Das Umweltinstitut
München

Seit mehr als 35 Jahren kämpft das Umweltinstitut für eine artenreiche und vielfältige Umwelt, in der alle ein gutes Leben führen können.

Woher wir kommen und wofür wir stehen

April 1986 – Nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl zieht eine radioaktive Wolke bis nach Deutschland. Statt die Bevölkerung umfassend zu informieren, vertuschen und verharmlosen die deutschen Behörden die Gefahr. Eine Gruppe engagierter Bürger:innen und Wissenschaftler:innen will das nicht hinnehmen und beginnt, selbst unabhängige Messungen der radioaktiven Belastung durchzuführen. Im Juli 1986 gründen sie das Umweltinstitut München.

Im Juli 1986 gründete eine Gruppe engagierter Bürger:innen das Umweltinstitut München.

Gemeinsam mit anderen Organisationen planten wir Demos, Protestaktionen und sammelten europaweit mehr als 1,3 Millionen Unterschriften für ein Glyphosat-Verbot.

Hell erleuchtet: 2017 projizierten wir unsere Botschaft auf das Atomkraftwerk Grundremmingen.

Vom Winde verweht: Mit unseren Messprojekten zur Verbreitung von Pestiziden durch die Luft leisteten wir Pionierarbeit.

Die Zukunft ist erneuerbar - Klimaschutz kommt mit Solar! 2020 übergaben wir dem Wirtschaftsministerium 140.000 Überschriften für eine Solaroffensive.

Unsere Erfolge

Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit zahlen sich aus. Das zeigen die vielen kleinen und großen Erfolge, die wir mit unserer Arbeit für den Umweltschutz erreichen.

Sieg für die Meinungsfreiheit

Pestizidprozess

Weil wir mit einer satirischen Aktion auf den hohen Pestizideinsatz im Südtiroler Obstbau aufmerksam machten, wurden wir verklagt. Doch gegen die juristische Ohrfeige setzten wir uns erfolgreich zur Wehr: Der Prozess endete mit einem Freispruch.

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Gemeinsam gegen die Gaslobby

Klimaschutz

Zahlreiche Stadtwerke sind Mitglied im Lobbyverband „Zukunft Gas“ und finanzieren so die Anti-Klima-Politik der Gaslobby mit. Mit einer medienwirksamen Kampagne konnten wir etliche Stadtwerke zum Austritt bewegen. Ein Riesen-Erfolg im Kampf gegen den fossilen Lobbyismus in Deutschland!

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Mehr Erfolge

Medienecho

Das Umweltinstitut München in der Presse

Hier finden Sie Links zu ausgewählten Artikeln, Radio- und Fernsehbeiträgen über die Arbeit des Umweltinstituts.

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Transparenz

Jahres- und Transparenzbericht

Auf einen Blick

In unserem Jahresbericht stellen wir die wichtigsten Kampagnen und Erfolge des vergangenen Jahres vor und legen unsere Finanzen offen.

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Offen und ehrlich

Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Als gemeinnützige Organisation legen wir besonderen Wert auf die Transparenz unserer Finanzen und Ergebnisse. Hier erfahren Sie mehr.

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Mit uns schützen Sie die Umwelt

Schon ein kleiner Betrag kann Großes bewirken. Spenden Sie und finanzieren Sie unsere Recherchen. Es lohnt sich!

FAQ

Wofür steht das Umweltinstitut München?

Unser Ziel ist die Agrarwende hin zu einer zu 100 Prozent ökologischen Landwirtschaft ohne Pestizide und Massentierhaltung sowie die Energiewende hin zu einer 100 Prozent erneuerbaren Energieversorgung. Unsere Vision ist eine artenreiche und vielfältige Umwelt, in der alle ein gutes Leben führen können.

Wie arbeitet das Umweltinstitut München?

Das Umweltinstitut München mischt sich seit mehr als 35 Jahren erfolgreich in die deutsche und europäische Umweltpolitik ein. Wir führen unabhängige Messungen durch, informieren auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und erstellen Infomaterial sowie Berichte zu unseren Untersuchungen, mit denen wir die breite Öffentlichkeit informieren.

Wir ermutigen Menschen, sich gemeinsam mit uns stark zu machen für mehr Umwelt- und Klimaschutz. Wir organisieren Demos, Aktionen und Kampagnen und bleiben so lange am Ball, bis wir unsere Ziele erreichen.

Wie finanziert sich das Umweltinstitut München?

Zum größten Teil finanzieren wir uns aus den Beiträgen unserer Fördermitglieder und Spenden.  Hinzu kommen Stiftungszuwendungen für einige Projekte sowie ein kleiner Anteil an Fördermitteln. Ohne unsere Unterstützer:innen ist unsere Arbeit und unser Einsatz für die Agrar- und Energiewende nicht möglich.

Details zu unserer Finanzierung können Sie in unserem Jahres- und Transparenzbericht nachlesen.

Ist das Umweltinstitut München seriös?

Die kurze Antwort lautet: Ja.

Dadurch, dass sich das Umweltinstitut fast ausschließlich über Spenden und Fördermitgliedsbeiträge finanziert, garantieren wir unsere Unabhängigkeit von Politik und Wirtschaft. Transparenz hat für uns einen sehr hohen Stellenwert: Unsere Einnahmen und Ausgaben legen wir in unserem Jahres- und Transparenzbericht offen. Außerdem hat sich das Umweltinstitut der Initiative Transparente Zivilgesellschaft angeschlossen.

