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NEIN zu Beteiligungen deutscher Atomkonzerne an ausländischen AKW

Umweltinstitut fordert Stopp für Atomexporte

München, 20. Mai 2011 – Der Atomausstieg ist in Deutschland politischer Konsens. Lediglich beim Tempo sind sich die Parteien uneins. Die Energiekonzerne wollen dies offenbar nicht wahrhaben und versuchen ihr Glück nun im Ausland. Aktuell plant RWE, sich beim einzigen niederländischen Atomkraftwerk einzukaufen und sogar in einen Neubau zu investieren. Dieses Vorhaben konterkariert den deutschen Ausstiegsplan und muss unterbunden werden!

„Es ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten, dass RWE jetzt Atomstrom im Ausland produzieren und dann hinterrücks an Deutschland verkaufen will,“ kritisiert Christina Hacker, Vorstand des Umweltinstitut München. Statt die Zeichen der Zeit zu erkennen und die Chance wahrzunehmen, den bislang bescheidenen Anteil an Erneuerbaren Energien endlich auszubauen, klebe der Konzern an der Risikotechnologie fest.

Bereits 2009 haben RWE und E.ON ein Gemeinschaftsunternehmen, Horizon Nuclear Power, gegründet, um in Großbritannien Atomkraftwerke zu bauen. Sechs neue AKW waren geplant, die ab 2020 in Betrieb gehen sollten. Wieweit die Pläne gediehen sind, ist nicht bekannt.

Harald Nestler, geschäftsführender Vorstand des Umweltinstitut München fordert, den Plänen der Atomkonzerne einen Riegel vorzuschieben: „Solche üblen Machenschaften müssen unterbunden werden.“ Es könne nicht sein, dass Deutschland endlich den richtigen und vorbildlichen Schritt zum Atomausstieg vollzieht und dann von den eigenen, jahrelang subventionierten Energiekonzernen hintergangen wird.

„Wer im Ausland Atomstrom produziert, darf in Deutschland keine Geschäfte mehr tätigen. Wir brauchen eine Ächtung der Atomtechnik und Sanktionen für Erbauer und Betreiber von Atomkraftwerken. Dies zu realisieren ist Aufgabe unserer Regierung. Sie darf nicht zusehen, wie die Atomkonzerne, wesentlich von unseren Steuergeldern getragen, ihre Technik skrupellos weiterverbreiten“, erklärt Nestler entschieden.

Deutschland könne zwar andere Länder nicht zum Ausstieg zwingen. Wir brauchten jedoch auch nicht dabei zusehen, wie deutsche Firmen den Willen der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung unseres Landes mit Füßen treten.

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Rückfragen gerne an:
Umweltinstitut München e.V.

Vorstände:
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Pressesprecherin:
Katja Bachert
Tel. (089) 30 77 49 – 19
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Informationen über das Umweltinstitut München finden Sie unter: www.umweltinstitut.org