AKW-Lobbyisten
bei unseren Kindern:
E.ON in Schulen und Kindergärten
München,
4. September – Der Energiekonzern E.ON betreibt Umweltbildung
auf
eigenwillige Art. Mit dem Projekt „Energie für
Kinder“ möchte der Atomkraftbetreiber
frühzeitig einen verantwortlichen Umgang mit Energie und den
natürlichen Ressourcen
trainieren und Verständnis für Energie- und
Umweltaspekte schaffen. Damit versucht E.ON
einseitig Einfluss auf die Bildung unserer Kinder zu nehmen und
betreibt so unlauteren
Wettbewerb.
Für Christina Hacker, Vorstand im Umweltinstitut
München, ein unglaublicher Vorgang:
„Umweltbildung á la E.ON ist vor allem Werbung
für Atomkraft.“ Ein Konzern, der behauptet, dass
Atomenergie zuverlässig und unerlässlich ist, sei
wohl kaum in der Lage, das wichtige Thema
„Energie“ verantwortbar zu vermitteln.
„Am Ende lernen unsere Kinder noch, dass nur die Atomkraft
unser Klima retten könne“.
In dem von E.ON gesponserten Programm „Leuchtpol“
sollen Erzieherinnen und Erzieher darin
geschult werden, Kinder für den verantwortungsvollen und
sparsamen Umgang mit Energie und
natürlichen Ressourcen zu sensibilisieren. Leuchtpol ist eine
gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung
von Umweltbildung im Elementarbereich mbH. E.ON verfolgt damit das
Ziel, „das Verständnis von
Kindern und Jugendlichen für Energie und Umwelt
frühzeitig zu fördern“, so steht es in der
Werbe-Info.
„Wenn ein Energiekonzern Werbung fürs Energiesparen
macht, kommen sofort Zweifel auf.
Schließlich ist das klare Geschäftsinteresse von
E.ON der Verkauf von möglichst viel Energie, um
möglichst viel Geld zu verdienen.“ sagt Karin
Wurzbacher, Physikerin am Umweltinstitut München.
„Es kann also gar nicht im Interesse von E.ON sein, den
Energieverbrauch zu drosseln.“
Das „Bildungs“-Angebot gilt nicht nur für
Kindergärten, es erstreckt sich auch auf Grundschulen und
Gymnasien. An Bayerns Schulen mischt E.ON ebenfalls kräftig
mit. Zusammen mit der Stiftung
Bildungspakt Bayern und dem Bayerischen Kultusministerium
unterstützt der Konzern das
Grundschulprojekt „Energie für Kinder“.
„Für den Fall, dass der Staat keine Physiklehrer
mehr stellen
kann, sind wir gerne bereit, auszuhelfen“, so Karin
Wurzbacher. „Umweltverbände unterliegen keinen
Geschäftsinteressen und sind deshalb mit Sicherheit besser
geeignet als Atomkonzerne“.
Atomlobbyismus und Bildung sind nicht vereinbar. Deshalb haben
Energiekonzerne an unseren
Schulen nichts verloren. Wenn E.ON etwas Sinnvolles für die
Umwelt tun will, sollten sie besser bei
sich selbst anfangen und endlich Abschied von den ineffizienten
Energieerzeugungsformen, wie den
klimaschädlichen Kohle- und den riskanten Atomkraftwerken,
nehmen.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an das:
Umweltinstitut München e.V.
Christina Hacker, Karin Wurzbacher
Tel. (089) 30 77 49-11
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
|