Wir informieren auf der Basis unabhängiger Messungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Seit unseren Gründungstagen leisten wir mit Hilfe von Messprojekten Aufklärungsarbeit, wenn Politik und Behörden Gefahren unter den Teppich kehren möchten: Nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl riefen wir unser Programm zur Messung radioaktiver Belastung der Außenluft ins Leben. Dank eines eigenen Gammaspektrometers können wir zudem die Belastung von Lebensmitteln und anderer Proben prüfen. Wo wir – wie beispielsweise bei Pestiziden – nicht selbst nachmessen können, arbeiten wir mit externen Laboren oder Gutachter:innen zusammen. So konnten wir erstmals nachweisen, dass Pestizide sich teils kilometerweit durch die Luft verbreiten – selbst solche, die laut Zulassungsberichten gar nicht in die Luft übergehen dürften.

Wie kann ich mit dem Umweltinstitut aktiv werden?

Unsere Arbeit ist nur durch die Unterstützung von Menschen wie Ihnen möglich. Nehmen Sie an unseren Online-Aktionen teil, verteilen Sie unseren Flyer und Informationsmaterialien oder treffen Sie uns bei Demos oder Aktionen vor Ort. Werden Sie Fördermitglied, um unsere Arbeit dauerhaft zu unterstützen oder spenden Sie für unsere Kampagnen- und Aufklärungsarbeit. Wie danken Ihnen für Ihren Einsatz!

> Jetzt Fördermitglied werden
> Jetzt spenden

Das Team des Umweltinstitut München

Gemeinsam arbeiten wir daran, die Energie- und Agrarwende voranzutreiben.

Jobs und Praktika

Freiwilliges ökologisches Jahr (Beginn jeweils 1. September)

Die Mitarbeit ist bei folgenden Tätigkeiten und Einsatzbereichen möglich:

  • Verbraucheraufklärung und Beratung
  • Büro- und Verwaltungsarbeit (Telefon, Versand)
  • Recherche und Mitarbeit bei unseren Zeitschriften
  • Mitarbeit bei Forschungsvorhaben (z.B. Probenahme, Radioaktivitätsmessungen)
  • Mitarbeit bei Kampagnen-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Infostände, Veranstaltungen

Informationen zum freiwilligen ökologischen Jahr

Jugendorganisation des Bund Naturschutz (JBN)

www.foej-bayern.de

Hier ist unser PGP-Key, falls du deine E-Mail verschlüsseln willst.

Gendern im Umweltinstitut München

Warum verwendet das Umweltinstitut München den Gender-Doppelpunkt?

In unserer Arbeit für den Umweltschutz sind die Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern oft ein relevanter Aspekt. Wenn wir zum Beispiel über die Freiheit sprechen, Saatgut zu nutzen, zu tauschen und weiterzuentwickeln, dann ist es wichtig zu wissen, dass in vielen Kulturen der Welt die Arbeit mit Saatgut von Frauen gemacht wird. Wenn im deutschen Energiesystem nur vier Konzerne den Ton angeben, ist es wichtig zu sehen, dass in diesen Konzernen nur Männer an den Schalthebeln sitzen.

Wird als Grundform aber immer die männliche Variante für alle genutzt, wird das häufig so verstanden, als handele sich nur um Männer (oft unbewusst). Eine neutrale oder gegenderte Formulierung lässt den Aspekt Geschlecht erstmal offen und kann Gruppen aller Geschlechter meinen. So werden weibliche und andersgeschlechtliche Menschen in der Sprache nicht nur mitgemeint oder -gedacht, sondern auch mitverstanden.

Um diesen Aspekt immer wieder sichtbar zu machen, nutzen wir bisher das bekannte Binnen-I: MitarbeiterInnen, JournalistInnen,… Doch seit der Gründung des Umweltinstituts in den 1980er Jahren hat sich die Gesellschaft verändert. Menschen, die sozial oder biologisch nicht eindeutig Männer oder Frauen sind, haben sich Sichtbarkeit und Anerkennung erstritten. Die Wissenschaft ist sich ohnehin weitgehend einig, dass Geschlecht eine Vielzahl von biologischen und sozialen Aspekten hat. Für unsere Arbeit ist das soziale Geschlecht, das Verhalten von Menschen in einer Gesellschaft untereinander, wichtig. In der Soziologie wird das soziale Geschlecht mit dem Fachausdruck „Gender“ bezeichnet.

Um der gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Entwicklung Rechnung zu tragen, haben wir uns entschieden, von nun an neutrale Bezeichnungen oder, wo dies nicht möglich ist, den Gender-Doppelpunkt zu nutzen. Falls wir also beispielsweise politisch aktive Menschen ansprechen wollen, werden wir ab sofort entweder das Wort „Aktive“ oder „Aktivist:innen“ verwenden.

Der Doppelpunkt bietet dabei vor allem zwei Vorteile gegenüber anderen, ebenfalls in Mode gekommenen Alternativen, z.B. dem Gender*Stern oder Gender_Unterstrich. Zum einen zieht er das Wort nicht so sehr auseinander und ist somit besser lesbar. Zum anderen wird der Doppelpunkt in der Mitte des Wortes von vielen Vorleseprogrammen als Pause gelesen, wodurch er im Bereich der Barrierefreiheit punktet.

Natürlich gibt es noch viele weitere Feinheiten der gendersensiblen Sprache, etwa weil Bäuerinnen und Bauern sich schlecht in einem Wort zusammenfassen lassen. Doch für all diese Sonderfälle haben sich Menschen bereits Lösungen einfallen lassen: Eine gute Zusammenfassung bietet etwa der Leitfaden für gendersensible Sprache bei der Hansestadt Lübeck, den wir im Zweifel zu Rate ziehen. Wir freuen uns auf die Herausforderung und wünschen allen Leser:innen einen schönen Tag!
https://luebeck.de/gender/

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