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2010_03_05
Nach
der Genehmigung der Genkartoffel Amflora:
Bayern soll gentechnikfreie Region werden
Umweltinstitut
München bietet Vermittlung an
München, 5.
März – Das Umweltinstitut München hat den
bayerischen
Umweltminister Markus Söder (CSU) heute aufgefordert, Bayerns
Gentechnikfreiheit dauerhaft zu garantieren. Zu diesem Zweck soll
Söder die
Charta der gentechnikfreien Regionen Europas unterzeichnen.
Nachdem die EU-Kommission die Gen-Kartoffel Amflora genehmigt hat,
befürchtet das
Umweltinstitut München, dass die Agrogentechnik Wiedereinzug
in Bayern halten könnte.
So versucht der BASF-Konzern die Gunst der Stunde zu nutzen und hat am
vergangenen
Mittwoch Versuche mit Genkartoffeln im bayrischen Möttingen
angekündigt. „Wir stehen
am Scheideweg: industrielle Rohstoffproduktion oder gesunde
Qualitätsprodukte“, sagt
Harald Nestler, Vorstand des Umweltinstituts. „Noch ist
Bayern quasi gentechnikfrei. Damit
das so bleibt, muss Herr Söder Bayern endlich auch formal zur
gentechnikfreien Region
machen.“
Bereits im vergangenen September hatte Söder
angekündigt, dass Bayern sich zusammen
mit anderen gentechnikkritischen Regionen in Europa für ein
Selbstbestimmungsrecht bei
der Gentechnik einsetzen will. „Durch einen Beitritt zu dem
Netzwerk der gentechnikfreien
Regionen würde Bayern jetzt ein deutliches Zeichen gegen die
Gen-Offensive der Industrie
setzen“, meint Harald Nestler. „Wenn das
Ministerium einen Kontakt braucht, vermitteln
wir gerne.“
Im November 2003 hatten sich zehn Regionen Europas zusammengeschlossen,
um eine
gentechnikfreie Landwirtschaft zu sichern. Inzwischen sind es 51
Regionen. Zu ihnen
gehören unter anderem die Toskana, Oberösterreich,
die Bretagne und Schottland. Bayern
könnte die 52. gentechnikfreie europäische Region
werden.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an das:
Umweltinstitut München e.V.
Anja Sobczak, Tel. (089) 30 77 49-14
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