Unsere südafrikanische Partnerorganisation Women on Farms Project berichtet uns aus erster Hand von Vergiftungen, schweren Hautverletzungen und Atemproblemen bei Landarbeiterinnen in den Weinregionen des Landes.
Besonders bitter: Die Chemikalie wird auch beim Anbau von Wein eingesetzt, der später für den europäischen Markt bestimmt ist. Ein Stoff, den wir hier für zu gefährlich halten, wird andernorts eingesetzt und landet dann als Rückstand womöglich wieder in unseren Supermärkten.
Was hier aus gutem Grund verboten ist, darf nicht anderswo Menschen krankmachen!
Seit Jahren kämpfen wir deshalb gegen diese Doppelmoral: Rund 140.000 Menschen unterstützen bereits unsere Petition gegen den Export verbotener Pestizide. Wir haben das Thema in die politische Debatte getragen und den Hersteller Alzchem auf seiner Hauptversammlung direkt mit den Folgen seines giftigen Geschäftsmodells konfrontiert.
Doch Alzchem exportiert Cyanamid weiter nach Afrika. Deshalb gehen wir jetzt einen neuen Weg: Wir bringen Deutschlands Pestizid-Doppelmoral vor die Vereinten Nationen (UN).
|