Umweltschonend Wäsche waschen: Energie sparen und Glyphosat vermeiden
Wer sich nachhaltig kleiden möchte, kann zu Secondhand-Ware und öko-zertifizierter Kleidung greifen. Doch der ökologische Fußabdruck endet nicht beim Kauf. Auch das Waschen, Trocknen und Pflegen unserer Kleidung verbraucht Energie und Wasser und kann durch die eingesetzten Mittel Umwelt und Gesundheit belasten. Wir zeigen, wie Sie Ihre Kleidung umweltschonend reinigen und vermeiden, dass giftige Stoffe wie Glyphosat in unsere Gewässer gelangen.
Tipp 1: Wäsche bewusst waschen spart Energie und Wasser
Waschen Sie Ihre Kleidung so oft wie nötig, aber so selten wie möglich. Oft reicht es, einzelne Flecken gezielt zu entfernen. Kleidung aus reiner Schurwolle muss in der Regel nur gut ausgelüftet werden, da die Fasern geruchshemmende und antibakterielle Eigenschaften besitzen.
Jeder vermiedene Waschgang spart Strom und Wasser und verhindert, dass Mikroplastik oder Chemikalien ins Abwasser gelangen. Wenn Sie gänzlich vermeiden wollen, dass Mikroplastik aus Ihrer Kleidung in die Umwelt gelangt, sollten Sie auf Textilien aus synthetischen Fasern, wie zum Beispiel Polyester und Acryl verzichten (vgl. Tipp 6)
Detaillierte Informationen über die verschiedenen Textilfasern und ihre Vor- und Nachteile und viele weitere Tipps zu nachhaltigem Kleiderkonsum finden Sie in unserem kostenlosen Slow-Fashion-Ratgeber.
Abb. 2: Achten Sie beim Kauf von Waschmitteln auf diese zwei Siegel. Sie garantieren strenge Anforderungen an Inhaltsstoffe und Abbaubarkeit.
Tipp 4: So energie- und wassersparend wie möglich
Wählen Sie eine möglichst niedrige Waschtemperatur. 30 Grad reichen in der Regel völlig aus. Bei stark verschmutzter Wäsche oder zur Abtötung von Keimen und Bakterien sind 60 Grad ausreichend. Verzichten Sie auf die Vorwäsche und achten Sie darauf, die Waschtrommel voll auszulasten, aber nicht zu überladen. Als Faustregel gilt: Zwischen Wäsche und Trommeldecke sollte noch eine Handbreit Platz bleiben. Wenn Ihre Waschmaschine einen Energiespar-Modus hat, nutzen Sie diesen. Kurzwaschprogramme sollten Sie hingegen vermeiden, da sie mehr Energie pro Kilogramm Wäsche verbrauchen.
Tipp 5: Wäsche richtig trocknen
Verzichten Sie möglichst auf den Trockner. Das schont nicht nur die Fasern, sondern spart auch viel Energie. Kleidungsstücke aus Wolle oder grobem Strick am besten liegend trocknen lassen, da diese sonst aus der Form geraten. Bewahren Sie solche Kleidungsstücke auch zusammengelegt im Schrank auf, statt sie auf einen Kleiderbügel zu hängen.
Tipp 6: Mikroplastik beim Waschen reduzieren
Kleidung aus synthetischen Fasern wie Polyester oder Acryl verliert beim Waschen winzige Kunststofffasern. Dieses sogenannte Mikroplastik gelangt über das Abwasser in Flüsse und Meere. Kläranlagen können es nur teilweise zurückhalten. Vermeiden Sie daher möglichst Kleidung aus Synthetik. Spezielle Waschbeutel oder Filter können helfen, Mikrofasern aufzufangen. Sie ersetzen aber nicht die notwendige Reduktion von Plastikfasern in unserer Kleidung.
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