Umweltinstitut München e.V.
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Nitrat in Gemüse 

"Gemüsepfanne"

Der Nitratgehalt von Gemüse hängt besonders in der lichtarmen Jahreszeit deutlich von der Sorte und vom Anbauverfahren ab. Nitrat kann im Körper unter bestimmten Bedingungen in Nitrit umgewandelt werden und mit Eiweißstoffen in der Nahrung krebserzeugende Nitrosamine bilden. Durch angepasstes Konsumverhalten kann die Nitrat-Aufnahme deutlich reduziert werden. Besonders wichtig ist dies für Babys und Kleinkinder.

Empfehlungen zum Salat- und Gemüsekauf

  • Saisongemüse kaufen (nitratarm sind im Winter z.B. Kartoffeln, Karotten, alle Kohlsorten, Lauch, Chicoree, Zwiebeln, Sellerie, Endiviensalat, Chinakohl)
  • Bei Blattgemüse wie Spinat oder Kopfsalat können Stiel- und Stengelanteile entfernt werden, weil in ihnen zwei- bis dreimal mehr Nitrat gespeichert wird
  • Produkte möglichst aus regionalem Anbau kaufen, Treibhauswaren meiden
  • Salat und Gemüse aus biologischem Anbau bevorzugen
  • Südländische Gemüse: Trotz niedrigerer Nitratgehalte der konventionellen südländischen Gemüse sollten wegen Pestizidrückständen biologisch angebaute Gemüsesorten bevorzugt werden.
  • Obst ist in der Regel nitratarm
Nitratbelastung der verschiedenen Gemüsearten
Hoher Nitratgehalt (über 1000 mg/kg):Kresse, Spinat (tiefgefroren), Eissalat, Kopfsalat, Rettich, Kohlrabi, Fenchel, Rote Rüben, Radieschen
Mittlerer Nitratgehalt
(500 - 1000 mg/kg):
Endivien, Mangold, Chinakohl, Grünkohl, Knollensellerie, Spinat, Zuccini, Kohlrüben, Petersilienblätter
Niedriger Nitratgehalt
(100 - 500 mg/kg):
Rotkohl, Weißkohl, Blumenkohl, Wirsing, Brokkoli, Chicoree, Karotten, Auberginen, Porree (Lauch), Gurken, Kartoffeln, Hülsenfrüchte (z.B. Erbsen)
Niedriger Nitratgehalt
(unter 100 mg/kg):
Rosenkohl, Schwarzwurzel, Zwiebeln, Spargel, Tomaten, Paprika, Zuckermais, Champignons