| 15.2.95 | Wegen des Widerstands gegen eine Schließung des AKW Tschernobyl wird ein geplanter Millionenkredit der EU für die Ukraine vorerst auf Eis gelegt. ... Die Abschaltung des AKW bis 1997 ist gemäß eines Plans der G-7-Staaten eine der beiden Hauptbedingungen für das Darlehen in Höhe von 85 Millionen Ecu (160 Mio. Mark). (taz) |
| 4.4.95 | Trotz westlicher Warnungen über die Gefahr einer neuen katastrophalen Explosion im Atomkraftwerk von Tschernobyl ... will der Direktor der Nuklearanlage sie noch weitere fünfzehn Jahre funktionsfähig halten. ... (SZ) |
| 15.4.95 | Die Ukraine will das umstrittene Atomkraftwerk Tschernobyl bis zum Jahr 2000 stillegen. Dies versprach der ukrainische Präsident Leonid Kutschma in Kiew überraschend einer Delegation der Europäischen Union und der sieben führenden Industrienationen (G7). Brüssel hat dafür einen Kredit über umgerechnet rund 153 Millionen Mark für die frühere Sowjetrepublik freigegeben. ... (FR) |
| 18.4.95 | ... Nach Untersuchungen des IPSN sind in der Ukraine, Weißrußland und Rußland noch 16 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche radioaktiv verseucht, teilweise mit einer Belastung von bis zu 80 Curie pro Quadratkilometer (ein Curie entspricht 370 Milliarden Becquerel). Zudem verrotten im Innern des Reaktors etwa 135 Tonnen ... Uran-Oxyd, das durch die notdürftig mit Sand und Blei abgedichtete Reaktorhülle entweicht. Und nicht zuletzt dringt auch Regenwasser in den Atommeiler, wird dort kontaminiert und sickert ins Grundwasser. ... (FR) |
| 25.4.95 | ... Vor neun Jahren explodierte der vierte Reaktorblock. In seinem tödlichen Schatten entstand eine Tierwelt eigener Art. ... Doch die Tiere sind der Radioaktivität genauso ausgesetzt wie der Mensch. ... Den Vögeln mit ihrer komplizierten Fortpflanzung schadet die Strahlung besonders. Sie müssen zur Eibildung Calcium aufnehmen, das chemisch durch das radioaktive Strontium ersetzt werden kann. "Die Embryonen werden durch das Strontium in der Eierschale bombardiert.". ... "Die Eierschalen müßten eigentlich als mittelschwer verseuchter Müll entsorgt werden". ... Einig sind sich die Wissenschaftler, daß unauffällige Mutationen am Erbgut die eigentliche Gefahr sind. Beim Menschen wie bei Tieren schwinden Fortpflanzungsfähigkeit und Immunität, Krankheiten nehmen zu. Professor Alexander Solomko ...: "Wir warnen vor allem vor den Folgen einer langfristigen Belastung durch niedrige Dosen." ... (SZ) |
| 2.6.95 | Bei Wartungsarbeiten im AKW Tschernobyl ist ... schwach radioaktives Wasser aus dem Kühlsystem des dritten Reaktorblocks ausgetreten. ... (taz) |
| 15.7.95 | Noch immer gibt es keine zufriedenstellende Lösung für den Umgang mit der verstrahlten Ruine des AKW von Tschernobyl. ... Die "Alliance" plant die Konstruktion einer zweiten Ummantelung, die den späteren Abbau der hochradioaktiven Reste des Reaktors erlauben soll. Der Konzern unterbreitete zwei Vorschläge: Der erste würde etwa 2,2 Milliarden Mark kosten und sieht vor, einen Mantel um beide Reaktoren des Blockes B des AKW zu errichten. Bei der zweiten, preisgünstigeren Lösung (1,8 Milliarden Mark) würde nur der Reaktor versiegelt werden, der am 26. April 1986 explodiert war. ... Zum Zustand des Reaktors sagte Mao (Jean-Louis Mao, Chef des Projekts der französischen Firma Campenon Bernard, d.Red.): "Das ist eine Notlösung. Der Schutzmantel kann jederzeit zusammenbrechen". ... Im Innern befinden sich mehr als 400 Kilogramm Plutonium und 100 Tonnen nuklearer Brennstoff, sowie Hunderttausende von Kubikmetern radioaktiven Abfalls. ... (FR) |
