Tätigkeitsbericht für das Jahr 2008
Radioaktivität
KiKK
Die vom Umweltinstitut München e.V. angestoßene und
Ende
2007 veröffentlichte „Studie zu Kinderkrebs in der
Umgebung
von Kernkraftwerken“ (KiKK-Studie) hatte hohe Wellen
geschlagen
und war in 2008 Schwerpunkt unserer Öffentlichkeitsarbeit. Die
Studie kam zum Ergebnis, dass im 5-km Nahbereich von Atomkraftwerken in
Deutschland bei Kleinkindern die Krebsrate um 60 Prozent und die
Leukämierate auf mehr als das Doppelte ansteigt. Als Mitglied
des
Expertengremiums, das die Studie kritisch begleitet hatte, waren wir
auf Podiumsdiskussionen und Anhörungen häufig
vertreten und
konnten in zahlreichen Vorträgen die interessierte
Öffentlichkeit informieren und die brisanten Ergebnisse
erläutern. So z.B. in Landshut, Garching, Augsburg, Bad
Alexandersbad, Gundremmingen oder in Berlin.
20 Jahre Wackersdorf
Das endgültige Aus für die Wiederaufarbeitungsanlage
in
Wackersdorf 1988 wurde von Bündnis 90/Die Grünen im
Bayerischen Landtag mit einer Ausstellung, Dokumentarfilmen
über
die damalige Erörterung und einem
Zeitzeugenfachgespräch
gewürdigt. An der Gesprächsrunde nahm neben aktiven
WAA-Gegnern, dem damaligen Bürgermeister von Wackersdorf und
Vertretern der bayerischen Genehmigungsbehörde auch unsere
Physikerin Karin Wurzbacher teil.
Messprogramm
Nach einem technischen Defekt in 2007 mussten wir unser
Gammaspektrometer aufwändig und umfangreich reparieren lassen.
Auf
den neuesten Stand gebracht, läuft das Messprogramm inzwischen
wieder routinemäßig. Unser langfristig angelegtes
Forschungsprogramm zur Ermittlung der radioaktiven Belastung von
Lebensmitteln konnten wir erfolgreich weiterführen. Die
Ergebnisse
bestätigen den Trend, dass auch mehr als 22 Jahre nach der
Tschernobyl-Katastrophe unsere heimischen Waldprodukte zum Teil noch
erheblich radioaktiv kontaminiert sind. Mehrere Fernsehteams, so z.B.
Galileo vom Bayerischen Rundfunk und auch das Hessische Fernsehen,
haben das Thema aufgegriffen.
Im Rahmen unserer freiwilligen Qualitätssicherung nahmen wir
2008
an einem Ringversuch zur Bestimmung von Gammanukliden in Rohmilch teil,
den das Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für
Ernährung und Lebensmittel in Kiel betreute. Das Ergebnis
bestätigte einmal mehr, dass die Messgenauigkeit unseres
Gammaspektrometers hoch ist.
Auch unser Gammadosisleistungsmessgerät konnten wir 2008
modernisieren, um das Projekt „Überwachung der
Außenluft auf ihren Radioaktivitätsgehalt“
kontinuierlich fortzuführen.

Energie und Klima
Unsere Berechnungstabellen zur
Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen
haben wir wieder aktualisiert, sie werden laufend den
geänderten
Gegebenheiten angepasst. Sie erfreuten sich einmal mehr
großer
Beliebtheit. Verschiedene Energieberatungsfirmen verlinken inzwischen
auf unsere Tabellen.
Stromwechselparty
Auch in 2008 nahmen wir an einer
„Stromwechselparty“ teil,
diesmal in Rosenheim. Mit unserer Ausstellung „Atomenergie
ist
kein Klimaretter“, einem Infostand und einem Redebeitrag
informierten wir die interessierten Bürgerinnen und
Bürger.
Klimatour 2008
Unter dem Motto „Sonne, Wind & Wir!“
veranstaltete die
Heinrich-Böll-Stiftung im September in der Münchner
Muffathalle einen „Markt der
Möglichkeiten“. Auch hier
nahmen wir mit unserer Atom/Klima-Ausstellung und einem Infostand teil,
wo wir u.a über die falschen Argumente der Atomlobby
informierten.
Energiepass
Mitte 2008 wurde per Gesetz der so genannte Energiepass
eingeführt, der Käufern oder künftigen
Mietern eines
Hauses oder einer Wohnung über den Energieverbrauch Auskunft
geben
soll. Alles Wissenswerte dazu haben wir in unseren FAQs neu aufgenommen.
