Das Umweltinstitut zum neuen Heizungsgesetz
Tiefpunkt für den Klimaschutz und eine Kostenfalle für zahllose Haushalte
Zur heutigen Abstimmung über das Gebäudemodernisierungsgesetz im Deutschen Bundestag erklärt Fabian Holzheid, politischer Geschäftsführer am Umweltinstitut München:
„Das Gebäudemodernisierungsgesetz ist ein Tiefpunkt für den Klimaschutz und eine Kostenfalle für zahllose Haushalte in Deutschland. Statt den Umstieg auf bezahlbare und zukunftsfähige Heizungen zu beschleunigen, zementiert die Bundesregierung den Einbau neuer Öl- und Gasheizungen – und verkauft eine Grüngasquote als vermeintliche Lösung.
Eine aktuelle Analyse des Fraunhofer IFAM zeigt, dass diese Strategie schon rein ökonomisch nicht trägt: Ausreichende Mengen an bezahlbaren klimaneutralen Brennstoffen werden auf absehbare Zeit nicht verfügbar sein, während gleichzeitig die Netzentgelte für Gas massiv ansteigen werden. Wer heute in eine neue fossile Heizung investiert, riskiert morgen auf einer teuren Investitionsruine sitzen zu bleiben, entweder weil der Netzbetreiber die Leitungen dichtmacht oder weil steigende Brennstoffpreise und explodierende Netzentgelte das Heizen bereits vorher zum teuren Luxus machen.
Am Ende zahlen die Kundinnen und Kunden die Rechnung für die populistische, fossile Politik der Bundesregierung. Schon mehrfach wurden Verfassungsklagen angekündigt. Wir hoffen, dass Karlsruhe das Gebäudemodernisierungsgesetz in dieser Form kassiert.“
Die Berechnungen von Fraunhofer IFAM zum Download finden Sie hier. Weitere Informationen auf der Website des Umweltinstituts.