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genbroschuere
WELTWEITER
WIDERSTAND
Vor mehr als zehn Jahren sind transgene
Pflanzen in der Landwirtschaft
eingeführt worden – und bis heute hat
die Gentechnikindustrie kein einziges
Versprechen eingelöst. Im Gegenteil:
Die Agro-Gentechnik ist ein erhebliches
Risiko für die Gesundheit von
Mensch und Tier, für die Umwelt und
die Ernährungssicherheit. Besonders
katastrophal sind die Konsequenzen
für die Landwirtschaft.
Die Versprechen der Industrie von
höheren Erträgen und Gewinnen für
die Bauern sowie eine Reduktion des
Pestizideinsatzes haben sich nicht erfüllt.
Gentechnik in der Landwirtschaft
hat im Gegenteil gravierende Auswirkungen
auf unsere Umwelt, verschärft
soziale Ungerechtigkeit und macht uns
zu Versuchskaninchen in einem weltweiten
Freilandexperiment. Die Agro-
Gentechnik ist ein völlig überflüssiger
Eingriff in das Ökosystem, der außer
einer Hand voll Großkonzernen niemandem
nutzt.
Auf der ganzen Welt wehren sich
daher Menschen gegen die Einführung
der Agro-Gentechnik. Mit Erfolg: Immer
noch wachsen Gen-Pflanzen nur in wenigen
Ländern, in Europa wollen sich
Hunderte von Regionen zu gentechnikfreien
Zonen erklären, und Monsanto
musste selbst in den USA die Kommerzialisierung
von genmanipuliertem
Weizen aufgeben.
Alternative Züchtungsmethoden beweisen
längst, dass die Visionen der
Gentechniker auch auf konventionellem
Weg erreicht werden können, etwa
durch Rückbesinnung auf traditionelle
Sorten. Statt agroindustriellem Anbau
und Gentechnik fordern Gentechnik-
Gegner eine vielfältige Landwirtschaft,
die Ressourcen schont, keine gesellschaftlichen
Folgekosten verursacht
und in regionale Wirtschaftskreisläufe
eingebunden ist. Dem bäuerlichen und
ökologischen Landbau gehört die Zukunft.
Er schafft Arbeitsplätze und ist
nachhaltig. Er schützt das Klima und
kann den globalen Bedarf an Nahrungsmitteln
decken.
| DAS UMWELTINSTITUT MÜNCHEN
E.V. FORDERT: |
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ein generelles Verbot genmanipulierter Pflanzen und
Tiere |
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ein Verbot der Patentierung von Leben |
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eine ökologisch sinnvolle, sozial gerechte und
nachhaltige
Landwirtschaft
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bis zur Umsetzung des Gentechnikverbots: die
Kennzeichnung von
tierischen Produkten, wenn die Tiere mit genmanipuliertem Futter
gefüttert wurden
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Stand: Juni 2010
Fotos: Umweltinstitut München, Gendreck weg, Kurt Schweizer
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