Agrosprit
Für das Münchner
Winter-Tollwood-Festival erarbeiteten wir
mehrere Präsentationen zum Thema Agro-Kraftstoffe und
diskutierten
u.a. mit dem ehemaligen EU-Kommissar Franz Fischler über die
„Landwirtschaft der Zukunft“. Mit unserem Faltblatt
„
Klimaretter Agro-Sprit: Mit Vollgas in die
Katastrophe?“
konnten wir zahlreiche Menschen über die Risiken von
Agro-Kraftstoffen für Umwelt und Welternährung
aufklären.
Münchner Klimaherbst
Der Münchner Klimaherbst 2008 stand unter dem Motto
„Wasser“. Wir beteiligten uns daran mit der
Herbstausgabe
der Münchner Stadtgespräche „Wasser. Wie
gehen wir mit
unserem wichtigsten Rohstoff um?“, das rege nachgefragt wurde
und
viel Lob erntete.
Gentechnik
Gemeinsam mit der Landeshauptstadt München und
Bürgermeister
Hep Monatzeder veranstalteten wir eine Pressekonferenz mit dem
kanadischen Landwirt und Träger des Alternativen Nobelpreises,
Percy Schmeiser. Herr Schmeiser trug sich anlässlich seines
Besuchs in das Gästebuch der Stadt München ein.
In der 3Sat Sendung „scobel“ konnten wir unseren
kritischen
Standpunkt zur Agro-Gentechnik vertreten. Über das Thema
„Grüne Gene“ diskutierten wir unter
anderem mit
Andreas Thierfelder, dem Pressesprecher von Monsanto Deutschland, sowie
Hans-Rudolf Herren, einem der Vorsitzenden des Weltagrarrates.
Freisetzungen
Zentrale Themen im Arbeitsbereich Gentechnik waren die kritische
Begleitung des Anbaus von transgenem Mais in Deutschland, die Analyse
des Gentechnik-Filzes in Ostdeutschland sowie zwei Kampagnen gegen
Freilandversuche mit genmanipulierten Pflanzen.
Eine Online-Kampagne, die von über 4500 Verbraucherinnen und
Verbrauchern unterstützt wurde, richtete sich gegen die
Freisetzung gentechnisch veränderter Zuckerrüben
durch den
Saatgutkonzern KWS. Eine weitere Online- und Einwendungsaktion, die von
mehr als 12.000 Menschen unterstützt wurde, richtete sich
gegen
die Freisetzung von transgenem Weizen durch die Universität
Rostock. Darüber hinaus veröffentlichten wir aktuelle
Analysen und Pressemitteilungen zum Anbau genmanipulierter Pflanzen in
Deutschland.
Genfilz
Anhand einzelner Personen und Firmenkonglomeraten und deren
Verflechtungen in Gentechnik-Zulassungsverfahren, Gentechnik-PR und
Lobbyarbeit sowie der Vermischung von öffentlicher Forschung
und
privaten Interessen konnten wir ein Bild der Agro-Gentechnik-Netzwerke,
besonders in den neuen Bundesländern darstellen. Diese
Zusammenhänge wurden letztendlich auch im deutschen Bundestag
diskutiert.
Broschüre
Mit unserer im Jahr 2008 komplett neu überarbeiteten
Broschüre „Gentechnik: Manipuliertes
Leben“
können sich kritische Verbraucherinnen und Verbraucher
sachlich
und fundiert über die Risiken der Agro-Gentechnik informieren.
Vorträge und Podiumsdiskussionen
Bei Vorträgen und Podiumsdiskussionen, unter anderem an der
Schweizer Eidgenössischen Forschungsanstalt für
Agrarökologie in Reckenholz und auf der internationalen
Konferenz
„Planet Diversity“ in Bonn, informierten wir
über
Hintergründe und Risiken der Agro-Gentechnik.
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Auch bei landwirtschaftlichen Themen war das Umweltinstitut
München erneut aktiv.
Im Rahmen des vom Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt
München geförderten Projekts
„Ökolandbau erleben
und verstehen“ führten wir im Jahr 2008
über 30
Veranstaltungen und Exkursionen auf Bio-Bauernhöfe durch.
Dabei
konnten wir über 700 Kindern und Jugendlichen die Vorteile des
Ökolandbaus nahe bringen. Für unser Projekt wurden
wir im
November 2008 von den Vereinten Nationen als offizielles Projekt der
UN-Dekade „Bildung für nachhaltige
Entwicklung“
ausgezeichnet.