| 24.8.95 | In der hochgradig radioaktiv verseuchten Sperrzone um Tschernobyl, aus der nach dem Reaktorunglück vor neun Jahren alle menschlichen Bewohner evakuiert wurden, haben sich Wildtiere explosionsartig vermehrt. ... die enorme, noch immer um das 3000fache der auf der Erde üblichen Werte erhöhte Strahlenbelastung in der Sperrzone um den Katastrophenreaktor fordere möglicherweise in Zukunft ihren Tribut. Bei genetischen Untersuchungen an neun Wühlmäusen aus der Sperrzone fanden die Forscher insgesamt 46 Veränderungen eines bestimmten, von der normalen Struktur her bekannten Gens. Demgegenüber wiesen zehn außerhalb des Gebiets gefangene Mäuse zusammen nur vier Mutationen an diesem Gen auf. Langfristig, so die Forscher, könne die erhöhte Mutationsrate bei den Tieren zu einem Rückgang der Zahl lebensfähiger Nachkommen führen. (SZ) |
| 12.10.95 | Die Leitung des Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine hat nach eigenen Angaben Reparaturarbeiten am ersten Reaktor der Anlage vorgenommen und damit die Verpflichtung der Regierung in Kiew in Frage gestellt, das Werk bis zum Jahr 2000 vom Netz zu nehmen. ... (SZ) |
| 4./5.11.95 | Ohne Ergebnis ging gestern eine weitere Verhandlungsrunde der G7-Staaten und der Ukraine um das Atomkraftwerk Tschernobyl zu Ende. Der Umweltminister der Ukraine nahm sogar das im Frühjahr abgegebene Versprechen zurück, das Kraftwerk werde noch vor dem Jahr 2000 stillgelegt. ... (taz) |
| 25.11.95 | 600 Wissenschaftler und Leiter von Gesundheitsdiensten aus 60 Staaten ... beklagten die Schwierigkeiten, die Strahlung festzustellen, die die Bevölkerung getroffen hat. Bewiesen sei nur, daß viele der freiwilligen Katastrophenhelfer unter Kreislaufbeschwerden und Magengeschwüren leiden. ... Es besteht der Verdacht, daß zumindest ein Teil dieser Erkrankungen psychosomatische Ursachen habe. Die Forscher waren sich einig, daß es Schweine mit drei Köpfen oder Mißgeburten, die von Zeitungen gemeldet wurden, nach Tschernobyl nicht gegeben habe. (FR) |
| 21.12.95 | ... Nach westlichen Angaben wollen die G-7-Staaten und die EU insgesamt 3,5 Milliarden Mark bereitstellen, den Löwenanteil (gut 2,7 Milliarden Mark) als Darlehen, lediglich 750 Millionen Mark in Form direkter Finanzhilfen. Mit dem Geld sollen die Folgekosten der Stillegung, die Fertigstellung zweier weiterer Atomkraftwerke und die Nachrüstung maroder Kohlekraftwerke in der Ukraine finanziert werden. Unklar bleibt die Finanzierung eines zweiten "Sarkophags", der die 1986 errichtete brüchige Betonhülle um den Katastrophenreaktor ersetzen soll. Umweltminister Kostenko erklärte in Kanada, ohne eine Einigung über diese Frage werde es auch keine Schließung der Atomzentrale insgesamt geben. Gegenwärtig sind die Blöcke 1 und 3 mit einer maximalen Leistung von je 1000 Megawatt in Betrieb. Block 2 steht nach einem verheerenden Großfeuer seit 1991 still und soll im kommenden Jahr wieder angefahren werden. ... Die Anlage solle noch 15 Jahre Strom liefern. ... (taz) |
