Keine Endlos-Zulassung für Pestizide!
Bei der Agrarministerkonferenz (AMK) in Bad Reichenhall stand diese Woche auch die Zukunft des Pestizidrechts auf der Tagesordnung. Das Umweltinstitut hat die Konferenz genutzt, um gegen Pläne zur weiteren Lockerung von Schutzregeln zu protestieren. Mit einer Projektion am Königlichen Kurhaus und einer Protestaktion bei der Eröffnung machten wir deutlich: Gefährliche Pestizide dürfen nicht dauerhaft ohne neue Prüfung auf dem Markt bleiben.
Moritz Tapp · 4 Minuten
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Radikale Pläne zur Pestizid-Deregulierung
Der Freistaat Sachsen begrüßt nicht nur die auf EU-Ebene geplante unbefristete Genehmigung von Pestizid-Wirkstoffen im Rahmen des sogenannten Pestizid-Omnibusses, sondern fordert darüber hinaus weitere Lockerungen. Sachsen möchte dieses Prinzip auf nationale Pestizidzulassungen ausweiten und diverse Schutzregeln im EU-Pestizidrecht noch weiter abschwächen.
UPDATE:
Auf der Frühjahrs-Agrarministerkonferenz 2026 in Bad Reichenhall wurde der sächsische Antrag wegen des Widerstands der Länder Bremen, Hamburg und Niedersachsen nicht angenommen. In einer Protokollerklärung sprachen sich die 13 verbleibenden Bundesländer dennoch für die gefährlichen Deregulierungswünsche des Sächsischen Agrarministers aus. Damit bleibt die Gefahr bestehen, dass Deutschland im Rat der EU Druck ausübt, weitere Schutzregeln abzuschaffen, um der Pestizidindustrie höhere Profite zu ermöglichen.
Wir können den Pestizid-Omnibus gemeinsam stoppen!
Doch es gibt gute Nachrichten: Mit unserer neuen Aktion „Mail for EU – Pestizidpaket stoppen!“ können Sie ganz einfach eine Mail mit Ihrem Widerspruch gegen diese Pläne an Ihre zuständigen EU-Abgeordneten senden.
Noch haben wir die Chance, diese gefährlichen Pläne durch unsere gewählten Vertreter:innen zu stoppen!
Unterstützen Sie unsere Arbeit gegen den Pestizid-Omnibus
Ihre Spende macht Protest und politische Arbeit möglich.