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Radioaktivität in der Außenluft
Seit Tschernobyl überwacht das Umweltinstitut München e.V. als unabhängige Messstelle rund um die Uhr die Radioaktivität in der Münchner Außenluft. Aufgrund der Katastrophe in Fukushima aktualisierten wir die Messwertkurve in den letzten Wochen bis zu dreimal täglich. Da in Deutschland jedoch derzeit kein plötzlicher Anstieg der Radioaktivität zu erwarten ist, stellen wir die Außenluftwerte bis auf Weiteres wieder einmal pro Werktag ins Netz. Sollte sich die Gefährdungssituation verschärfen, werden die Grafik wieder mehrmals täglich aktualisieren. Die radioaktive Wolke aus Fukushima hat Deutschland am 24. März
erreicht: Die Messstation des Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf dem
„Schauinsland“ bei Freiburg hat geringe Konzentrationen an Xenon-133 und
Jod 131 im Mikro-(=Millionstel) Becquerel-Bereich in der Atmosphäre
erfasst (Jod 131: 60 Mikro-Becquerel pro Kubikmeter Luft), die aufgrund
der Zusammensetzung auf den Reaktorunfall in Fukushima zurückgeführt
werden können.
Bei uns in München ist derzeit keine erhöhte
Radioaktivität in der Außenluft zu verzeichnen.
Die bei uns zu erwartende Strahlenbelastung ist eher gering und deutlich niedriger als die Strahlung nach Tschernobyl
. Derzeit sind keine Vorsorgemaßnahmen sinnvoll, wie etwa die Einnahme von
hochdosierten Jodtabletten. Sollte
sich die Strahlungssituation bei uns verschlechtern,
werden wir unverzüglich per Newsletter
informieren.
Diese geringen Spuren können gemessen werden, weil das BfS auf
dem Schauinsland bei Freiburg eine Messstation eines internationalen Netzwerkes
zur Überwachung des Kernwaffenteststoppabkommens
betreibt, die darauf spezialisiert ist, geringste Spuren an radioaktiven
Stoffen zu messen.
Erhöhte Messwerte werden von uns hinsichtlich ihrer Ursache und
Plausibilität überprüft. Nur wenn diese Überprüfung
die hohen Werte bestätigt, ist von einer zusätzlichen Strahlung
auszugehen. Einzelne temporäre Peaks haben in der Regel einen natürlichen
oder messtechnisch bedingten Ursprung. Die folgenden Grafiken zeigen den
Verlauf der Gammadosis, gemessen im Außenbereich des Umweltinstitut
München e.V.
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