PFAS-Pestizide jetzt verbieten!

Viele Menschen versuchen seit Jahren, Ewigkeitschemikalien – sogenannte PFAS – zu vermeiden: in der Pfanne, in der Regenjacke, im Alltag. Doch eine der größten PFAS-Quellen bleibt unbeachtet: In den letzten 30 Jahren wurden über 60.000 Tonnen PFAS-Pestizide auf deutschen Äckern ausgebracht. Ihr Abbauprodukt TFA reichert sich unsichtbar in Böden, Wasser und Lebensmitteln an. Mehr lesen

Jetzt hat die Europäische Chemikalienagentur ECHA empfohlen, TFA offiziell als „reproduktionstoxisch, Kategorie 1B“ einzustufen: Denn die Behörde ist zu dem Schluss gekommen, dass der Stoff Föten während der Schwangerschaft schädigen und vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann. Trotzdem sind in Deutschland noch 26 PFAS-Pestizidwirkstoffe in vielen Mischungen zugelassen. Allein Schleswig-Holstein plant bereits ein PFAS-Pestizidverbot in Wasserschutzgebieten – jetzt müssen der Bund und die anderen Bundesländer folgen.

Unsere Forderungen:

Ewigkeitschemikalien gehören nicht auf unsere Äcker.

PFAS–Pestizid-Verbot – jetzt!

 

Jetzt mitmachen

Tragen Sie hier Ihre Postleitzahl und im zweiten Schritt Ihre eigenen Adressdaten ein. Falls Sie möchten, können Sie außerdem eine persönliche Ergänzung zur Mail an den:die Agrarminister:in einfügen.

Hier PLZ angeben

Hiermit gebe ich meine freiwillige Einwilligung, dass das Umweltinstitut München meine hier angegebenen personenbezogenen Daten verarbeiten darf. Bei einer Unterschriftenübergabe werden Ihr Name und Wohnort an die Petitionsempfänger:innen übermittelt. Die Einwilligung ist jederzeit widerrufbar. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
* Pflichtangaben.

So funktioniert die Aktion

Nach Angabe Ihrer Postleitzahl im Formular oben rechts wird Ihnen die vorgefertigte E-Mail angezeigt. Dann müssen Sie nur noch Ihren Namen und Ihre Mailadresse angeben und auf „Jetzt mitmachen“ klicken, um die vorgefertigte Email an den:die Agrarminister:in Ihres Bundeslands zu versenden.  Wenn Sie möchten, können Sie noch einen persönlichen Kommentar hinzufügen, dieser erscheint dann im E-Mailtext und macht Ihren Protest noch aussagekräftiger.

Hintergrundinformationen

Was sind PFAS-Pestizide und wofür werden sie eingesetzt?

PFAS-Pestizide sind Ackergifte, deren Wirkstoffe sogenannte fluorierte chemische Strukturen enthalten. Diese Fluorierung macht die Stoffe besonders stabil und wirksam, zugleich aber auch sehr langlebig in der Umwelt. Sie werden in der Landwirtschaft gegen Pilzkrankheiten, Insekten oder unerwünschte Beikräuter eingesetzt.

Das Problem: Viele dieser Wirkstoffe oder ihre Abbauprodukte werden in Böden und Gewässern nur sehr langsam abgebaut. Einige können sich zu Trifluoressigsäure beziehungsweise Trifluoracetat, kurz TFA, zersetzen. TFA ist extrem persistent, sehr gut wasserlöslich und kann deshalb leicht ins Grundwasser gelangen. Daraus lässt es sich nur mit großem technischem Aufwand wieder entfernen.

Wie kann ich mich vor PFAS-Pestiziden schützen?

Ein vollständiger Schutz ist für Einzelne kaum möglich, weil PFAS und TFA universell über Wasser, Lebensmittel und die Umwelt aufgenommen werden können. Der Kauf von Bio-Lebensmitteln kann die direkte Pestizidbelastung verringern. Entscheidend sind jedoch politische Maßnahmen, die PFAS-Pestizide direkt an der Quelle – also im Einsatz in der Landwirtschaft – stoppen.

Warum fordern wir ein PFAS-Pestizid-Verbot auch außerhalb von Wasserschutzgebieten?

PFAS-Pestizide bleiben nicht dort, wo sie ausgebracht werden. Sie können über Böden, Flüsse und Grundwasser weiträumig verbreitet werden und sich dauerhaft überall in der Umwelt anreichern. Ein Verbot nur in Wasserschutzgebieten wäre deshalb ein wichtiger erster Schritt, aber kein ausreichender Schutz.

Warum adressieren wir die Agrarminister:innen der Bundesländer?

Die Bundesländer sind für den Vollzug des Pflanzenschutzrechts und den Schutz ihrer Wasserressourcen mitverantwortlich. Sie können Anwendungsbeschränkungen in besonders sensiblen Gebieten vorantreiben und politischen Druck auf den Bund und die Europäische Union für ein umfassendes Verbot ausüben.

Zurück nach oben