| 22.12.95 | Die sieben führenden Industriestaaten (G 7) und die Ukraine haben in der kanadischen Hauptstadt Ottawa ein Memorandum über die Abschaltung des Atomkraftwerks von Tschernobyl unterzeichnet. Die Übereinkunft schrieb nach offiziellen Angaben kein konkretes Datum fest, sieht die Stillegung aber bis zum Ende des Jahres 2000 vor. ... (SZ) |
| 11.1.96 | Fast zehn Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl liegt die Zahl der an Schilddrüsenkrebs erkrankten Kinder in der Ukraine, Weißrußland und Rußland um rund 200 Prozent höher als in den achtziger Jahren, teilte die Internationale Atomenergie-Agentur ... unter Berufung auf Daten der UNO-Weltgesundheitsorganisation ... mit. ... Die WHO schätzt, daß in den drei Ländern etwa fünf Millionen Menschen von dem Atom-Unfall betroffen waren. Noch heute würden eine Million Menschen wegen Folgeschäden medizinisch behandelt. ... (SZ) |
| 17.1.96 | Die Ukraine erwartet für die Stillegung des Unglücks-AKW Tschernobyl weitere Finanzhilfen vom Westen. Die bisher in Aussicht gestellten 2,3 Milliarden US-Dollar ... seien nur für Alternativen zur Energieversorgung vorgesehen. Offen sei weiterhin die Finanzierung der für das Jahr 2000 geplanten Stillegung des AKW und der Beseitigung der Folgen. (taz) |
| 7.2.96 | Fast zehn Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl hat Bundesumweltministerin Angela Merkel neue Hilfsprojekte für das Atomkraftwerk in der Ukraine angekündigt. Ein wissenschaftliches Zentrum solle die Kenntnisse über den Unfall bündeln, ... . ... In einem zweiten Projekt sollen Daten gesammelt werden, um die Erneuerung des Beton-Sarkophags um den Reaktor und die Sicherung des Geländes vorzubereiten. ... Das dritte Projekt befaßt sich mit den gesundheitlichen Folgen des Unglücks. ... (SZ) |
| 8.2.96 | ... die Verhandlungen des Westens mit der Ukraine über eine endgültige Abschaltung des Meilers, dessen Blöcke eins und drei weiter Energie produzieren, ziehen sich hin: Die Ukraine nutzt die Angst vor einem erneuten Atomunfall, um die finanziellen Zusagen des Westens hochzutreiben. ... Der Vorsitzende der deutschen Reaktorsicherheitskommission, Professor Adolf Birkhofer, befürchtet, daß die Ukraine in diesem Fall (Zusage einer völligen Stillegung) jedes Interesse verlieren würde, in Tschernobyl noch Geld zu investieren. Birkhofer hält rasche technische Veränderungen aber für unerläßlich, um den sicheren Betrieb bis zur Stillegung zu gewähren. ... Die ... Ukraine kann sich eine Stillegung derzeit nicht leisten. ... gegenwärtig (wird) sogar geprüft, ob auch Block zwei, der 1991 nach einem Brand abgeschaltet worden war, wieder angefahren werden kann. ... (SZ) |
| 15.2.96 | ... die Zahl der Opfer von Schilddrüsenkrebs (steigt) weiter an. Nach neuesten Hochrechnungen werden mindestens 5000 Weißrussen, die zum Zeitpunkt des Unglücks Kinder waren, an dieser Krebsart erkranken, sagte der stellvertretende Direktor des Instituts für Strahlenforschung in Minsk, ... . ... Seit dem Reaktorunfall ... hat sich das Risiko, an Schilddrüsenkrebs zu erkranken, in Weißrußland verzehnfacht. Für Kinder, ..., habe sich das Risiko versechzigfacht, ... . ... Der Schilddrüsenkrebs bei Tschernobyl-Opfern sei besonders aggressiv. Keine eindeutige Zunahme gebe es bei Leukämie. ... (SZ) |
