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Das Umweltinstitut München setzt sich für Klimaschutz und den naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien sowie für den ökologischen Landbau ohne Pestizide ein. Engagierte Wissenschaftler:innen und Bürger:innen gründeten die Organisation 1986 nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, um unabhängige Radioaktivitätsmessungen durchzuführen und über die Gefahren der Atomkraft aufzuklären.
Seitdem hat sich das Umweltinstitut zu einer festen Größe im deutschen Umwelt- und Naturschutz mit rund 12.000 Fördermitgliedern entwickelt. Das Umweltinstitut ist ein unabhängiger und gemeinnütziger Verein.
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Während der Bundestag über die Reform des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) verhandelt, zeigt eine neue Studie: Ein großer Teil der staatlichen Energiepreishilfen für die Industrie ist nicht an Investitionen zur Senkung des Energieverbrauchs gekoppelt. Nach Berechnungen des Forum Ökologische Sozialwirtschaft (FÖS) und des Reiner-Lemoine-Kolleg (RLK) im Auftrag von Bellona Deutschland und dem Umweltinstitut München betrifft das fast 10 von 23 Milliarden Euro jährlich.
Der Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie berät am Montag über die Novelle des Energieeffizienzgesetzes. Dabei besteht die Gefahr, dass auf Druck der IT-Branche die Standards für Energieeffizienz gesenkt werden. Neue Berechnungen des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI im Auftrag des Umweltinstituts München und von AlgorithmWatch zeigen nun: Wenn die Standards auch nur geringfügig gelockert werden, kann das den Stromverbrauch von Rechenzentren bereits erheblich erhöhen.
Mieter:innen müssen steigende Heizkosten und Modernisierungsumlagen für neue fossile Heizungen nicht akzeptieren. Zu diesem Schluss kommt ein neues Rechtsgutachten im Auftrag des Umweltinstitut München und von Protect the Planet. Das Gutachten sieht gute Erfolgsaussichten, entsprechende Kosten vor Gericht anzufechten. Zugleich eröffnet es einen Weg, das Gebäudemodernisierungsgesetz durch das Bundesverfassungsgericht überprüfen zu lassen.
Eine neue Studie des Fraunhofer IFAM im Auftrag des Umweltinstitut München und von GasWende dokumentiert, dass die im neuen Heizungsgesetz vorgesehene Nutzung von Biogas das Auslaufmodell Gasheizung nicht retten kann. Grund dafür ist die sinkende Gasnachfrage. Viele Gasnetzbetreiber können einen wirtschaftlichen Netzbetrieb nicht mehr sicherstellen und werden die Netze daher bis 2045 stilllegen. Die Beimischung von teurem und knappem Biogas kann diese Entwicklung nicht stoppen, sondern sorgt für zusätzliche Kosten.
Mehr Planungssicherheit und Pragmatismus verspricht Wirtschaftsministerin Katherina Reiche durch die Reform des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG). Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Umweltinstitut München zeigt nun, dass das Reformvorhaben in seiner jetzigen Form bei Bürgerinnen und Bürgern eher neue Unsicherheiten hervorruft. Eine Mehrheit erwartet einen Verlust an Planungssicherheit, langfristige Preissteigerungen und Engpässe bei erneuerbaren Brennstoffen. Darüber hinaus meinen zwei Drittel der Befragten, dass die Reform es schwieriger machen wird, die deutschen Klimaziele zu erreichen. Der Bundestag könnte das Gesetz noch vor der Sommerpause beschließen.