Dazu Fabian Holzheid, Geschäftsführer des Umweltinstituts:

“Günther Felßner leugnet wissenschaftliche Erkenntnisse zu Klimakrise und Artensterben, und als Bauernverbandspräsident hätte er einen massiven Interessenkonflikt in das Amt getragen. Wir sind froh, dass er nicht der nächste Bundeslandwirtschaftsminister wird – das Ministerium wäre sonst zum verlängerten Arm der Agrarlobby geworden.“

In einer persönlichen Erklärung gab Günther Felßner heute an, für seine Entscheidung sei vor allem eine Protestaktion auf seinem Hof ausschlaggebend gewesen. Tierrechtsaktivist:innen waren auf das Dach seines Stalls geklettert und hatten ein Plakat angebracht – ein Eingriff in Felßners Privatsphäre, den das Umweltinstitut klar ablehnt. Medien berichten, dass jedoch bereits einige Tage zuvor innerhalb der CSU der Rückhalt für Felßner geschwunden war.

Das Umweltinstitut ruft dazu auf, auf eine faire Streitkultur zu achten: „Ich kann alle Beteiligten nur dazu aufrufen, sich an die Grundregeln des demokratischen Miteinanders zu halten“, so Holzheid. „Aus diesem Grund heißen wir Methoden wie die gestrige Protestaktion nicht gut. Wie Günther Felßner in seiner Erklärung jedoch selbst erwähnte, sind Petitionen und Debatten zu Personalien, insbesondere bei Ministerposten, ein ganz normaler Teil der politischen Willensbildung“. 

 

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