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Messung der Radioaktivität in Waldprodukten und Lebensmitteln

Pilze und Wild: Tschernobyl - noch nicht gegessen

Waldprodukte

Auch heute noch sind in den durch Tschernobyl-Fallout belasteten Regionen, wie z.B. im Münchner Umland oder in den Alpen, in Wildpilzen und anderen Waldfrüchten hohe Werte an künstlicher Radioaktivität nachweisbar. Im Waldboden ist das Cäsium für die Pflanzen verfügbar, weil es nicht wie im Ackerboden an Tonminerale fixiert ist. Dieser Effekt wird durch den Nährstoffkreislauf im Wald (das Pflanzenmaterial verrottet vor Ort) noch verstärkt. Da sich die Belastung aufgrund der Langlebigkeit von Cäsium-137 (Halbwertszeit 30 Jahre) derzeit nur allmählich ändert, kann ein Blick in die Messergebnisse des letzten Jahres wichtige Informationen liefern.

Warum das so ist, können Sie in unserer Broschüre "Pilze und Wild - Tschernobyl noch nicht gegessen" nachlesen.



Messlisten

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Messungen Waldprodukte

Waldprodukteliste 2011
Waldprodukteliste 2010
Waldprodukteliste 2009
Waldprodukteliste 2008
Waldprodukteliste 2007
Waldprodukteliste 2006
Waldprodukteliste 2005
Waldprodukteliste 2004
Waldprodukteliste 2003
Waldprodukteliste 2002

Messungen Lebensmittel

Lebensmittelwerte April 2007 bis Dezember 2010
Lebensmittelwerte April 2005 bis März 2007
Lebensmittelwerte August 2004 bis März 2005
Lebensmittelwerte Januar bis Juli 2004
Lebensmittelwerte Januar bis Juli 2004
Lebensmittelwerte April bis Juli 2003


Messung von Pilzen und Lebensmitteln

Kostenlose Messungen von Pilzen, Waldbeeren und Wild werden von August bis Oktober angeboten. Diese Angebot richtet sich an Privatpersonen.

Mindestens 250 Gramm pro Pilz-, Beeren- oder Wildfleischsorte werden für eine Messung benötigt. Die Proben müssen sortenrein sein (keine Mischpilze!) und sollen möglichst genaue Angaben über Herkunft und Funddatum enthalten. Sie können während der Öffnungszeiten des Umweltinstituts München in der Landwehrstraße 64a abgegeben oder per Post geschickt werden. Dann allerdings müssen sie feuchtigkeitsdicht verpackt werden, am besten eingeschweißt in einem Gefrierbeutel. Das Ergebnis der Messung kann nach etwa einer Woche telefonisch abgefragt werden.

Bitte senden Sie Ihre Probe mit dem ausgefüllten Infoblatt ein.

Diese Untersuchungen kosten viel Geld, mit Ihrer Spende ermöglichen Sie, dass wir solche Aktionen durchführen können!

        Probenblatt zum Ausdrucken
        Bitte zusammen mit Probe einschicken!

Probenblatt Pilze


 





Richtwertempfehlungen

In den Ländern der Europäischen Gemeinschaft (EG) gilt für Lebensmittel zur Zeit ein Grenzwert für die Cäsium-Gesamtbelastung von 600 Becquerel pro Kilogramm. Für Milch und Säuglingsnahrung beträgt dieser Wert 370 Becquerel pro Kilogramm.

Unabhängige Experten rieten auf der Grundlage der Bestimmungen der Strahlenschutzverordnung von 1976 zu Nahrung mit höchstens 30 bis 50 Becquerel pro Kilogramm Cäsium-Gesamtaktivität für Erwachsene und mit höchstens 10 bis 20 Becquerel pro Kilogramm für Kinder, Stillende und Schwangere. Dabei wurde von einem Anteil von ein Prozent Strontium-90 bezogen auf den Aktivitätsgehalt an Cäsium-137 in Nahrungsmitteln ausgegangen. Der tatsächliche Strontiumgehalt in der Nahrung liegt jedoch höher, wie Untersuchungsergebnisse zeigen. Deshalb und wegen Unsicherheiten bei den Bewertungsgrundlagen wird jetzt meist nur noch bis zu fünf Becquerel pro Kilogramm Cäsium-Gesamtaktivität als Höchstwert für Kindernahrung empfohlen.

Generell gibt es keine Grenze, unterhalb derer Radioaktivität ungefährlich wäre. Deshalb gilt das Minimierungsgebot: So wenig Radioaktivität wie möglich aufnehmen!