Umweltinstitut München e.V.
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Betreff: In der Schweiz verboten - in Deutschland erlaubt? Gen-Weizen stoppen

Hallo,

ich habe mich an einer Online-Aktion des Umweltinstituts München gegen einen geplanten Freisetzungsversuch mit genmanipuliertem Weizen beteiligt. Die Universität Rostock will das Freilandexperiment von 2008 bis 2010 an zwei Standorten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern durchführen. Die manipulierten Weizenpflanzen enthalten Resistenzgene gegen das Antibiotikum Ampicillin, Resistenzgene gegen das Unkrautvernichtungsmittel Basta des Pestizidkonzerns Bayer sowie ein Gen, das zur Produktion des so bezeichneten Killerproteins (KP) 4 führt. Dieses soll die Pflanzen resistent gegen Pilzerreger machen.

  • Die Pflanzen wurden an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich entwickelt. Aufgrund der eingebauten Antibiotika-Resistenz wäre der Versuch in der Schweiz allerdings nicht genehmigungsfähig. Altlasten der Risikotechnologie Gentechnik: In der Schweiz verboten - für Deutschland gerade gut genug?

  • Der Sicherheitsabstand zu den nächsten Weizenfeldern soll lediglich 50 Meter betragen. Laut einer aktuellen Studie kreuzen Weizenpflanzen jedoch bis zu 2,7 Kilometer weit aus. Weiträumige gentechnische Verschmutzung wäre daher vorprogrammiert, mit möglicherweise drastischen wirtschaftlichen Folgen.

  • Es gibt eine große Zahl traditionell gezüchteter flugbrandresistenter Weizensorten auf dem Markt. Gentechnische Brandpilzresistenz ist daher so riskant wie unsinnig.

Bitte unterstütze die Aktion, indem Du eine Protestmail gegen den geplanten Freilandanbau an Landwirtschaftsminister Seehofer sendest.

Hier kannst Du aktiv werden:

www.umweltinstitut.org/genweizen2008

Viele Grüße