| 28.2.96 | ... Experten (bemängeln) weiterhin den technischen Zustand des ukrainischen Kernkraftwerkes und das unzureichende Sicherheitsbewußtsein des Betriebspersonals. In einem ... Bericht ... heißt es, eine Wiederholung des damaligen "explosionsartigen Unfallverlaufs" erscheine nach technischen Nachbesserungen heute "kaum noch möglich", gleichwohl seien weitere Verbesserungen ... notwendig, ... . ... GRS-Geschäftsführer Adolf Birkhofer bezeichnete es ... als "unverantwortlich", das Kernkraftwerk Tschernobyl wegen der im Jahr 2000 vorgesehenen Stillegung nicht mehr sicherheitstechnisch nachzurüsten. ... (SZ) |
| 29.2.96 | Die Reaktorkatastrophe ... hat ... zu weniger Krebserkrankungen geführt als zunächst vermutet. Schilddrüsentumore bei Kindern, allein in Weißrußland etwa 300 Fälle, "sind die bisher einzige ... Strahlenfolge ...", erklärte Strahlenbiologe Albrecht Kellerer ... . ... (SZ) |
| 1.3.96 | In der strahlenverseuchten Umgebung des Unglücksreaktors Tschernobyl haben Wissenschaftler eine genmutierte neue Wühlmaus-Spezies entdeckt. Wie ... berichtet, gedeiht die Tschernobyl-Maus in ihrer verstrahlten Umgebung prächtig. (Sie) vermehre sich flott und zeige immer kräftigere Nachkommen. Es seien die am schlimmsten verstrahlten Tiere, ... . Während Radioaktivität zumeist Genmutationen bewirke, die die Spezies töten, bevor sie Nachkommen zeugen kann, sei bei der Tschernobyl-Maus das Gegenteil der Fall. Ihre genetischen Veränderungen machten sie nur widerstandsfähiger. ... (FR) |
| 9.3.96 | Nach Bekanntwerden eines neuen schweren Störfalls im ... Atomkraftwerk Tschernobyl haben westliche Experten der Kraftwerksleitung und der ukrainischen Regierung Verschleierungstaktik vorgeworfen. Wie das ukrainische Umweltministerium ... mitteilte, ereignete sich der Vorfall bereits am 17. November... . ... der Unfall (sei) auf einer sechsstufigen Skala als Störfall der Kategorie drei eingestuft worden, ... . Die Direktion des Atomkraftwerks hatte die niedrigere Gefahrenstufe eins gewählt. ... Der Unfall ereignete sich ..., als ein Brennelement beim Einfahren in den Reaktorblock 1 ... zerbrach. Dadurch sei die Reaktorhalle radioaktiv verseucht worden, in der drei Personen arbeiteten. ... (FR) |
| ? 96 | In einer nur für den internen Gebrauch erstellten Studie beschreibt das us-amerikanische Department of Energy den Zustand der gefährlichsten Atomreaktoren der Welt. Unangefochten an der Spitze steht mit der höchsten Unfallwahrscheinlichkeit das Kraftwerk Tschernobyl. Gefolgt von Kosloduj (Bulgarien), Kola (Rußland) und Ignalina (Litauen). 1000-Reaktoren sowie der bröckelnde Betonmantel um den GAU-Meiler werden von den amerikanischen Experten unter extrem anfällig eingestuft. Für Tschernobyl hat man einen beängstigenden 5-Jahres.Zyklus für schwere Unfälle errechnet. Seit 1997, dem Jahr der Inbetriebnahme des Kraftwerkes, passierten etwa alle fünf Jahre gefährliche Havarien. 1982 war es Block 1, der nur knapp an einer Kernschmelze vorbeischrammte. 1986 zerstörte der schrecklichste Unfall aller Zeiten den Reaktorblock 4. Und 1991 verschmorte ein Turbinenbrand wichtige Teile des Blocks 2. ... (Kind und Umwelt) |
