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Gesunde Lebensmittel

Öko ist einfach besser – für die Tiere, die Umwelt und auch für den Menschen. Zur Qualität ökologisch erzeugter Lebensmittel gibt es zahlreiche Untersuchungen. Neben dem Verzicht auf ungesunde Zusatzstoffe in der Verarbeitung ist auch die höhere Qualität von ökologisch erzeugter Milch, von Bio-Gemüse und Bio-Obst in vielen Fällen belegt. Nicht umsonst sind führende Hersteller von Babynahrung auf Bio umgestiegen.


Weniger Pflanzengifte

Ökologische Lebensmittel enthalten so gut wie keine gesundheitsschädlichen Agrargifte. So fand die Lebensmittelüberwachungsbehörde des Landes Baden-Württemberg 2009 im Durchschnitt bei konventionellem Obst 0,39< und Gemüse 0,36 Milligramm Pestizidrückstände pro Kilogramm. Bei Öko-Erzeugnissen waren es nur 0,002 mg/kg, also etwa 200 mal weniger! Die meisten Restpestizide in Bioware sind auf windbedingte Drift von konventionellen Flächen zurückzuführen. Auch allgemeine Umweltverschmutzung führt zu Rückständen.


Weniger krebserregendes Nitrat

In ökologischem Gemüse ist deutlich weniger Nitrat enthalten. Denn die intensive Stickstoffdüngung in der konventionellen Landwirtschaft führt zu hohen Mengen an Nitrat im Gemüse. Im Körper wird Nitrat zu krebserregenden Nitrosaminen umgebaut.


Keine Gentechnik

Der ökologische Landbau hat mit der risikoreichen Gentechnologie nichts am Hut. Genmanipuliertes Saatgut und Futtermittel sowie Gentechnik in der Verarbeitung von Öko-Lebensmitteln sind tabu. Negative gesundheitliche Folgen der Gentechnik werden somit von vornherein ausgeschlossen. Dennoch ist die Bedrohung durch Gentechnik für die ökologische Landwirtschaft groß, denn kontaminierte Pollen machen vor ökologisch angebauten Flächen nicht halt.


Weniger Zusatzstoffe

Öko-Lebensmittel schmecken natürlich gut. Während bei konventionellen Lebensmitteln künVon über 350 in der EU zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffen sind nur 47 Stoffe für Bio-Lebensmittel erlaubt. Das Risiko von Allergien und Unverträglichkeiten ist damit deutlich geringer.


Mehr gesunde Inhaltsstoffe

Wo „Öko“ draufsteht ist eindeutig mehr drin. Der Verzicht auf Kunstdünger in der Ökolandwirtschaft führt dazu, dass die Pflanzen langsamer reifen und sich mehr gesunde Inhaltsstoffe anreichern können. Untersuchungen haben bewiesen:

  • Mehr Vitamine, vor allem Vitamin C: Die geringe Stickstoffzufuhr im Öko- Landbau führt dazu, dass mehr Vitamine gebildet werden können.

  • Mehr Ballaststoffe, Mineralstoffe und Spurenelemente: Untersuchungen an Äpfeln, Kartoffeln und Zwiebeln zeigten, dass Bio-Ware eine deutlich höhere Menge dieser Stoffe enthält.

  • Mehr sekundäre Pflanzenstoffe: Diese wirken unter anderem anregend auf das Immunsystem, Blutdruck regulierend, Cholesterin senkend und antibakteriell.

  • Mehr Antioxidantien: Flavonoide und andere Polyphenole, wie Resveratrol in Bio-Obst und -Gemüse schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und beugen Krebs vor.

  • Mehr wertvolle Omega-3-Fettsäuren: Milch, Eier und Fleisch von Öko-Tieren, die viel Grünfutter fressen, enthalten mehr positive Fettsäuren, die zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs wichtig sind.

  • Weniger Allergien: Alle Zusatzstoffe, die Pseudoallergien auslösen können, sind bei Öko-Lebensmitteln verboten.

Insgesamt wird auf die meisten Zusatzstoffe, wie Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und Aromen, verzichtet.


Tiere würden Bio kaufen

Weniger Belastung durch Pestizide und Nitrat, mehr Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe: Selbst Tiere greifen lieber zu ökologischen Lebensmitteln, wenn sie die Wahl haben: In einem Versuch im Kopenhagener Zoo suchten sich Affen systematisch die Bio-Bananen aus und aßen sie mitsamt der Schale. Konventionell angebaute Früchte schälten sie zuerst. In Futterwahlversuchen mit Kaninchen, Hühnern und Ratten bevorzugten alle drei Tierarten die Öko-Nahrung.


Regional und frisch

Wo kommt unser Essen her, wie wird es hergestellt und was ist drin? Diese Fragen sind heute wichtiger denn je. Wer ökologische Betriebe und Landwirte kennt, kann viel über ihre Produktionsweise und -bedingungen erfahren. Der direkte Kontakt zu Erzeuger und den verarbeitenden Betrieben ermöglicht Einblicke in die Landwirtschaft, die uns beim Lebensmittelkauf im Supermarkt verborgen bleiben. Kurze Wege vom Erzeuger zum Verbraucher sind die Garantie für frische Lebensmittel, die nicht lange und umweltbelastend transportiert werden müssen. Weniger Abgase durch kürzere Transportwege schonen unser Klima und erhalten Ressourcen für zukünftige Generationen. Den Tieren wird das Leiden auf langen Fahrten zum Schlachthof erspart.

Ein ökologischer Betrieb beschäftigt etwa ein Drittel mehr Menschen als ein konventioneller. Rund 170.000 Menschen leben in Deutschland von „Bio“ – sie arbeiten als Erzeuger, Hersteller, Händler, Dienstleister oder in den Verbänden. Außerdem bevorzugen Öko-Betriebe regionale Handelspartner und Vermarktungsstrategien. Hofläden, Wochenmärkte und Öko-Kisten sind typische Wege, auf denen Bioprodukte angeboten werden. Wer Ökologisches aus der Region einkauft, hilft kleine bäuerliche Betriebe und artenreiche Kulturlandschaften zu erhalten. Wer lokal konsumiert, stärkt die regionale Wirtschaft und schafft zusätzliche Arbeitsplätze. Jeder kann Öko-Bauern vor Ort unterstützen: Achten Sie bei jedem Einkauf auf regional erzeugte Produkte, kaufen Sie Obst und Gemüse der Saison, fragen Sie im Geschäft danach.


Fotos: BLE, Bonn/Dominik Menzler, Thommy Weiss/pixelio 110stefan/pixelio, Jürgen Treiber/pixelio,