Elektrosmog / Mobilfunk
Unser Forschungsprojekt „Immissionsminimierung von
Funkstrahlung“ konnte 2008 in einer Vielzahl bayerischer
Gemeinden und Städte einen wichtigen Beitrag bei der
Auseinandersetzung um Mobilfunkstandorte leisten. Teilweise wurden
unsere Berechnungen in den Dialog zwischen Bürgern und
Mobilfunkbetreibern eingebracht, teilweise setzten sich die Gemeinen
mit den Mobilfunkbetreibern vor Gericht auseinander.
Gräfelfing
Da das „Gräfelfinger Modell“ der Steuerung
des Aufbaus
von Mobilfunkanlagen bei den Netzbetreibern auf wenig Gegenliebe
stieß, holte die Gemeinde beim Umweltinstitut
München eine
zweite Meinung ein und ließ im Januar auch ein
Beispiel-Szenarium
durchrechnen. Dabei rechneten wir mit Konfigurationen, wie sie
typischerweise aufgebaut werden. Unsere Untersuchung ergab, dass das
Gräfelfinger Modell umgesetzt werden kann und sich die
Strahlenbelastung für die betroffenen Anwohner um rund 85
Prozent
senken lässt. Und das bei einer Verbesserung der
Versorgungsqualität in bisher weniger gut versorgten Bereichen
und
einer Erhöhung der Gesprächskapazität von 30
Prozent!
 |
 |
|
Links:
Berechnete
Strahlenbelastung in Gräfelfing (bestehende und geplante
Anlagen). Stärker bestrahlte Bereiche sind rot gekennzeichnet.
|
Rechts:
Optimierte
Situation des Beispiel-Szenariums mit neuen Standorten und reduzierter
Strahlenbelastung.
|
Aßling
Auch die zwischen Rosenheim und München gelegene Gemeinde
Aßling steuert den Aufbau von Mobilfunkanlagen mit
baurechtlichen
Mitteln. Der Mobilfunkbetreiber O2 zog im März eine Klage auf
Erteilung einer Baugenehmigung für einen in der Planung
ausgeschlossenen Standort auf Empfehlung des Gerichts zurück.
Das
Verwaltungsgericht war davon überzeugt, dass das Gutachten des
Umweltinstituts belastbare Alternativen aufweist. Inzwischen wurde zu
einer von der Gemeinde ausgewiesenen Fläche ein Bauantrag
für
einen Mobilfunkmasten gestellt und genehmigt sowie ein Mietvertrag
unterschrieben.
Gröbenzell
Höhepunkt der gerichtlichen Auseinandersetzungen war die
Verhandlung am Verwaltungsgerichtshof zu einer Mobilfunkanlage im am
westlichen Stadtrand Münchens gelegenen Gröbenzell.
Ein
halbes Jahr lang stemmte sich Vodafone vehement gegen unsere
Untersuchungsergebnisse. Nach dem inzwischen rechtskräftigen
Urteil vom 30. März 2009 muss die auf einem Hausdach
befindliche
Antenne abgebaut werden, da der Vertreter des Umweltinstituts
„überzeugend dargelegt“ habe, dass sich
die Antennen
auf dem von der Gemeinde vorgeschlagenen Mast am Bahndamm
„gut in
das Funknetz einfügen würden“, so aus der
Urteilsbegründung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs.
Neben diesen harten Auseinandersetzungen konnten im Rahmen unseres
Forschungsprojekts „Immissionsminimierung von
Funkstrahlung“ in einer Vielzahl von Städten und
Gemeinden
strahlungsminimierte Standorte im Dialog mit den Netzbetreibern
gefunden werden. Die typischen Minderungspotenziale liegen bei 60 bis
95 Prozent, welche auch wiederholt ausgenutzt werden konnten, so z.B.
in Stadtbergen bei Augsburg, Maxhütte-Haidhof und Kempten.
Agenda21
Münchner Stadtgespräche
Die Münchner Stadtgespräche
erschienen in
Zusammenarbeit mit
dem Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt
München 2008
vier Mal: Heft Nr. 48/49 („münchen feiert. wie
nachhaltig
ist die stadt?“) war eine Doppelnummer zur 850-Jahr-Feier
Münchens mit einer Auflage von 13.500 Exemplaren. Heft Nr. 50
(„Wasser. Wie gehen wir mit unserem wichtigsten Rohstoff
um?“) hatte eine Auflage von 15.000, Nr. 51
(„zusammenschrauben, benutzen, wegschmeißen. Das
IT-Heft“) von 10.000 Exemplaren. Hinzu kam der Sonderdruck
„Agro-Sprit“ mit 7000 Exemplaren.
