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Atomkraft Abschalten!!!

Kettenreaktion ist nicht zu stoppen

Abschlusskundgebung Odeonsplatz

Gerechnet hatten die Veranstalter mit 10.000 Personen. Doch in München kam eine wahre Kettenreaktion ins Rollen: 50.000 Menschen gingen am Samstag gegen die Laufzeitverlängerung auf die Straße und verbanden mit einer Menschenkette die Schaltzentralen der bayerischen Atomlobby. Menschenmassen überfluteten die Straßen Münchens, der Infostand des Umweltinstituts auf dem Odeonsplatz wurde vom Ansturm fast erdrückt. Die Kettenreaktion war die größte bayerische Anti-Atomkraft-Demo seit der Proteste gegen die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf. Und genauso wie in Wackersdorf wird die Regierung mit ihrer Politik gegen die Bürger nicht durchkommen.

"Reagiert die Politik nicht, werden die Proteste weiter zunehmen. Es geht schließlich nicht um irgendwas, sondern um die Sicherheit und Gesundheit von Generationen" sagt Harald Nestler, Vorstand des Umweltinstitut München

Das Umweltinstitut war mit zahlreichen Ordnern auf der Demo vertreten, mit unseren zwei Pinocchios machten wir auf die Lügen von Atomlobby und Politik aufmerksam.


Die Atomlügen-Pinocchios des Umweltinstituts

"Die Politik ließ uns schon damals im radioaktiven Regen stehen"

Christina Hacker
Christina Hacker bei der Abschlusskundgebung

"Schon nach dem Tschernobyl GAU haben Politiker und Behörden - wohl wissend um die Verseuchung - die Situation herungergespielt und die Bevölkerung im wahrsten Sinn des Wortes im radioaktiven Regen stehen lassen" erinnert sich Christina Hacker in ihrem Redebeitrag auf der Abschlusskundgebung. Vertrauen in den maroden Atommeiler Isar I sei daher nicht angebracht. Durch ihr verdächtiges und heimliches Agieren zeige die Regierung ihr Demokrativerständnis: "Es kann ja wohl nicht sein, dass eine einmal getroffene Entscheidung für einen Bahnhofsumbau nicht mehr angetastet werden darf, während der demokratisch beschlossene Atomausstieg nach einer nächtlichen Sitzung mit den Atomkonzernen, aber ohne Umweltminister ausgehebelt wird. Was ist das für ein Demokrativerständnis!"


Lustig, kreativ, provozierend, nachdenklich...   Meinungen aus München

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