Heizungsgesetz: Bundeskabinett untergräbt die Klimaziele
Das Umweltinstitut München kritisiert den Entwurf des Bundeskabinetts für das neue Gebäude-Modernisierungs-Gesetz. Anstatt die Wärmewende voranzubringen, soll der Einbau neuer Öl- und Gasheizungen wieder unbegrenzt erlaubt werden. Das Zieljahr 2045 für den endgültigen Abschied von fossilen Heizungen hat die Regierung gestrichen. Stattdessen sollen Bürger:innen Biogas oder Wasserstoff verbrennen – Gase, die viel zu teuer sind, um sie zu verheizen.
Till Irmisch, Referent für Energiepolitik am Umweltinstitut, erklärt:
„Dieses Gesetz ist ein neuer Tiefpunkt für den Klimaschutz. Wer den Einbau neuer Öl- und Gasheizungen wieder unbegrenzt erlaubt, blockiert die notwendige Abkehr von fossilen Energien für Jahrzehnte. Die Regierung verabschiedet sich mit diesem Gesetz von den deutschen Klimaschutzzielen und ignoriert dabei sämtliche Warnungen aus der Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Mitten in einer fossilen Energiekrise verlängert sie mutwillig unsere gefährliche Abhängigkeit von Gas- und Ölimporten aus dem Ausland. Das hilft nur der fossilen Industrie.
Stattdessen wirbt die Regierung für Scheinlösungen wie Biogas und Wasserstoff. Diese sind aber viel zu teuer, um sie in Häusern zu verheizen. Wer heute eine neue Heizung einbaut, sollte den Versprechungen der Bundesregierung nicht trauen und sich an eine unabhängige Energieberatung wenden.“