Nulltoleranz gegen gentechnische Kontamination.
Agro-Industrie arbeitet mit gezielten Unwahrheiten.
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Nulltoleranz bei Futtermitteln Quelle: www.fotolia.de |
In
der Europäischen Union dürfen nicht zugelassene
gentechnisch veränderte
Organismen (GVO) nicht in Verkehr gebracht werden, es gilt die
sogenannte
Nulltoleranz. Werden sie trotzdem in Lebens- und Futtermitteln oder in
Heimtiernahrung gefunden, müssen die Produkte umgehend vom
Markt genommen
werden. Seit über zwei Jahren versucht die Agro-Industrie,
diese Regelung durch
die Festlegung von Grenzwerten zu ersetzen.
Die Konzerne drängen zudem auf
schnelle neue Einfuhrgenehmigungen, denn in der Vergangenheit waren in
Sojalieferungen aus den USA immer wieder Spuren von in der EU nicht
zugelassenen Genmais-Sorten nachgewiesen worden. Daher drohe, so die
Industrie,
vor allem bei Soja ein Futtermittelnotstand. Einfuhrverbote von
Futtermittellieferungen aus den USA würden einen extremen
Anstieg der
Futtermittelpreise nach sich ziehen.
Das
Positionspapier der Umweltverbände macht deutlich:
Die Behauptungen der Agro-Industrie lassen sich nicht belegen. Es ist
vielmehr
der plumpe Versuch, Panik zu erzeugen, um gentechnische Kontaminationen
hoffähig zu machen. So mussten 2009 bis zum Stichtag 15.
Oktober gerade einmal
0,2 Prozent der Sojalieferungen in die EU aufgrund von Verunreinigungen
mit
nicht zugelassenen GVO aus dem Verkehr gezogen werden. Als
Hauptverursacher der
Verunreinigungen gelten die USA.
Obwohl
den europäischen Bauern ausreichend Futtermittel zur
Verfügung stehen, ließ
die Europäische Kommission im Oktober und November vier neue
Genmais-Sorten für
den Import nach Europa zu – ein deutliches
Zugeständnis an die Agrarindustrie
und vor allem an die us-amerikanischen Gentechnik-Konzerne.
Gen-Verunreinigungen in Futtermitteln werden auf diese Weise durch die
Kommission legalisiert.
Das
Umweltinstitut München protestiert anlässlich der
skandalösen Zugeständnisse an die
Agro-Gentechnik-Industrie und fordert: Keine
Schwellenwerte für in der EU nicht zugelassene gentechnisch
veränderte
Organismen! Keine neuen Einfuhrgenehmigungen von weiteren
Genmais-Sorten in
Futtermitteln!
Download: Positionspapier-PDF
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