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Alternative
Behandlungsmöglichkeiten zu Insektiziden
Läusen
vergeht's
Kopfläuse kommen in
Kindergärten und Schulen häufig vor und verbreiten
sich schnell. Zumeist werden sie mit gängigen
Läuse-Shampoos behandelt, die z.B. die gleichen Nervengifte
enthalten wie ein Insektenspray. Die Wirkstoffe können
über die Kopfhaut aufgenommen werden, besonders gut
über kleine Verletzungen wie z.B. Kratzspuren. Als Alternative
gibt es in gut sortierten Apotheken Shampoos auf Basis von
Pflanzenextrakten, die
Läuse und ihre Eier (Nissen) zuverlässig
entfernen. Unmittelbar nach der ersten Behandlung
werden die Läuse inaktiv und saugen nicht mehr.
Entgegen dem weit verbreiteten
Gerücht hat Läusebefall nichts mit
mangelnder Hygiene zu tun. Die Übertragung erfolgt von Mensch
zu
Mensch, besonders in Kindertagesstätten und Schulen auch
über
nebeneinanderhängende verlauste Kleidungsstücke, wie
z.B. Mützen in der
Garderobe oder Kämme und Haarbürsten.
Wenn Läuse im Kindergarten
oder der Schule vorkommen, kann man den Kindern vorbeugend
ätherische
Öle in die Mützen träufeln oder morgens
Haarspray anwenden.
Neem-Shampoos
Neem-Präparate werden im asiatischen Raum schon seit
Jahrhunderten als Antiparasitenmittel ohne wesentliche Nebenwirkungen
eingesetzt. Sie gelten als Entwicklungshemmer, die Parasiten sterben ab. Läuse-Shampoos auf Neem-Basis sind auch nach
eigener Beobachtung gut wirksam.
Shampoos
auf Soja-/Kokosölbasis
Die Läuse werden bei der Anwendung mit einem
feinen Ölfilm umhüllt, wodurch die Atmungsorgane der
Läuse verkleben und die Laus erstickt.
Oberflächenaktive Substanzen lösen die Kittsubstanz
der Nissen an, wodurch sich diese leichter auskämmen lassen.
Die zuverlässige Wirkung eines bekannten Shampoos wurde durch
das Umweltbundesamt 2005 bestätigt.
Ihr Kind kratzt sich
auffällig?
Wenn sich Ihr Kind in diesen Zeiten allzu häufig kratzt,
sollten Sie sorgfältig nachsehen, ob es Läuse hat. Da
die ca. 3 mm großen, sechs-beinigen Läuse beim
Anheben der Haarsträhnen schnell flüchten, sollte man
in der Nähe der Haarwurzeln auch auf die perlschnurartig
angeklebten ca. 1 mm großen ovalen, gräulichen
Nissen achten. Besonders betroffen sind die Bereiche hinter den Ohren
und am Nacken. Läusebefall löst einen heftigen
Juckreiz aus, der ähnlich beim Mückenstich durch den
Speichel der Läuse verursacht wird. Damit der Befall
vollständig getilgt wird bzw. sich nicht wiederholt, ist es
wichtig, neben der Behandlung der Kopfhaare folgende
Maßnahmen durchzuführen:
Begleitmaßnahmen
bei der Kopflaus-Behandlung
· Bei allen Kontaktpersonen sind die Haare mit der Lupe
genau zu untersuchen, ob ebenfalls ein Läusebefall vorliegt.
Diese Kontrolle sollte täglich über 8 Tage erfolgen,
in dieser Zeit sollten Bürsten und Kämme auf keinen
Fall gemeinsam benutzt werden. Wer das erste Mal mit dem Problem
"Kopflausbefall" konfrontiert wird, sollte sich dabei von einer
erfahrenen Person, z.B. Kindergärtnerin, anderen Eltern oder
Arzt beraten lassen.
· Textile Gegenstände, z.B. Bettwäsche,
Handtücher und Oberbekleidung wie Mützen und Schals,
an denen Läuse oder Nissen haften können, sind in der
Waschmaschine bei 60 °C zu waschen.
· Textilien, die diese Waschtemperaturen nicht vertragen
sowie Spieltiere, Kämme und Haarbürsten
können für drei Wochen bei Zimmertemperatur in einem
dicht schließenden Plastiksack aufbewahrt werden. Alternativ
dazu kann man sie in einem Plastikbeutel für drei Tage in die
Kühltruhe legen. Gegenstände, die Hitze vertragen,
kann man auch im Backofen bei mindestens 50 °C Umluft
entlausen, Einwirkzeit 60 Minuten.
Weitere Infos
www.mosquito-parasitenschutz.de
www.niemolind.de
www.kopflaus.ch
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