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Zehn gute Gründe für den Ökolandbau


1.) Bio ist gesünder

Wissenschaftliche Untersuchungen haben bewiesen: Bio-Lebensmittel sind gesünder als konventionelle Lebensmittel. Bio-Obst und -Gemüse enthalten mehr lebenswichtige Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe. Milch, Eier und Fleisch sind reicher an wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Außerdem weisen Bio-Lebensmittel deutlich weniger gesundheitsschädliche Rückstände wie Nitrat, Pestizide und Medikamente auf.


2.) Bio ist natürlich

Konventionelle Lebensmittel täuschen den Verbraucher häufig mit künstlichen Farb- und Aromastoffen über eine mangelnde Qualität des Produktes hinweg. Bio-Lebensmittel haben das nicht nötig. Sie werden so naturbelassen wie möglich verarbeitet. Von über 350 in der EU zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffen sind nur 47 Stoffe für Bio-Lebensmittel erlaubt. Das Risiko für Allergien und Unverträglichkeiten ist damit deutlich geringer.


3.) Bio schützt den Boden und das Wasser

Die biologische Bewirtschaftung von Ackerflächen erhöht die Fruchtbarkeit der Böden und verbessert ihre Struktur. Bodenerosionen und Hochwassergefährdung werden deutlich verringert. Auch die Belastung der Gewässern durch Schadstoffe, wie Pflanzengifte und Nitrat, fällt geringer aus.


4.) Bio fördert die Artenvielfalt

Der Bio-Landbau bevorzugt unterschiedliche, an die lokalen Bedingungen angepasste Pflanzensorten und Tierrassen. Auch in Sachen Artenvielfalt der wilden Tier- und Pflanzenarten hat der Bio-Landbau die Nase vorn. Auf biologisch bewirtschafteten Flächen trifft man 85 Prozent mehr Pflanzen-, 15 Prozent mehr Laufkäfer-, 25 Prozent mehr Regenwurm- und 5 Prozent mehr Vogelarten an.


5.) Bio schützt das Klima

Auf Bio-Höfen werden pro Hektar bis zu 50 Prozent weniger klimaschädliches CO2 emittiert als in konventionellen Betrieben. Diese Tatsache lässt sich auf den Verzicht von mineralischem Dünger und Pestiziden sowie auf den geringeren Einsatz von Kraftfutter zurückführen. Außerdem können biologisch bewirtschaftete Flächen mehr CO2 speichern.


6.) Bio ist frei von Gentechnik

In der Bio-Lebensmittelwirtschaft ist Gentechnik tabu. Anstatt Risikotechnologien zu fördern, entwickelt der Bio-Landbau ganzheitliche Lösungen im Einklang mit der Natur und dem Menschen.


7.) Biotiere haben es besser

Eine artgerechte Haltung mit ausreichend Platz, frischer Luft und Tageslicht trägt im Bio-Landbau zum Wohl der Tiere bei. Schmerzhafte Eingriffe, wie das Kupieren von Schnäbeln und Schwänzen ist verboten. Der artgerechte, nicht rein auf Leistung ausgerichtete Umgang mit den Tieren fördert deren Gesundheit und minimiert den Einsatz von Medikamenten.


8.) Bio macht zufriedener

Bio macht nicht nur Tiere und Pflanzen, sondern auch die Landwirte glücklich. Eine Befragung von 1000 Landwirten in Deutschland hat ergeben: Der Großteil der Bauern ist nach der Umstellung auf Bio zufriedener mit der eigenen Arbeit. Ein großer Vorteil sei vor allem der Verzicht auf gesundheitsschädliche Pestizide .


9.) Bio stärkt die regionale Wirtschaft

Der Biolandbau setzt weniger auf chemische Hilfsmittel, sondern auf mechanische Verfahren und Handarbeit. Das schafft Arbeitsplätze. Außerdem bevorzugen Bio-Landwirte regionale Handelspartner und Vermarktungswege. Hofläden und Wochenmärkte sind typische Orte, an denen Bioprodukte angeboten werden.


10.) Bio bietet Sicherheit

„Bio“ und „Öko“ sind gesetzlich geschützte Begriffe. Nur wenn die Anforderungen der Bioverordnung an das Lebensmittel erfüllt sind, darf es als „Bio“ oder „Öko“ deklariert werden. Staatlich anerkannte und unabhängig Kontrollstellen überprüfen mindestens einmal jährlich das Einhalten der Biostandards.