Umweltschonend Wäsche waschen: Energie sparen und Glyphosat vermeiden
Wer sich nachhaltig kleiden möchte, kann zu Secondhand-Ware und öko-zertifizierter Kleidung greifen. Doch der ökologische Fußabdruck endet nicht beim Kauf. Auch das Waschen, Trocknen und Pflegen unserer Kleidung verbraucht Energie und Wasser und kann durch die eingesetzten Mittel Umwelt und Gesundheit belasten. Wir zeigen, wie Sie Ihre Kleidung umweltschonend reinigen und vermeiden, dass giftige Stoffe wie Glyphosat in unsere Gewässer gelangen.
Tipp 2: Textilien richtig und faserschonend waschen
Mit der richtigen Pflege verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer Kleidung, was sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt schont. Beachten Sie die Pflegehinweise am Kleidungsstück (vgl. Abbildung 1). Drehen Sie Ihre Kleidung vor dem Waschen auf links und nutzen Sie das passende Waschmittel (vgl. Tipp 3). Das schont Farben und Fasern. Alle Reißverschlüsse sollten sorgfältig geschlossen sein, damit sie keine Löcher in die Kleider reißen. Knöpfe bleiben hingegen offen, sonst können sie beim Waschen ausreißen. Besonders empfindliche Textilien am besten in einem Wäschebeutel waschen.
Abb. 1: Beachten Sie die Pflegehinweise an Ihrem Kleidungsstück. Zum Vergrößern auf die Abbildung klicken (c) sunt | adobestock
Abb. 2: Achten Sie beim Kauf von Waschmitteln auf den Blauen Engel oder das Ecocert-Siegel. Sie garantieren strenge Anforderungen an Inhaltsstoffe und Abbaubarkeit.
Tipp 4: So energie- und wassersparend wie möglich
Wählen Sie eine möglichst niedrige Waschtemperatur. 30 Grad reichen in der Regel völlig aus. Bei stark verschmutzter Wäsche oder zur Abtötung von Keimen und Bakterien sind 60 Grad ausreichend. Verzichten Sie auf die Vorwäsche und achten Sie darauf, die Waschtrommel voll auszulasten, aber nicht zu überladen. Als Faustregel gilt: Zwischen Wäsche und Trommeldecke sollte noch eine Handbreit Platz bleiben. Wenn Ihre Waschmaschine einen Energiespar-Modus hat, nutzen Sie diesen. Kurzwaschprogramme sollten Sie hingegen vermeiden, da sie mehr Energie pro Kilogramm Wäsche verbrauchen.
Tipp 5: Wäsche richtig trocknen
Verzichten Sie möglichst auf den Trockner. Das schont nicht nur die Fasern, sondern spart auch viel Energie. Kleidungsstücke aus Wolle oder grobem Strick am besten liegend trocknen lassen, da diese sonst aus der Form geraten. Bewahren Sie solche Kleidungsstücke auch zusammengelegt im Schrank auf, statt sie auf einen Kleiderbügel zu hängen.
Tipp 6: Mikroplastik beim Waschen reduzieren
Kleidung aus synthetischen Fasern wie Polyester oder Acryl verliert beim Waschen winzige Kunststofffasern. Dieses sogenannte Mikroplastik gelangt über das Abwasser in Flüsse und Meere. Kläranlagen können es nur teilweise zurückhalten. Vermeiden Sie daher möglichst Kleidung aus Synthetik. Spezielle Waschbeutel oder Filter können helfen, Mikrofasern aufzufangen. Sie ersetzen aber nicht die notwendige Reduktion von Plastikfasern in unserer Kleidung.
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