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PressemitteilungEuropaweite Proteste gegen den Bau des bulgarischen Atomkraftwerks Belene: Schrott-AKW im Erdbebengebiet Umweltinstitut München fordert Rückzug der HypoVereinsbank aus dem ProjektMünchen, 12. Oktober - Trotz hoher Sicherheitsbedenken und massiver Proteste hält die HypoVereinsbank an ihren Plänen fest, die Fertigstellung eines Atomkraftwerks im bulgarischen Belene zu finanzieren. Die inzwischen 15 Jahre alte Bauruine steht in einer Erdbebenregion. Das Umweltinstitut München fordert im Rahmen eines europaweiten Protesttages die Bank auf, sich aus dem Projekt zurückzuziehen. Bereits 1987 wurde mit dem Bau der Druckwasserreaktoren in der nordbulgarischen Stadt Belene nahe der Donau begonnen. Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und der Wirtschaftlichkeit führten 1991 zum Baustopp. Seitdem rotten die Atommeiler vor sich hin. Gegen den Widerstand der Bevölkerung will die bulgarische Regierung das Projekt nun zu Ende bringen. Mit Unterstützung deutscher Banken sollen die Atommeiler fertig gestellt werden. Die Reaktoren sowjetischer Bauart gelten als störanfällig und unsicher. Sie wären in Deutschland nicht genehmigungsfähig. Zudem ist der Standort Belene denkbar ungünstig, denn die Stadt liegt in einer Erdbebenregion. Beim letzten Beben im Jahr 1977 starben nur wenige Kilometer von der Bauruine entfernt etwa 200 Menschen. Christina Hacker, Vorstand im Umweltinstitut München: "Es ist völlig unverständlich, dass ausgerechnet in einer ausgewiesenen Erdbebenregion ein Atomkraftwerk gebaut wird. Das ist nicht nur grob fahrlässig und unverantwortlich, das ist auch menschenverachtend." Das Umweltinstitut München appelliert an die Verantwortlichen der HypoVereinsbank, nicht in ein solch gefährliches Projekt zu investieren. Die Gelder sollten stattdessen für nachhaltige Energieprojekte verwendet werden. "Eine Chance für die Bank, denn im Fall einer Katastrophe wie in Tschernobyl wären die Namen der Geldgeber von Belene für immer mit diesem GAU verbunden", prophezeit Hacker. Das Umweltinstitut München wird zusammen mit weiteren Umweltschutz-Organisationen am morgigen Freitag Mitarbeiter der HypoVereinsbank und die Öffentlichkeit über die gefährlichen Pläne informieren. Die Veranstaltung findet zwischen 11:30 und 13:30 Uhr in der Nähe des Hypo-Kunsthauses in der Theatinerstraße/Ecke Schrammerstraße in München statt. Sie ist Teil des europaweiten Protesttages gegen den Bau des Atomkraftwerks Belene.
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