Till Irmisch, Referent für Energiepolitik am Umweltinstitut München, übt harte Kritik am Vorgehen der Koalition:

Die Regierung verkündet heute eine Einigung für ein Problem, dass sie selbst geschaffen hat. Der Kompromiss zur Kostenaufteilung kam nur zustande, weil den Verantwortlichen bewusst ist, welche finanziellen Mehrbelastungen sie für Büerger:innen riskiert. Wer sich von den neuen Regeln dazu verleiten lässt, eine neue Gasheizung einzubauen, muss damit rechnen, dass die Kosten künftig explodieren oder dass das Haus vom Gasnetz getrennt wird.

Grüngasquote ist Augenwischerei

Obwohl klar ist, dass erneuerbare Gase im Gebäudesektor nicht wettbewerbsfähig sind, schreckt die Koalition nicht davor zurück, sie als Heilsbringer zu verkaufen. Weil so gut wie kein Grüngas verfügbar ist, führt die Grüngasquote de facto dazu, dass noch jahrelang mit fossilem Gas geheizt wird. Eine Beimischung von erneuerbaren Gasen würde die Kosten noch weiter in die Höhe treiben. Die Regierung schickt damit sowohl Vermietende als auch Mietende in eine Kostenfalle. Gewinnen tut dabei nur eine – und zwar die Gaslobby.“

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