Cocktail-Effekt: Erhöhtes Krebsrisiko durch Pestizidmischungen
Menschen, die in Regionen mit intensiver Pestizidbelastung leben, weisen ein deutlich erhöhtes Krebsrisiko auf. Das zeigt eine neue Studie. Vor allem der so genannte Cocktail-Effekt, also die Kombination verschiedener Pestizide, kann dabei zum Problem werden – selbst dann, wenn einzelne Stoffe als vergleichsweise unbedenklich gelten.
Christine Vogt · 2
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Risikobewertung missachtet Cocktail-Effekt von Pestiziden
Die Ergebnisse stellen die bisherige Praxis der Risikobewertung infrage, weil diese die tatsächlichen Gesundheitsrisiken von Pestiziden unterschätzt. Wir fordern, dass der der Cocktaileffekt in Zulassungsverfahren viel stärker berücksichtigt wird. Es kommt nicht nur auf die Prüfung einzelner Chemikalien an, sondern auch auf deren Zusammenspiel in der Umwelt und im menschlichen Körper.
Doch statt auf europäischer Ebene daran zu arbeiten, Risikobewertungen an den neuen Erkenntnisstand anzupassen, plant die EU-Kommission mit dem so genannten Pestizid-Omnibus das Zulassungsverfahren sogar noch weiter abzuschwächen. Pestizide könnten in Zukunft unbefristet genehmigt werden, selbst nach einem Verbot deutlich länger eingesetzt werden und Mitgliedstaaten hätten künftig keine Möglichkeit mehr, neue wissenschaftliche Erkenntnisse in Zulassungsprozesse von Pestiziden einfließen zu lassen. Doch gemeinsam können wir uns gegen diese giftigen Pläne wehren:
Beteiligen Sie sich an unserer Aktion und fordern Sie jetzt Ihre EU-Abgeordneten auf, diesen rechtswidrigen Vorschlag abzulehnen! Wenn Sie bereits mitgemacht haben, teilen Sie die Aktion mit Ihren Freund:innen und Bekannten und bitten Sie auch diese, sich zu beteiligen. Jede einzelne Teilnahme zählt.