Agenda-e-mail-newsletter
Auch 2008 erstellte die Redaktion der Münchner
Stadtgespräche
den monatlichen E-Mail-Termine-Newsletter mit ausgewählten
Terminen zu Agenda-Themen.
www.muenchner-stadtgespraeche.de
Die Ausgaben der Münchner Stadtgespräche stellen wir
im
pdf-Format auf der Webseite www.muenchner-stadtgespraeche.de
Internet-Nutzer/innen als Download zur Verfügung, wovon 2008
mehr
als 90.000 Mal Gebrauch gemacht wurde. Auf der Webseite
veröffentlichen wir auch die o.g. Agenda-Termine.

Beratung
Umweltberatung
Auch in 2008 haben viele Bürgerinnen und Bürger
unsere
Umweltberatung in Anspruch genommen. Dank der finanziellen
Unterstützung des lokalen Anteils durch die Stadt
München
konnten wir wieder zahlreiche telefonische, persönliche oder
auch
E-Mail-Anfragen beantworten. Viele der Interessenten wünschten
eine ergänzende Informationsquelle zu behördlichen
oder
Firmeninformationen. Sie zeigten sich über unsere
differenzierte,
unabhängige und engagierte Herangehensweise in den
Themenbereichen
Elektrosmog/Mobilfunk, Radioaktivität/Strahlenschutz,
Energieeinsparung/Klimaschutz, Wohngifte/gesundes Bauen und
Gentechnik/Verbraucherschutz in der Regel sehr zufrieden. Dies zeigte
sich auch daran, dass zahlreiche Personen unsere Umweltberatung
wiederholt in Anspruch nahmen.
Z.B. informierten sich zahlreiche Bürger über die
Auswirkungen von Funkanwendungen und Alternativen dazu. Einem
großen Anteil der Ratsuchenden war neu, dass es zu der
elektrosmogintensiven, schnurlosen Internet-Verbindung W-LAN mittels
Adapter über das hauseigene Stromnetz eine elegante
Alternative
gibt: D-LAN oder „HomePlug“ – ganz ohne
Funk und mit
einem Kabel nur bis zur nächsten Steckdose. Auch der
Beratungsbedarf zu Schnurlostelefonen war ungebrochen groß
– die Verkäufer sind selten gut informiert und die
Auslobungen der Hersteller zu den Geräten, welche in
unterschiedlichem Umfang strahlungsminimiert arbeiten, führen
nicht immer dazu, dass Otto Normalverbraucher das bekommt, was er
wünscht.
Im Bereich Gentechnik konnten wir in 2008 viele Bürgerinnen
und
Bürgern bei ihren Einwendungen und Protesten gegen die
Freisetzung
genmanipulierter Pflanzen beraten und betreuen. Darüber hinaus
hatten wir einen hohen Bedarf an Beratung zu Fragen der Risiken von
Agro-Gentechnik und ökologischem Landbau.
Informationen im Bereich Radioaktivität waren vor allem zur
Ende
2007 veröffentlichten Kinderkrebsstudie (KiKK-Studie) gefragt.
Auch beantworteten wir zahlreiche Fragen zum Strahlenschutz, zur
Belastung von Lebensmitteln oder Baustoffen, und nicht zuletzt zu
verschiedenen Störfällen, wie z.B. in Tricastin,
Frankreich.
Ein wesentlicher Anteil unserer Beratung im Bereich Klimaschutz /
Energie war bestimmt von der Einführung des neuen
Energiepasses
für Gebäude.
Häufig gestellte Fragen
Das von der Stadt München geförderte Projekt
„Häufig gestellte Fragen unserer
Umweltberatung“ (FAQ)
wird ständig aktualisiert und ergänzt. 2008 haben wir
als
neues Thema alles Wissenswerte zum Energie-Gebäudepass
aufgenommen. In der praktischen Arbeit kommen bestimmte Fragestellungen
immer wieder vor. Um diese Grundkenntnisse über das Medium
Internet effizient zu vermitteln, haben wir sie mit den entsprechenden
Antworten in die Homepage aufgenommen. Über das FAQ-Projekt
wird
eine Personengruppe erreicht, die nicht in erster Linie telefonisch
oder im Rahmen eines Besuchs um Rat fragen würde. Durch die
umfassende Information der Seitenbesucher zu einzelnen Themenkomplexen
des gesamten Umfelds seiner Fragestellung wird der Internet-Besucher
präzise und kompetent informiert. So erhält er
umfassend
Antwort auf seine Fragen. Bei weiterem Bedarf nach
persönlicher
Beratung findet der Nutzer am Ende jedes Themenblocks eine verlinkte
E-Mail-Adresse, an die er seine zusätzlichen Fragen richten
kann.
