Neue
wissenschaftliche Studie:
Kranke Mäusebabys durch Gen-Mais
Umweltinstitut
München fordert von Landwirtschaftsministerin Aigner ein
Verbot von
MON810
München, 21.
November – Gen-Mais der Firma Monsanto schädigt das
Immunsystem und
die Fortpflanzungsfähigkeit von Mäusen. Zu diesem
Ergebnis kommen zwei neue Studien.
Wissenschaftler des nationalen italienischen Instituts für
Lebensmittelforschung berichten im Journal of
Agricultural Food Chemistry, dass sie bei Mäusen, die mit dem
Gen-Mais MON810 des US-Konzerns
Monsanto gefüttert wurden, in Magen, Milz und Blut einen stark
erhöhten Anteil von T- und B-Zellen
gefunden haben. Solche Zellen weisen auf Entzündungen oder
allergische Reaktionen hin. Am
stärksten war der Effekt laut Studie bei Jungtieren.
Erst vor kurzem war eine Studie des österreichischen
Gesundheitsministeriums zu dem Schluss
gekommen, dass die Verfütterung von MON810, der mit einer
weiteren genmanipulierten
Maispflanze von Monsanto gekreuzt wurde, bei Mäusen zu
Fruchtbarkeitsstörungen führt.
Die Versuche der italienischen und österreichischen Forscher
sind nach den derzeitigen EURegelungen
nicht Bestandteil des Zulassungsverfahrens. Die jetzt bekannt
gewordenen Fälle zeigen
daher laut Harald Nestler, Vorstand des Umweltinstituts
München, dass die europäische
Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA auf der ganzen Linie
versagt hat. „Es wird Zeit, dass die EFSA die
Bürger endlich vor den Gentechnik-Risiken schützt und
nicht die Bürger vor Schlamperei und
Nachlässigkeit der EFSA geschützt werden
müssen,“ so Nestler. Das Umweltinstitut fordert
aufgrund
der jüngsten Studien, dass das Gentechnik-Gremium der EFSA
aufgelöst und neubesetzt wird.
MON810, ein so genannter Bt-Mais, ist derzeit die einzige transgene
Pflanze, die in Europa
kommerziell angebaut werden darf. Sie wurde mit Erbmaterial aus dem
Bodenbakterium Bacillus
thuringiensis (Bt) gentechnisch so manipuliert, dass sie einen vor
allem für Schmetterlinge giftigen Stoff
produziert. Das Umweltinstitut München verlangt von
Landwirtschaftsministerin Aigner, MON810 in
Deutschland endlich zu verbieten. Andreas Bauer, Gentechnikexperte beim
Umweltinstitut München:
„Die Bundesregierung muss den Eiertanz um die riskanten
Gen-Pflanzen von Monsanto beenden.
MON810 gehört weder aufs Feld noch auf den Teller.“
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an das:
Umweltinstitut München e.V.
Andreas Bauer
Tel. (089) 30 77 49-14
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