Wärmewende retten – raus aus der Gaskostenfalle

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Schluss mit dem Gas-Chaos: Aufruf unterzeichnen

Die Bundesregierung – allen voran Katherina Reiche – ist dabei, uns ein teures Gas-Chaos zu bescheren. Mit dem neuen Heizungsgesetz will die Koalition aus Union und SPD jetzt sogar den Einbau neuer Gasheizungen wieder ermöglichen – obwohl sie uns damit in neue Importabhängigkeiten treibt, die Bürger:innen in die Kostenfalle laufen lässt und die Wärmewende der Kommunen sabotiert. Das müssen wir verhindern!

Mit einem offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten von Union und SPD stellen wir uns alle gemeinsam den Plänen der Bundesregierung entschlossen entgegen. Dabei ist es wichtig, dass wir möglichst viele Gruppen und Organisationen werden! Die Bundesverbände von Greenpeace, GermanZero, Deutsche Umwelthilfe, BUND, Fridays for Future, Klimabündnis Deutschland und BUND Naturschutz in Bayern e.V.  sind schon dabei. Zeichnet auch ihr als Organisation oder lokale Gruppe bis zum 22. März 2026 den offenen Brief mit und rettet mit uns die Energiewende!

Unsere zentralen Forderungen an die Regierungsparteien sind:

  1. Bürgerinnen und Bürger vor der Gaskostenfalle schützen
  2. Planungssicherheit für die Kommunen schaffen
  3. Gasimporte reduzieren statt neue Abhängigkeiten aufbauen

Zum Offenen Brief (Volltext)

Noch Fragen? Am Ende der Seite findet ihr ein FAQ zum Gas-Chaos, zur Gaskostenfalle und zur Planungsunsicherheit.

So seid ihr mit dabei:

Bis zum 22. März könnt ihr als zivilgesellschaftliche Organisation, Verein, lokale Umweltgruppe, aber auch als Unternehmen oder Verband den Aufruf unterzeichnen. Wir möchten auch insbesondere Nicht-Umweltorganisationen zur Mitzeichnung ermutigen! Stellt uns dafür einfach das Logo eurer Organisation zur Verfügung, indem ihr das Formular auf dieser Website ausfüllt. Weitere Verpflichtungen entstehen bei Unterzeichnung des Aufrufs nicht. Bitte beachtet: Als zivilgesellschaftliches Bündnis können wir leider keine Zeichnungen durch Parteien annehmen.

Achtung: Bitte gebt den Brief keinesfalls vor der offiziellen Veröffentlichung am 24. März an die Öffentlichkeit oder Abgeordnete weiter! Wir informieren euch rechtzeitig vor der Veröffentlichung mit der finalen Version inklusiver aller Logos. Bei Fragen meldet euch bitte per Mail an klimawende@umweltinstitut.org

Jetzt mitmachen:

Als Gruppe, Organisation, Initative, Unternehmen oder Verband unterzeichnen

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Webinar zum Aufruf und verbundenen Aktionen

Wir treffen uns alle gemeinsam – mit Greenpeace, FridaysForFuture, dem BUND und GermanZero – in einem Online-Meeting am Donnerstag, den 19. März von 19 bis 20 Uhr. Hier stellen wir euch verschiedene Möglichkeiten vor, wie ihr den Brief ganz unkompliziert für lokale Aktionen und Ansprache der Bundestagsabgeordneten aus eurem Wahlkreis nutzen könnt. So verstärken wir die politische Wirkung noch einmal enorm! Außerdem erfahrt ihr alles zur Veröffentlichung des Briefs am 24. März.

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FAQs

Warum sprecht ihr von Gas-Chaos?

Knapp die Hälfte der Haushalte heizt in Deutschland weiterhin mit Gas. Die Bundesregierung tut gerade alles dafür, diese Abhängigkeit weiter zu zementieren. Dabei haben schon die Gasengpässe und der darauffolgende extreme Preisschock in Folge von Putins Angriffskrieg auf die Ukraine gezeigt, wie gefährlich unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern ist: In kürzester Zeit musste die damalige Regierung viele Milliarden Euro für den Aufbau von Flüssiggas-Terminals und die Diversifizierung der Gasimporte investieren. Damit rutschen wir direkt in die nächste Abhängigkeit von neuen Autokraten, denn fast 100 Prozent des deutschen Gasbedarfs werden importiert. Jetzt schießen die Gaspreise auf dem Weltmarkt durch den Krieg im Iran schon wieder durch die Decke.

