Umweltinstitut München e.V.
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Erdbeeren: gesunde Früchte?

"Erdbeernest"

Beim Kauf von Erdbeeren meint man, sich etwas Gutes zu tun. Die roten Früchte aus konventioneller Produktion sind aber mit hoherer Wahrscheinlichkeit mit Pestizidrückständen verunreinigt. Alle Jahre wieder stellt sich heraus, dass 80 bis 90% der Erdbeeren aus konventionellem Anbau vor allem mit Wirkstoffen gegen Schimmel und andere Pilze (Fungizide) belastet sind. Gleichgültig ob importiert oder einheimisch, im Geschäft gekauft oder von der Selbstpflückplantage.

Erdbeeren sind besonders empfindlich für Schimmel und Fäule sowie Insektenbefall. Demzufolge werden sie bei konventioneller Produktion häufig mit verschiedenen synthetischen Wirkstoffen behandelt. Damit sind diese Erdbeeren häufig mit zwei oder mehr verschiedenen Wirkstoffen verunreinigt.

Am häufigsten findet man bei Erdbeeren die Fungizide Vinclozolin, Procymidon und Dichlofluanid. Dichlofluanid wurde in Deutschland vorallem in den 80er Jahren häufig als Holzschutzmittel eingesetzt. Die Rückstandsmenge überschreitet oft das Tausendfache von der, die im Trinkwasser vorhanden sein dürfte.

Pestizide können auf vielfältigste Weise zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. So wurden beispielsweise Erbgutveränderungen, Allergien, Krebs, hormonelle Wirkungen sowie Schäden an Leber, Niere, Nervensystem, Immunsystem und Fruchtschäden festgestellt.

Im biologischen Landbau ist der Einsatz von synthetischen Pestiziden verboten.

Unser Tipp:

  • Bevorzugen Sie Erdbeeren aus biologischem Anbau, die möglichst aus der Region stammen.
  • Insbesondere Babys, Kinder und Schwangere sollten die Pestizidaufnahme minimieren, da diese Gruppe die höchste Empfindlichkeit gegenüber diesen synthetischen Chemikalien aufweisen.
  • Mit dem Kauf von biologisch produzierten Waren schützen Sie nicht nur die Gesundheit, sondern auch unsere Umwelt.

Der Themenbereich Ernährung wird vom Umweltinstitut München e.V. in ausgewählten Teilbereichen behandelt. Siehe die hier dargestellten Beiträge und unter Radioaktivität sowie Gentechnologie.

Für Ernährungsberatung wenden Sie sich bitte z.B. an die Verbraucherzentrale.

Für Beschwerdeproben (z.B. verdorbene Lebensmittel) sind amtliche Einrichtungen (z.B. München: das Kreisverwaltungsreferat) zuständig.