Aktuelles zu Umweltpolitik, Landwirtschaft und Klimaschutz
Wir nehmen Stellung und klären auf: Unsere Fachreferent:innen analysieren die wichtigsten Entwicklungen zu Umwelt- und Klimathemen und ordnen diese für Sie ein. Unsere Arbeit wird durch die Unterstützung unserer Spender:innen und Fördermitglieder ermöglicht und ist daher unabhängig von politischer oder wirtschaftlicher Einflussnahme.
Protest direkt vor der Konzernzentrale: Weil die Alzchem Group ihre Hauptversammlung nur online abhielt, reisten wir nach Trostberg – und trugen unsere Kritik von dort aus in die virtuelle Versammlung. Unsere klare Forderung: AlzChem muss den Export des Wachstumsregulators Dormex mit dem Wirkstoff Cyanamid beenden. Was in der EU zu gefährlich ist, darf nicht anderswo weiterverkauft werden.
551 Fragen an NGOs, Zweifel an der Gemeinnützigkeit politisch engagierter Organisationen und Angriffe auf Informationsrechte: All das setzt zivilgesellschaftliches Engagement zunehmend unter Druck – und damit auch zentrale demokratische Grundprinzipien. Ein Gespräch über die Kampfansage von Friedrich Merz, ihre Folgen und die Rolle einer starken Zivilgesellschaft
40 Jahre nach Tschernobyl erklärt unser politischer Geschäftsführer Fabian Holzheid, wie die Atomkatastrophe zur Gründung des Umweltinstituts führte – und warum die Arbeit längst nicht getan ist.
Mähroboter verletzen und töten jedes Jahr zahlreiche Igel und andere Wildtiere. Gemeinsam mit einem breiten Bündnis fordert das Umweltinstitut deshalb ein bundesweites Nachtfahrverbot. Jetzt ist die Bundesregierung gefragt, den Schutz gefährdeter Arten verbindlich zu regeln.
Erst seit 2023 gibt es überhaupt ein Gesetz, das Energiesparen in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen fördert. Dieses soll jetzt „reformiert“ – im Klartext: abgeschwächt – werden. Mit dem neuen Entwurf droht die Bundesregierung, zentrale Fortschritte beim Energiesparen zurückzudrehen. Damit bleiben Einsparpotenziale in Milliardenhöhe ungenutzt.
Menschen, die in Regionen mit intensiver Pestizidbelastung leben, weisen ein deutlich erhöhtes Krebsrisiko auf. Das zeigt eine neue Studie. Vor allem der so genannte Cocktail-Effekt, also die Kombination verschiedener Pestizide, kann dabei zum Problem werden – selbst dann, wenn einzelne Stoffe als vergleichsweise unbedenklich gelten.
Die Bundeswirtschaftsministerin hat es innerhalb von nur einem Jahr geschafft, die deutsche Energiepolitik in ein teures Chaos zu stürzen. Ihre Entscheidungen führen Verbraucher:innen in die Kostenfalle und Deutschland in neue Abhängigkeiten. Das Umweltinstitut hat deshalb ein breites Bündnis aus 250 Organisationen gegen die geplanten Änderungen am Heizungsgesetz ins Leben gerufen und ruft zu Protesten und weiteren Aktionen auf.
Zahlreiche in der EU zugelassene Pestizide gelten als besonders gefährlich für Umwelt und Gesundheit. Sie sind als sogenannte Substitutionskandidaten eingestuft und sollten eigentlich durch weniger schädliche Alternativen ersetzt werden. Doch dieses Ziel wird allzu oft verfehlt: Auch das Ackergift Pendimethalin, gegen dessen erneute EU-Zulassung wir Klage eingereicht haben, gehört zu diesen hochproblematischen Wirkstoffen.
Mehr als 1.000 Wildkräuter wachsen in Deutschland, viele davon werden vorschnell als Unkraut abgestempelt. Dabei sind sie unverzichtbar für Insekten, Vögel und gesunde Böden. Zum „Tag des Unkrauts“ am 28. März sprechen wir mit den Kräuter- und Pilzexpert:innen Vanessa und Norman Glatzer von „Buschfunkistan“ darüber, warum der Begriff Unkraut in die Irre führt, was vermeintliche Störenfriede für die Artenvielfalt leisten und wie sich Giersch, Gundelrebe und Co. ganz praktisch nutzen lassen.
Bei der Agrarministerkonferenz (AMK) in Bad Reichenhall stand diese Woche auch die Zukunft des Pestizidrechts auf der Tagesordnung. Das Umweltinstitut hat die Konferenz genutzt, um gegen Pläne zur weiteren Lockerung von Schutzregeln zu protestieren. Mit einer Projektion am Königlichen Kurhaus und einer Protestaktion bei der Eröffnung machten wir deutlich: Gefährliche Pestizide dürfen nicht dauerhaft ohne neue Prüfung auf dem Markt bleiben.