Diese E-Mails werden ebenfalls zur Ergänzung des
Fragenkatalogs
herangezogen. Über das Medium Internet wird somit
zusätzliches Potenzial für eine Änderung des
Umweltverhaltens genutzt.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
www.umweltinstitut.org
2008 haben wir unseren Internet-Auftritt www.umweltinstitut.org weiter
ausgebaut. So haben wir z.B. eine Protest-Aktion gegen
genmanipulierten Weizen auf unsere Homepage gestellt. Über
5000
Menschen haben daraufhin E-Mails an den damaligen
Landwirtschaftsminister Seehofer geschickt. Immer stärker
nachgefragt wird die Möglichkeit, unsere Broschüren
und
Faltblätter online bestellen zu können.
Das Internet ist inzwischen ein wesentlicher Faktor bei der Verbreitung
unserer Informationen und Aktionen geworden. Auf unserer Homepage
verzeichneten wir im Jahr 2008 über eine Million Besucher.

e-mail-newsletter
Mit unserem Newsletter informieren wir aktuell ein bis drei Mal
monatlich über Aktionen, Termine und wichtige Ereignisse.
Davon
machen immer mehr Menschen Gebrauch. Gab es Ende 2007 noch gut 10.000
Abonnenten, waren es ein Jahr später schon mehr als 20.000.

Medien
Im April und im Oktober sind die Ausgaben Nr. 03 und 04 unseres
„Infobriefs“ erschienen, der auf vier Seiten die
wichtigsten Nachrichten aus unseren Arbeitsbereichen bringt. Neu
erschienen in einer Auflage von 25.000 Stück ist ein Flyer zum
Thema „Agro-Sprit“. Neu aufgelegt haben wir unsere
Gentechnik-Basisbroschüre mit 40.000 Exemplaren. 75.000
Exemplare
hatte die Neuauflage drei verschiedener Genflyer.
Medienkontakte
Unsere kontinuierliche Pressearbeit zahlt sich von Jahr zu Jahr mehr
aus. Die ungezählten Kontakte zu Journalisten schlagen sich in
einer Vielzahl von Interviews und Artikel nieder. Das Umweltinstitut
München ist für die Medien ein bundesweit gefragter
Ansprechpartner. Im Januar veranstalteten wir eine Pressekonferenz mit
Percy Schmeiser, Träger des Alternativen Nobelpreises, und
Bürgermeister Hep Monatzeder.
Infostände
Wir haben unsere Arbeit sehr vielen Menschen auf mehreren
(Groß-)
Veranstaltungen vorgestellt: Stromwechselparty in Rosenheim (Februar);
Infotag im Ökologischen Bildungszentrum München
(Mai);
Lernfest Benediktbeuern, das größte Fest seiner Art
in ganz
Deutschland, das den Besuchern nachhaltige Zukunft als eine
Herausforderung erlebbar machte, die nur gemeinsam zu gestalten ist
(Mai; 37.000 Besucher); Rock for Nature, das Festival der
Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, das
an
Woodstock erinnerte und ein rockiges Plädoyer gegen die
Gentechnik
war (August, 28.000 Besucher); Klimaschutztag in der Muffathalle;
Streetlife-Festival (100.000 Besucher); Nacht der Umwelt und
ökologisches Hoffest Riem (alle im September) sowie
Tollwood-Festival (Dezember).
 |
 |
| Die
alternativen Nobelpreisträger Percy Schmeiser und Vandana
Shiva
zusammen mit unserem Geschäftsführer Harald Nestler
bei Rock
for Nature |
Naturschutz
2008 wurden die in den letzten Jahren begonnenen
Umbaumaßnahmen
im von uns betreuten Biotop in München-Denning
weitergeführt.
Dabei wurden drei Laichgewässer – für
Wechselkröte
und Laubfrosch, für die Gelbbauchunke, und für
Grasfrosch,
Erdkröte, Teichfrosch sowie Teich-, Berg- und Kammmolch
–
neu gestaltet. An der Situation der Amphibien hat sich im Vergleich zum
Vorjahr kaum etwas geändert. Die Zahl an Gelbbauchunken ist
zwar
etwas zurückgegangen, was im Rahmen natürlicher
Schwankungen
gerade bei kleineren Populationen aber nicht ungewöhnlich ist.
Seltene Arten wie Wechselkröte, Gelbbauchunke, Laubfrosch,
Kammmolch oder Knoblauchkröte treten nach wie vor nur
vereinzelt
auf, sie konnten sich nach einer Kaulquappenkrankheit vor zwei Jahren
noch nicht wieder stabilisieren.
|