In dieser Situation kündigt nun die Bundesregierung an, dass der Einbau von Gasheizungen wieder dauerhaft erlaubt werden soll. In diesem Zusammenhang sprechen wir von Gas-Chaos – nicht nur, weil wir uns mit der fossilen Abhängigkeit in eine Situation begeben, in der unsere Energieversorgung immer teurer und unsicherer wird. Hinzu kommt, dass die Bundesregierung mit diesem Vorstoß die bereits Wärmeplanung der Kommunen sabotiert. Und schließlich ist Deutschland verpflichtet, bis Mitte des Jahres das EU-Gaspaket umzusetzen – das die Weichen für die Stilllegung der Gasnetze in den Kommunen stellt. Das passt nicht mit einem Boom neuer Gasheizungen zusammen.

Was ist die Gaskostenfalle?

Wer sich jetzt noch eine Gasheizung einbauen lässt, bindet sich nicht nur für deren durchschnittliche Lebensdauer von 20 Jahren an das Heizen mit Gas, sondern geht auch ein enormes Kostenrisiko ein. Denn weil immer mehr Verbraucher:innen das Gasnetz verlassen und auf Wärmepumpen umsteigen, verteilen sich die Kosten für das Gasnetz auf immer weniger Schultern. So können auf die letzten Haushalte mit Gasheizung sehr hohe Netzgebühren von bis zu 3.300 bis 4.300 Euro pro Jahr zukommen, wie eine von uns kürzlich beauftragte Fraunhofer-Studie zeigt.

So lange muss es aber nicht dauern, bis Gaskund:innen in die Kostenfalle tappen. Die Verdopplung der Gaspreise auf dem Weltmarkt durch den Krieg im Iran zeigt deutlich: Auf Gas ist kein Verlass. Die Bundesregierung möchte dieses Problem jetzt noch weiter verschärfen: Durch die Einführung einer sogenannten „grünen“ Gasquote sollen Gasunternehmen schrittweise immer mehr erneuerbare Gase dem Gasnetz beimischen. Woher diese Mengen an „grünem“ Gas kommen sollen, konnte die Bundesregierung bisher nicht erklären. Das ist wenig verwunderlich, denn erneuerbare Gase sind in ihrer Verfügbarkeit stark begrenzt und damit extrem teuer. Obwohl die Gasquote der Bundesregierung im Jahr 2028 bei nur einem Prozent starten soll, berichtete das Institut der deutschen Wirtschaft, dass Zwei-Personen-Haushalte 2035 mit zusätzlichen Kosten von 350 Euro pro Jahr rechnen müssten.

Gerade für Mietende wäre das unfair. Denn Vermieter:innen können durch die neuen Regeln wieder unbegrenzt Gasheizungen einbauen. Das ist heutzutage oft mit weniger Aufwand verbunden als auf eine geförderte Wärmepumpe umzustellen. Die Regierung hat zwar angekündigt, dass sie Mietende vor hohen Kosten schützen will, aber wie, dazu hat sie sich noch nicht geäußert. So hat sie neue Unsicherheit in die Wärmewende gebracht, ohne Antworten auf zentrale Fragen geben zu können.

Warum herrscht jetzt Planungsunsicherheit?

Alle deutschen Kommunen müssen bis spätestens 2028 einen Wärmeplan vorlegen, der aufzeigt, wie die betroffenen Eigentümer:innen die vielen Gas- und Ölheizungen je nach Lage ihres Gebäudes ersetzen können. Darin soll z. B. die Frage beantwortet werden, ob zukünftig der Anschluss an ein Wärmenetz möglich ist. Wenn jetzt aber wieder unkontrolliert Gasheizungen eingebaut werden können, wird eine geordnete und kosteneffiziente Stilllegung der Gasnetze nahezu unmöglich. Diese ist aber die andere Seite der Medaille der kommunalen Wärmeplanung, in der die Kommune die klimafreundliche Wärmeversorgung der Zukunft plant. Stadtwerke und Netzbetreiber können aber nicht planen, in welchen Straßen sie Gasnetze in Zukunft stilllegen und etwa mit Fernwärme erschließen können, wenn jederzeit neue Gasheizungen ans Netz gehen. Gleiches gilt für das Stromnetz: Wegen der steigenden Anzahl an Wärmepumpen muss es an vielen Stellen ausgebaut werden, doch wann, wo und wie sehr, das kann niemand voraussehen, wenn unklar ist, wieviele Haushalte auf Wärmepumpen und wieviele auf Gas setzen werden.

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