirrspülmaschinen werden nicht von allen Geschäften geführt. Durch die folgende Internet-Datenbank können Sie Ihren Rechercheaufwand reduzieren: http://www.spargeraete.de Worin unterscheiden sich normale Glühbirnen von Energiesparlampen? Energiesparlampen haben eine etwa zehn mal höhere Lebensdauer als Glühbirnen. Glühbirnen benötigen für die gleiche Lichtmenge zudem fünf mal soviel Strom wie eine Energiesparlampe. Mit einer Energiesparlampe kann man ca. 10 bis 20 Euro Stromkosten pro Jahr einsparen. 1. Beispiel: Im Flur wird eine 100 Watt-Glühbirne gegen eine 20 Watt-Energiesparlampe ausgetauscht. Bei einer Brenndauer von fünf Stunden täglich, werden 150 kWh oder 22 Euro im Jahr gespart. Energie (kWh) = Leistung (Watt) x Zeit (h) / 1000 2. Beispiel: Im Wohnzimmer werden fünf Glühbirnen (100 Watt) gegen Energiesparlampen (20 Watt) ausgewechselt. Die Lampen brennen sieben Stunden am Tag. Somit werden 1022 kWh oder 175 Euro im Jahr gespart. Verbraucht ein Computer viel Strom, wenn ich ihn eingeschaltet lasse, aber nicht an ihm arbeite? Ja. Auch im Ruhezustand verbraucht ein PC fast soviel Strom, als wenn er benutzt wird. Der Monitor schaltet sich zwar in den Stand-by Modus, die anderen Bestandteile aber laufen weiter. Der Verbrauch eines typischen Computers liegt bei 100 - 200 Watt. Beispiel: Ein Computer mit 150 Watt läuft jeden Tag drei Stunden, ohne dass er benutzt wird. In dieser Zeit verbraucht er 0,45 kWh. Mit dieser Energie könnte ein kleines Zimmer 24 Stunden lang mit einer Energiesparlampe (20 Watt) beleuchtet werden.
 Der hohe Energieverbrauch erwärmt das Weltklima und führt zu intensiveren Wetterkatastrophen. Jeder kann Energie sparen. Foto: Ulrich-Raithel
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Stimmt es, dass ein Fernseher selbst im Stand-by Modus viel Energie verbraucht? Schaltet man den Fernseher nicht direkt am Gerät ab, sondern nur über die Fernbedienung, so wechselt er in den Stand-by Modus. In dieser Zeit verbraucht er ein bis zehn Watt. Bei neueren Geräten rechnet man dafür ein Euro, bei älteren Geräten sogar bis zu zehn Euro im Jahr. Auch andere Haushaltsgeräte wie der DVD-Spieler, die Hifi-Anlage, der PC, der Drucker, und die schnurlosen Telefone sind ständig im Stand-by Betrieb. Das summiert sich bei einem üblichen Haushalt auf ca. 70 Euro im Jahr. Alle Haushalte bundesweit verbrauchen für ihren Stand-by Betrieb soviel Energie wie ein Atomkraftwerk produziert. Verbrauchen manche Geräte auch im ausgeschalteten Zustand Strom? Ja. Bei den meisten elektronischen Geräten kann man diesen "heimlichen" Stromverbrauch feststellen. Es ist allerdings kaum zu erkennen, dass die Geräte nicht wirklich ausgeschaltet sind, sondern nur in den Stand-by Modus wechseln. Beispiel: Ein typischer Computer z.B. verbraucht im ausgeschalteten Zustand ungefähr 5 Watt. Zieht man eine Jahresbilanz, so kostet allein der Stromverbrauch des Computers im ausgeschalteteten Zustand fünf Euro. Wo finde ich eine Übersicht stromsparender Geräte aus der Büro- und Unterhaltungselektronik? In der tagesaktuellen Online-Übersicht der "Gemeinschaft Energielabel Deutschland" (ein Zusammenschluß von Umweltverbänden und Energieagenturen). Wie funktioniert eine Master-Slave-Steckdosenleiste? Mit dieser Leiste kann man mit einem Gerät mehrere angesteckte Geräte gleichzeitig vom Stromnetz trennen und damit den Stand-by-Verbrauch ausschalten. Es gibt eine Mastersteckdose und mehrere Slavesteckdosen. Eine Schreibtischlampe wird beispielsweise als Master angeschlossen, der PC und Monitor werden als "Slaves" eingesetzt. Wenn nach dem Herunterfahren des Rechners die Lampe ausgeschaltet wird und somit kein Strom mehr zum Master fließt, stoppt die Steckdosenleiste auch die Stromzufuhr zum PC und Drucker, und sie schalten sich von alleine aus. Anders sieht es aus, wenn der PC als Master fungiert, da er auch im ausgeschalteten Zustand Strom verbraucht. Daher besitzt die Master-Slave-Steckdose einen Empfindlichkeitsregler. Der Regler wird so eingestellt, dass bei den "Slavegeräten" schon dann die Stromzufuhr unterbrochen wird, wenn der Master noch einen Stromverbrauch anzeigt. In diesem Fall würde der Regler auf 10 Watt eingestellt, die Leistung, die der Computer höchstens im ausgeschalteten Modus hat. Wodurch unterscheiden sich Master-Slave-Steckdosenleiste und normale Steckdosenleisten mit Einschaltknopf? Bei der Einschaltleiste können mehrere Geräte angeschlossen werden, die mit einem Schalter an- und ausgestellt werden. Wenn man den Ausschaltknopf betätigt, wird allen Geräten gleichermaßen der Strom entzogen. Dazu gehören also auch Geräte, die im Auszustand noch Strom beziehen würden. Master-Slave-Steckdose sind zwar praktischer zu bedienen, aber der Master bleibt immer an Strom angeschlossen. Für Umweltbewusste sind die Einschaltleisten ökologisch und ökonomisch die bessere Lösung. Verwandte Themen: Wechsel zum Ökostrom Energiesparen im Altbau (Wärmeenergie) Wärmedämmung und Schimmel Regenerative Energien, Klimaschutz und Passivhaus Recyclingpapier Noch Fragen? - Wenden Sie sich an
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