Atomenergie und radioaktive Strahlung | Sie können die im September 2005 erschienene 16-seitige Broschüre im pdf-Format hier downloaden. [Download] |
Im April 1986 ereignete sich im Atomkraftwerk Tschernobyl der bisher größte und folgenschwerste Unfall in der Geschichte der so genannten friedlichen Nutzung der Atomenergie. In den Wochen danach ließ der Staat die Bevölkerung im Stich. Fehlinformationen, Leugnung von Gesundheitsgefahren und unzureichende Handlungsempfehlungen durch die Behörden waren an der Tagesordnung. Aufgrund der staatlichen Nichtinformation wurde das Umweltinstitut München e.V. unmittelbar nach der Tschernobylkatastrophe gegründet, um unabhängig und kompetent die radioaktive Belastung von Lebensmitteln, Außenluft und Niederschlägen zu messen und die Informationen und Empfehlungen umgehend an die Bevölkerung geben zu können. Mit dem Reaktorunglück von Tschernobyl 1986 haben wir die katastrophalen Auswirkungen der zivilen Atomtechnik erfahren. Aber auch der Normalbetrieb von Atomreaktoren hinterlässt ein gefährliches Erbe. Erhöhte Raten von Leukämiefällen und Missbildungen sind in der Umgebung verschiedener Atomanlagen auffällig. Seit Ende 2007 belegen die Ergebnisse der KiKK-Studie (Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken), dass für Kinder unter fünf Jahren das Risiko, an Krebs oder Leukämie zu erkranken um so höher ist, je näher sie an einem Atomkraftwerk wohnen. Ein ursächlicher Zusammenhang zu den Atomanlagen kann zwar nicht bewiesen, er liegt aber nahe. Außerdem gibt es bis heute weltweit weder ein schlüssiges Entsorgungskonzept, noch ein sicheres Endlager für hochradioaktive Abfälle. Aus Verantwortung für folgende Generationen darf das radioaktive Potenzial nicht weiter erhöht werden. Angesichts der Risiken der Atomtechnik ist es dringend erforderlich, die Atomenergienutzung schnellst möglich zu beenden. Auf dem Energiesektor muss der Weg einer nachhaltigen Entwicklung eingeschlagen werden. Der Atomausstieg ist mit einem Mix aus Stromsparen, verbesserter Kraftwerk-Effizienz und verstärktem Einsatz erneuerbarer Energien möglich und nötig. Wir informieren Sie über · unsere unabhängige Radioaktivitätsüberwachung der Außenluft · Belastungen von künstlicher Radioaktivität in Lebensmitteln, Pflanzen, Böden, wie z.B. in nach wie vor stark belasteten Pilzen und Waldfrüchten · unsere stichprobenartigen Untersuchungen zu radioaktiven Immissionen aus den bayerischen Atomanlagen · die aktuelle wissenschaftliche und politische Diskussion über Atomkraft in · Belastungen von natürlicher Radioaktivität in Baustoffen und Fliesen · Radon-Belastung in Innenräumen Außerdem stehen wir für fachliche Beratung und Vorträge über radioaktive Belastung von Lebensmitteln, Risiken der Plutoniumwirtschaft und gesundheitliche Auswirkungen von Radioaktivität zur Verfügung. Wir sind Sachbeistand in atomrechtlichen Genehmigungsverfahren, (z.B. Forschungsreaktor Garching, dezentrale Zwischenlager) sowie Gutachter zu den Folgen von Tschernobyl.  | Die häufigsten Fragen zu Radioaktivität finden Sie hier |
Für weitere Fragen kontaktieren Sie uns unter Tel. (089) 30 77 49-11, Christina Hacker oder Karin Wurzbacher. Gerne schicken Sie uns eine E-Mail:
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