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+++ A K T U E L L +++
Wichtiger Etappensieg für ein gentechnikfreies Europa
Die Bundesregierung und die EU-Kommission wollten an ihren industriefreundlichen Plänen festhalten, die Gentechnik-Gesetzgebung lockern, um Handel und Anbau genmanipulierter Pflanzen weiter voranzutreiben. Der ursprüngliche Plan nationale Anbauverbote umzusetzen, war eine Mogelpackung, die lediglich die Zulassung neuer Genpflanzen in Europa erleichtern sollte.
Doch die EU-Parlamentarier sehen das anders und stimmten am 5. Juli 2011 einem wesentlich geänderten Gesetzesvorschlag zu, wonach die EU-Staaten nun gentechnisch manipulierte Pflanzen verbieten können sollen. Abgestimmt haben die Abgeordneten nun über einen Entwurf mit wesentlichen Änderungen. Zur Durchsetzung nationaler Anbauverbote können zukünftig auch Umweltschutzgründe, volkswirtschaftliche Kosten (sozioökonomische Gründe) und wissenschaftliche Unsicherheiten angeführt werden. Gleichzeitig hat das Parlament die Einführung strikter Haftungsregeln gefordert.
Der umfangreiche Protest vieler Verbraucherinnen und Verbraucher für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Deutschland und Europa hat zu einem Etappensieg geführt. An unserer Online-Protestaktion „Gentechnik-Durchmarsch stoppen!” haben sich 8971 Verbraucherinnen und Verbraucher beteiligt und eine E-Mail an Landwirtschaftsministerin Aigner, Umweltminister Röttgen und die deutschen Mitglieder im EU-Agrarausschuss gesendet. Vielen Dank für die Unterstützung!
+++ Dokumentation der abgeschlossenen Aktion +++
Gentechnik-Durchmarsch stoppen!
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Der neue Gesundheits- und Verbraucher-Kommissar der
Europäischen Union, der Malteser John Dalli, löste im
März gleich mit einer seiner ersten Amtshandlungen
völliges Unverständnis aus. Mit seiner Genehmigung
der BASF-Gentechnik-Kartoffel „Amflora“ ist zum
ersten Mal seit 1998 eine neue Gentechnikpflanze für den Anbau
in Europa zugelassen worden. Noch in diesem Jahr sollen weitere
genmanipulierte Pflanzen in Europa dazu kommen. Gleichzeitig sollen noch vor der Sommerpause die
Zulassungsvoraussetzungen drastisch erleichtert werden. Der Gentechnik
würde damit Tür und Tor geöffnet.
Die Bundesregierung steht hinter der neuen Linie der EU-Kommission. Sie
hat sich die flächendeckende Genkontamination mit
Amflora-Kartoffeln sogar in den Koalitionsvertrag geschrieben. Zwar ist
der Anbau für dieses Jahr gelaufen. Aber wenn wir jetzt nicht
entschiedenen Widerstand zeigen, werden Bayer, BASF, Monsanto, Syngenta
und Co. auch gegen den Willen der Bevölkerung Deutschland und
Europa ab dem nächsten Frühjahr mit ihren
Gentechnikprodukten überschwemmen.
→ Weitere Informationen
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