| 2.7.96 | Neuer Zwischenfall in Tschernobyl / Knapp eine Woche nach dem Brand in einem Materiallager ist es im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl zu einem neuen Zwischenfall gekommen. In Block 1 des Werks ist eine radioaktive Verseuchung festgestellt worden, die erst mit dreitätiger Verspätung bekanntgegeben wurde. ... (SZ) |
| 25.7.96 | In Griechenland erkranken Kinder, die zum Zeitpunkt der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Bauch ihrer Mutter heranwuchsen, doppelt so häufig an Leukämie wie andere Kinder. ... (FR) |
| 19.9.96 | Beunruhigende Nachrichten aus Tschernobyl: Im 1986 zerstörten Reaktorblock Nummer 4 des ukrainischen Atomkraftwerks wurde am Freitag und am Dienstag eine erhöhte Neutronenaktivität gemessen. Experten schließen aber aus, daß dies schon auf den Beginn einer neuen atomaren Kettenreaktion innerhalb des Beton-Sarkophags hindeutet. ... Für die Gesellschaft für Reaktorsicherheit und das Öko-Institut ist das eindringende Wasser ... ein neuer Hinweis auf die immer noch ungelöste Frage der Sicherheit des Sarkophags. Die kurz nach dem Super-Gau von mehreren hunderttausend Liquidatoren bei enorm hoher Strahlenbelastung gebaute Betonhülle ist möglicherweise brüchig uund das zum Teil nur aufliegende Dach undicht. Deswegen konnte auch in der vergangenen Woche nach heftigen Regenfällen wieder Wasser bis in den "Keller" des zerstörten Reaktors laufen, wo sich die erstarrte, allerdings immer noch rund 200 Grad heiße Brennstofflava befindet. Auch ein Einsturz der Konstruktion wird befürchtet. ... (FR) |
| 26.9.96 | Die Unregelmäßigkeiten im zerstörten vierten Reaktor des ukrainischen Kernkraftwerks Tschernobyl sind möglicherweise doch ernsthafter gewesen als zugegeben. ... außer dem erhöhten Neutronen-Fluß sei auch eine höhere Gamma-Strahlung gemessen worden. Dies war von ukrainischen Experten bisher dementiert worden. Die Gründe für die Erhöhung seien immer noch nicht klar, ... . "Doch indirekt könnten sie auf eine Kettenreaktion hinweisen". ... (SZ) |
| 23.10.96 | Im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl ist wegen eines Defektes der Sprinkleranlage der dritte Reaktor abgeschaltet worden. Dabei sei keine Radioaktivität ausgetreten, hieß es. (FR) |
| 29.10.96 | Der Reaktorblock Eins des ukrainischen Kernkraftwerkes Tschernobyl soll am 30. November abgeschaltet werden. Umweltminister Juri Kostenko sagte ..., den Termin habe der Sicherheitsrat beschlossen. Reaktorblock Vier in Tschernobyl ist im April 1986 explodiert. 1991 wurde Block Zwei nach einem Brand abgeschaltet. Die beiden anderen Reaktoren produzieren fünf Prozent des ukrainischen Stroms. (SZ) |
| 20.12.96 | G7 beschließt Renovierung des maroden Tschernobyl-Sarkophags. 4,6 Milliarden Dollar sind zugesagt / Mehr als zehn Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl soll die Betonhülle um den Unglücksreaktor Nummer vier verstärkt werden. ... Der Sarkophag hat Risse und kann Sachverständigen zufolge jederzeit ganz oder teilweise zusammenstürzen. ... (taz) |
| 28./29.12.96 | Die Ukraine hat ... angekündigt, den seit 1991 stillgelegten Reaktorblock 2 des Atomkraftwerkes Tschernobyl Ende 1997 wieder ans Netz gehen zu lassen. ... Davon unberührt bleibe die Zusicherung an die sieben führenden Industrienationen (G7), das gesamte Atomkraftwerk im Jahr 2000 stillzulegen. ... (SZ) |